Dow steigt um 200 Punkte, KI-Aktien stützen die Stimmung trotz Iran- und Rendite-Sorgen

KI-Sentiment: 35/100 Bärisch
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NVDA kaufen. Der Artikel zeigt, dass Optimismus bezüglich KI-Infrastruktur die Stimmung hebt, obwohl makroökonomische Sorgen zunehmen. NVDA ist der deutlichste Profiteur der ‚Picks-and-Shovels‘-Strategie im KI-Bereich und hielt sich besser als Apple/Tesla, während der Nasdaq nur leicht nachgab — ein Zeichen relativer Stärke.
Kernrisiko: Ein scharfer Risk-off-Ausverkauf aufgrund höherer Renditen oder Ölpreise, der Anleger dazu zwingt, AI-Werte mit hohen Multiples schnell abzustoßen.
Dell kaufen. Das Unternehmen hat seine Jahresprognosen für Gewinn und Umsatz angehoben und sprang um etwa 6.65%, was eine starke Bestätigung dafür ist, dass KI-Ausgaben in reale Nachfrage nach Unternehmenshardware und Servern umschlagen. Dies ist eine beta-stärkere Möglichkeit, auf KI-CapEx zu setzen als Mega-Cap-Software.
Kernrisiko: Die Prognose erweist sich als zu optimistisch — die Nachfrage nach KI-Servern schwächt sich ab oder die Margen schrumpfen, wenn die Kosten steigen.
- Dow steigt, da KI-Optimismus wiederaufgeflammte Iran-Spannungen ausgleicht.
- Anleiherenditen klettern, da die Märkte ihre Einschätzungen für eine Fed-Zinserhöhung im September erhöhen.
- Private US-Beschäftigtenzahlen steigen um 38,000 und verfehlen die August-Erwartungen.
Die US-Aktien eröffneten am Mittwoch uneinheitlich, da Anleger die wiederaufgeflammten Spannungen zwischen den USA und Iran, steigende globale Anleiherenditen und die anhaltende Stärke des KI-Segments abwogen.
Der Dow Jones und der S&P 500 legten leicht zu, während der Nasdaq Composite nachgab, da Anleger die Auswirkungen der erhöhten Ölpreise auf die Inflation und die geldpolitische Perspektive der Federal Reserve bewerteten.
KI-Aktien stützen die Stimmung, während Märkte die Iran-Spannungen bewerten
Der Dow Jones Industrial Average stieg um 215 Punkte, der S&P 500 gewann 0.10% und der Nasdaq Composite fiel 0.05%.
Die erneuten Zusammenstöße zwischen den USA und Iran rücken geopolitische Risiken nach mehreren Wochen relativer Ruhe wieder in den Fokus. Die jüngsten Militäraktionen haben zudem Sorgen um Energieversorgung und Inflation neu entfacht, zumal die Ölpreise bei rund $90 pro Barrel liegen.
Gleichzeitig hat anhaltender Optimismus bezüglich KI-Infrastruktur Teile des Technologiesektors gestützt.
Dell-Aktien stiegen im Handel um 6.65%, nachdem das Unternehmen seine Jahresprognosen für Gewinn und Umsatz angehoben hatte.
Nvidia-Aktien legten um 1.01% zu, während Apple und Tesla jeweils um 0.26% bzw. 0.79% fielen.
Die gemischte Performance spiegelte die Bemühungen der Anleger wider, geopolitische und makroökonomische Risiken gegen die Erwartungen an anhaltendes Wachstum bei KI-bezogenen Ausgaben abzuwägen.
Steigende Anleiherenditen belasten Aktien
Höhere Renditen von US-Staatsanleihen blieben ein zentrales Anliegen für Aktienanleger.
Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe stieg am Mittwoch kurzzeitig auf 4.814%, den höchsten Stand seit November 2023, bevor sie um zwei Basispunkte zurückging.
Auch in Großbritannien, Deutschland und Frankreich stiegen die Anleiherenditen, während die Rendite der zehnjährigen japanischen Staatsanleihe weiterhin in der Nähe von Höchstständen seit mehreren Jahrzehnten blieb.
Steigende Renditen können Bewertungsdruck auf Aktien ausüben, indem sie den zur Abzinsung künftiger Unternehmensgewinne verwendeten Diskontsatz erhöhen.
Anleger befürchten zunehmend, dass höhere Ölpreise die Inflation anheizen und die Zinsentscheidungen der Federal Reserve erschweren könnten.
Den Märkten zufolge wird nach dem CME FedWatch-Tool nun eine Wahrscheinlichkeit von 66% für eine Zinserhöhung im September eingepreist, gegenüber etwa 37% noch vor einer Woche.
Der Anstieg folgte auf Äußerungen von Federal Reserve-Chef Kevin Warsh, die der Inflationsbekämpfung stärkere Priorität einräumten.
Globale Märkte ziehen sich zurück, während Anleger auf Arbeitsmarktdaten warten
Die Schwäche zeigte sich deutlicher an den ausländischen Märkten. Der paneuropäische Stoxx 600 fiel um 0.49%, während der FTSE 100 und der CAC 40 jeweils um etwa 0.6% nachgaben.
Der deutsche DAX gab um 0.7% nach und Italiens FTSE MIB fiel um 0.5%.
Auch die asiatischen Märkte tendierten tiefer. Japans Nikkei 225 fiel um 2.85%, Südkoreas Kospi sank um 4%, Australiens S&P/ASX 200 gab um 0.97% nach, und Chinas CSI 300 schloss 1.38% tiefer.
Anleger erwarten zudem den US-Arbeitsmarktbericht am Freitag, um weitere Hinweise zur Wirtschaft und zum nächsten Schritt der Federal Reserve zu erhalten.
Vor diesem Bericht teilte ADP mit, dass private US-Arbeitgeber im August 38,000 Stellen geschaffen haben, weniger als die nach oben revidierten 46,000 Stellen im Juli und die von Ökonomen erwarteten 47,000 Stellen.
Die Stellengewinne konzentrierten sich überwiegend im Gesundheitswesen und in mehreren anderen Branchen.
Die schwächer als erwarteten privaten Beschäftigungszahlen liefern einen weiteren Datenpunkt für die Märkte, die das Gleichgewicht zwischen Wirtschaftswachstum, Inflation und Geldpolitik bewerten, während der Handel im September beginnt.

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