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Warum die Oracle-Aktie trotz Pentagon-Auftrag noch auf $100 fallen könnte

Warum die Oracle-Aktie trotz Pentagon-Auftrag noch auf $100 fallen könnte
Crispus Nyaga
24. Juli 2026, 14:12 PM

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Oracle (ORCL) Long-Position

Kaufe ORCL. Der Pentagon-Vertrag ist ein langlebiger, zehnjähriger Unternehmenssoftware-Gewinn, der den Auftragsbestand und die Cashflow-Transparenz stützt. Die Bewertung ist bereits günstig (forward P/E ~14.9 vs sector ~23), während Wachstum und Margen stark erscheinen (positive Rule-of-40; Nettomarge ~45%). Technische Indikatoren sprechen ebenfalls für eine Gegenbewegung: ORCL ist nahe überverkauft und hat einen klaren Abwärtsmagneten bei etwa $100, der häufig Nachkäufe bei Rücksetzern auslöst.

Kernrisiko: Wenn Oracles Schuldenplan scheitert – kann das Unternehmen die ~$40B nicht zu akzeptablen Konditionen refinanzieren/aufbringen, führt das zu Verwässerung des Eigenkapitals oder unter Druck geratenen Gewinnen und zerstört die These „günstig + sich verbessernde Fundamentaldaten“.

Oracle (ORCL) Put-Spread

Verkaufe eine kleine Aufwärtsposition zur Absicherung gegen einen schuldengetriebenen Ausverkauf: Kaufe ORCL $100 Puts und verkaufe ORCL $90 Puts (Put-Spread). Der Artikel weist auf hohe Verschuldung und ein mögliches weiteres Abrutschen in Richtung $100 hin; diese Konstruktion profitiert, falls ORCL erneut einbricht, begrenzt jedoch die Kosten, falls es aufgrund überverkaufter Bedingungen zurückprallt.

Kernrisiko: ORCL erholt sich stark aus überverkauften Regionen und das $100-Niveau hält — wenn die Aktie vor dem unteren Strike des Spreads zurückkehrt, verliert der Put-Spread.

  • Die Oracle-Aktie stieg im vorbörslichen Handel um über 2 %.
  • Das Unternehmen schloss einen $7 billion-Deal mit dem Pentagon ab.
  • Technische Indikatoren deuten darauf hin, dass die Aktie vor einer Gegenbewegung auf $100 fallen könnte.

Die Oracle-Aktie stieg im vorbörslichen Handel um 2 % , nachdem das Unternehmen eine Einigung mit der US-Regierung erzielt hatte – ein großer Erfolg für Larry Ellison, einen engen Freund von Donald Trump. Dennoch notiert die Aktie nahe ihrem tiefsten Stand seit April 2025. Sie liegt 65 % unter ihrem Allzeithoch.

Oracle erzielt einen $7 billion-Auftrag

Oracle, ein großes Datenbank-, Software- und Cloud-Computing-Unternehmen, hat einen umfangreichen $7 billion-Deal mit dem Pentagon abgeschlossen. Dieser Vertrag sieht vor, dass das Unternehmen seine Software für zehn Jahre bereitstellt.

Oracle wird dem Pentagon seine Software in lokalen Rechenzentren (On-Premises) für das Militär, die Nachrichtendienste und die Küstenwache bereitstellen. Die Regierung geht davon aus, dass der Vertrag Einsparungen von über $444 million ermöglicht.

Ellison hat eine Beziehung zu Präsident Trump gepflegt. Er spendete $45 million für dessen Wahlkampf und war an einem großen Rechenzentrumsprojekt in Zusammenarbeit mit OpenAI und SoftBank beteiligt. 

Trump vermittelte außerdem einen Deal, der es dem Unternehmen ermöglichte, das US-Geschäft von TikTok zu übernehmen. Es hält eine 15%-Beteiligung, während Silver Lake, MGX und ByteDance jeweils 15 %, 15 % bzw. 19.9 % besitzen.

Oracle steht vor erheblichen Risiken

Trotz des Vertrags steht Oracle vor erheblichen Herausforderungen, obwohl der Umsatzrückstand auf über $638 billion gestiegen ist. Der Umsatz stieg um 21 % auf $19.2 billion, während der Gewinn je Aktie um 21 % auf $1.45 anstieg. Der Nettoumsatz stieg auf über $4.5 billion.

Analysten erwarten, dass das Geschäft weiter wächst; die durchschnittliche Schätzung für das letzte Quartal liegt bei $19.12 billion. Sollte dies zutreffen, entspräche das einem Anstieg von 28 % gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Jahresumsatz wird erwartet, im nächsten Jahr $90 billion bzw. $130 billion zu betragen.

Die größte Herausforderung ist jedoch die Bilanz, da die Verschuldung stark ansteigt. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten des Unternehmens kletterten auf über $7.2 billion, die langfristigen Schulden stiegen auf über $122 billion. Zudem rechnet es damit, über $40 billion durch eine Kombination aus Fremd- und Eigenkapital aufzubringen. 

Diese stark gestiegene Verschuldung und die Verflechtung mit OpenAI erklären, warum die Aktie in den vergangenen Monaten eingebrochen ist. 

Positiv ist, dass das Unternehmen stark unterbewertet erscheint. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (forward P/E) ist auf 14.9 gesunken, unter der Sektormediane von 23. Der Fünf-Jahres-Durchschnitt lag bei 22. 

Das Unternehmen weist außerdem einen deutlich positiven Rule-of-40-Multiplikator auf. Das erwartete Umsatzwachstum liegt bei etwa 17 %, während die Nettomarge auf 45 % gestiegen ist. Das deutet darauf hin, dass das Unternehmen Wachstum und Margen priorisiert.

WEITERLESEN: Oracle-Aktie rutscht aufgrund von KI-Ausgabenbedenken – warum Analysten weiterhin Aufwärtspotenzial sehen

Technische Analyse der Oracle-Aktie

oracle stock

ORCL-Aktiendiagramm | Quelle: TradingView

Das Wochendiagramm zeigt, dass die ORCL-Aktie in den vergangenen Monaten eingebrochen ist. Sie fiel unter das wichtige Unterstützungsniveau von $136, ihren niedrigsten Stand im Februar und März dieses Jahres. Ein Unterschreiten dieses Levels bestätigte die Dominanz der Bären.

Die Aktie ist unter den 50-Wochen-Exponentiellen gleitenden Durchschnitt (EMA) gefallen. Gleichzeitig fällt der Relative-Stärke-Index (RSI) weiter und nähert sich dem überverkauften Bereich.

Der RSI deutet darauf hin, dass die Aktie weiter fallen könnte, sobald sie den überverkauften Bereich erreicht. Sollte dies eintreten, könnte sie bis auf das wichtige Unterstützungsniveau von $100 fallen und anschließend wieder anziehen.