Michael Burry: Nvidia-Aktie erscheint extrem unterbewertet – Vorsicht geboten

KI-Sentiment: 35/100 Bärisch
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Kauf von AMD als Relative-Value-Play gegenüber NVDA. Falls die These lautet, dass die Preissetzungsmacht und die Margen von NVDA strukturell unter Druck geraten, wenn der Capex-Superzyklus ausläuft, verlagert sich der Marktanteilskampf von „wer den Ausbau gewinnt“ zu „wer nach der Sättigung Marktanteile hält“. AMD ist der klarste Nutznießer jeder NVDA-Margenkontraktions-Erzählung, da das Unternehmen Marktanteile gewinnen kann, wenn Kunden ihre Lieferanten diversifizieren.
Kernrisiko: AMD gelingt es nicht, die KI-Nachfrage in nachhaltige Marktanteilsgewinne und Margen umzusetzen, während das Ökosystem von NVDA die Kunden gebunden hält.
Leerverkauf von NVDA oder Kauf von NVDA-Put-Spreads bei Stärke. Der Artikel sagt, Burry sehe NVDA auf einfachen Bewertungskennzahlen als „extrem unterbewertet“, warnt jedoch, dass der KI-Capex-Ausbau vorgezogen sei und möglicherweise nicht anhält, sobald die Hyperscaler ihre Rechenzentrums-Ausgaben verdaut haben. Bei einem RSI in den mittleren 60ern (nahe "überkauft") ist das Setup: starkes Momentum jetzt, aber ein steigendes Risiko für die Nachhaltigkeit der Gewinne, da der Markt beginnt, das Wachstum des nächsten Quartals weniger optimistisch zu bewerten.
Kernrisiko: NVDA übertrifft die Prognosen über mehrere Quartale hinweg und Hyperscaler verlängern ihre Capex, was beweist, dass der Ausbau länger dauert als erwartet.
- Nvidia zieht nach einem herausragenden Q2 und beeindruckender Prognose an.
- Michael Burry empfiehlt weiterhin Vorsicht beim Handel mit NVDA-Aktien.
- Die Nvidia-Aktie notiert derzeit in der Nähe ihres bisherigen Jahreshochs.
Nvidia NVDA-Aktien schossen am Donnerstagmorgen an, nachdem der KI-Riese für sein Fiskal-Q2 mit den Erwartungen überlegene Zahlen vorgelegt und eine bemerkenswerte Prognose für das laufende Quartal abgegeben hatte.
Der bekannte Investor Michael Burry – berühmt dafür, den Immobilienkollaps von 2008 korrekt vorausgesagt zu haben – mahnt Anleger jedoch, beim Handel mit NVDA auf den aktuellen Niveaus Vorsicht walten zu lassen.
Trotz des herausragenden Ergebnisberichts hält er eine bedeutende Short-Position gegen Nvidia-Aktien, die sich nun in der Nähe ihres bisherigen Jahreshochs befindet.
Burry: Nvidia-Aktie erscheint extrem unterbewertet
Burrys Haltung zu NVDA-Aktien ist deutlich nuancierter als eine klassische bärische Wette.
In einem Substack-Beitrag, in dem er seinen Standpunkt darlegte, räumte der Gründer von Scion Asset Management ein, dass der Gigant durch seine dominierenden Marktanteile bei GPUs, das beschleunigte Umsatzwachstum und ein vergleichsweise moderates KGV von rund 24 auf dem Papier „extrem unterbewertet“ erscheine.
Aber konventionelle Bewertungskennzahlen übersehen oft zyklische Wendungen und verschleiern vorübergehend langfristige Wettbewerbsrisiken hinter einem trügerisch niedrigen Gewinnvielfachen, fügte er hinzu.
Warum er nach wie vor zur Vorsicht bei NVDA-Aktien rät
Der Hauptgrund, warum Burry bei Nvidia-Aktien zurückhaltend bleibt, liegt in der Markthaltbarkeit und den Capex-Zyklen.
Seiner Ansicht nach stützt sich die aktuelle Ertragskraft des Unternehmens stark auf einen beispiellosen, vorgezogenen Ausbau von KI-Infrastruktur durch Hyperscaler – ein Tempo der Kapitalausgaben, das sich als „schwer aufrechtzuerhalten“ erweisen könnte, sobald die ersten Rechenzentrumsaufbauten Sättigung erreichen.
Wenn die Cloud-Giganten ihre Hardwareausgaben schließlich drosseln und konkurrierende Chiphersteller NVIDAs Preissetzungsmacht schmälern, könnten die Gewinnmargen strukturellem Druck ausgesetzt sein.
Kurzfristiges Momentum vs. langfristige fundamentale Beständigkeit
Letztlich hebt der Streit um NVDA-Aktien eine „grundlegende Kluft“ zwischen kurzfristigem Marktmomentum und langfristiger fundamentaler Beständigkeit hervor.
Die Wall Street feiert weiterhin die makellose operative Umsetzung des Giganten und rekordverdächtige Quartalsläufe, was die Aktie bei jedem bullischen Katalysator nach oben treibt.
Im Gegensatz dazu blicken wertorientierte Makroinvestoren wie Michael Burry über den aktuellen „Hype“-Zyklus hinweg und warnen, dass Spitzen-Ertragsbedingungen in hochkompetitiven Tech-Hardware-Märkten selten dauerhaft sind.
Aus technischer Sicht liegt Nvidias Relative-Stärke-Index (RSI) nun in den mittleren 60ern, was darauf hindeutet, dass sich die Aktie den „überkauften“ Bereichen nähert, die kurzfristig häufig Gewinnmitnahmen auslösen.
Wie die Wall Street empfiehlt, Nvidia Corp zu handeln
Trotz Burrys Vorsicht bleibt die Stimmung am Optionsmarkt für NVDA weitgehend bullisch. Dennoch teilen einige Stimmen an der Wall Street seinen Pessimismus.
Während das Konsensrating für Nvidia Corp derzeit bei "Strong Buy" liegt, bleibt das niedrigste Kursziel für den KI-Giganten bei $172, was ein mögliches Abwärtspotenzial von etwa 30 % gegenüber dem aktuellen Kurs signalisiert.
Vorerst jedoch dämpfen Nvidias wachsende Umsätze und unbestreitbare Marktdominanz weiterhin die Kritiker.
Die Geschichte zeigt jedoch, dass Capex-Superzyklen irgendwann enden. Während institutionelle Investoren die Rallye im August gegen langfristige Risiken abwägen, dient Burrys Warnung als ernüchternde Erinnerung: In stark wachstumsgetriebenen Tech-Bereichen kann das Mitreiten kurzfristigen Momentums ohne strukturellen Abwärtsschutz hohe Kosten nach sich ziehen.

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