Micron-Aktie steigt 2%, SanDisk gewinnt 3%: Warum sich Speicheraktien wieder bewegen

KI-Sentiment: 78/100 Bullisch
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Kaufen MU. DRAM‑ und NAND‑Preise sind stabil (DRAM +57% im Quartalsvergleich, NAND +70% im Quartalsvergleich) und Micron gewinnt Marktanteile (DRAM 24%, NAND 15%). Der Markt behandelt Speicher wie KI‑Infrastruktur: sinkende Renditen von US‑Staatsanleihen nehmen den Druck durch Multiple‑Kompression, während der eigentliche Treiber KI‑getriebene Speicherengpässe sind. Die HBM‑Nachfrage überstand auch die „weniger Speicher pro Chip“-Sorge, weil Nvidias Rubin Ultra mehr Beschleuniger ausliefern könnte, wodurch der gesamte HBM‑Verbrauch weiter steigt; UBS hob das HBM‑ASP‑Wachstum auf etwa 79% im Jahresvergleich an.
Kernrisiko: KI‑Beschleuniger verbrauchen letztlich pro System deutlich weniger HBM als erwartet, wodurch der gesamte Speicherverbrauch einbricht, selbst wenn die Chipanzahl steigt.
Kaufen SNDK. Die Stärke der NAND‑Preise ist der direkte Katalysator, und Bernsteins These wird durch neue langfristige Lieferverträge mit stärkeren Preisabsicherungen und Vorausverpflichtungen gestützt – was das Gewinnabwärtsrisiko mindern könnte, wenn sich der NAND‑Zyklus umkehrt. Da die Nachfrage nach Server‑/Storage‑SSDs zunimmt und das begrenzte Angebot die Preissetzungsmacht hoch hält, hat die Aktie einen klaren Weg zu höheren Gewinnschätzungen für das Geschäftsjahr 2027.
Kernrisiko: Neue NAND‑Kapazitäten werden schneller hochgefahren als die Nachfrage, wodurch die Preissetzungsmacht trotz Vertragsabsicherungen gebrochen werden könnte.
- Micron und SanDisk steigen, da sinkende Renditen und robuste Speichernachfrage Halbleiter antreiben.
- UBS sieht stärkere HBM‑Preise, da die Ausgaben für KI‑Infrastruktur robust bleiben.
- Bernstein bleibt bullisch für SanDisk, da sich NAND‑Preise und Vertragsbedingungen verbessern.
Micron Technology (NASDAQ: MU) und SanDisk (NASDAQ: SNDK) standen vor der Börseneröffnung am Freitag wieder im Fokus; die Speicheraktien stiegen um 2% bzw. 3%.
Micron legte im vorbörslichen Handel um 1,9% zu und SanDisk gewann 3%, nachdem die Renditen von US-Staatsanleihen vor dem Arbeitsmarktbericht für August nachgegeben hatten.
Ein Teil der Erholung ist auf makroökonomische Entspannung zurückzuführen. Entscheidend ist jedoch die Fundamentallage: DRAM- und NAND-Preise bleiben stabil, KI-Infrastrukturen verbrauchen enorme Mengen an Speicher, und Analysten erhöhen weiter ihre Schätzungen.
Sinkende Renditen helfen, aber die Speichernachfrage ist nie wirklich eingebrochen
Niedrigere Anleiherenditen sind wichtig, weil Micron und SanDisk zunehmend wie wachstumsstarke KI-Aktien gehandelt werden. Wenn die Renditen steigen, sind Investoren weniger bereit, Prämienmultiplikatoren für künftige Gewinne zu zahlen.
Das Nachgeben am Freitag nahm daher den Druck weg, der die Halbleiterbranche zu Wochenbeginn belastet hatte.
Der Speicherzyklus blieb jedoch robust. Barron’s berichtete, dass der weltweite DRAM-Umsatz im 2. Quartal im Quartalsvergleich um 57% zulegte, während der NAND-Umsatz um 70% anstieg. Micron erhöhte seinen DRAM-Marktanteil auf 24% und seinen NAND-Anteil auf 15%.
Laut The Fly hat Mizuho-Analyst Vijay Rakesh argumentiert, dass Speicher nach wie vor ein „zentrales Nadelöhr“ in der Halbleiterlieferkette darstellt.
Das Institut behielt eine Outperform-Einstufung für Micron bei und verwies dabei auf die erhöhte aggregierte DRAM-Nachfrage.
Der Bullcase für Microns HBM überstand die jüngste Sorge um KI‑Chips
Eine Sorge war, ob künftige KI-Beschleuniger pro Chip weniger hochbandbreitigen Speicher benötigen könnten.
UBS-Analyst Timothy Arcuri hält diese Schlussfolgerung für zu vereinfachend.
MarketWatch berichtete, dass Arcuri glaubt, Nvidias Änderungen an künftigen Rubin‑Ultra‑Konfigurationen könnten es dem Unternehmen erlauben, mehr Beschleuniger auszuliefern. Wenn jeder Chip zwar weniger Speicher trägt, aber deutlich mehr Chips produziert werden, kann der gesamte HBM-Verbrauch trotzdem steigen.
UBS hob seine Prognose für das durchschnittliche Verkaufspreiswachstum (ASP) von HBM im Jahresvergleich von 67% auf etwa 79% an und verwies gleichzeitig auf stärkere NAND‑Bedingungen, da die Nachfrage nach Server- und Storage‑SSDs zunimmt.
Das ist für Micron relevant. Die KI‑Chance hängt zunehmend vom Speicherverbrauch über ganze Rechenzentrums‑Systeme hinweg ab, nicht nur von der an jede GPU angebundenen HBM‑Kapazität.
Nvidias Beschaffungen stützen diese Sicht: Das Unternehmen machte Verpflichtungen für Lieferungen und Kapazitäten in Höhe von $279 Milliarden bekannt, die hauptsächlich mit Speicher und Fertigung verbunden sind – ein Hinweis darauf, wie wichtig die Verfügbarkeit von Komponenten bleibt.
SanDisk hat einen noch klareren Katalysator, da NAND-Preise steigen
SanDisk erhält weiterhin starke Unterstützung von der Wall Street.
Bernstein-Analyst Mark Newman behielt eine Outperform‑Einstufung und ein Kursziel von $3.000 für die Aktie bei, nachdem er das Ziel Ende Juni von $1.700 erhöht hatte.
Newmans bullishe These konzentriert sich auf SanDisks neue langfristige Speicherlieferverträge, die stärkere Preisabsicherungen und Vorausverpflichtungen von Kunden enthalten und nach Ansicht von Bernstein die Gewinnrisiken mindern könnten, wenn der NAND‑Zyklus schließlich nachgibt.
Bernstein hob außerdem seine Gewinnprognosen für das Geschäftsjahr 2027 aufgrund höherer durchschnittlicher Verkaufspreise für NAND an.
Das verschafft SanDisk einen direkten fundamentalen Katalysator. KI‑Rechenzentren benötigen wachsende Speichermengen, während ein begrenztes Angebot den NAND‑Herstellern weiterhin stärkere Preissetzungsmacht verschafft.
Das Risiko besteht darin, dass diese Bedingungen schließlich genügend neue Kapazitäten anziehen, um den Markt zu entspannen.
China gewinnt bereits an Boden, da YMTCs weltweiter NAND‑Anteil im zweiten Quartal von 9% auf 14% stieg, während SanDisks Anteil von 13% auf 11% sank. CXMT erhöhte ebenfalls seinen DRAM‑Anteil.

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