Während Google Lizenzverträge mit globalen Medienunternehmen abschließt, bleiben US-Unternehmen im Dunkeln

Während Google Lizenzverträge mit globalen Medienunternehmen abschließt, bleiben US-Unternehmen im Dunkeln
Written by:
Jayson Derrick
25th Juni, 17:26
  • Google wird einige Medien weltweit für Inhalte bezahlen.
  • Anbieter von Inhalten in Australien, Brasilien und Deutschland werden von Google bezahlt.
  • Es ist nach wie vor unklar, ob Google Gespräche mit wichtigen US-Medien führt.
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Google schloss neue Verträge mit globalen Medienunternehmen ab, um seine Inhalte zu lizenzieren, doch laut The Wall Street Journal tappen die US-Unternehmen weiterhin im Dunkeln.

Die neuen Verträge

Die Alphabet Inc (NASDAQ: GOOG) Einheit wird mit der deutschen Spiegel Group, Brasiliens Diarios Associados und Australiens Solstice Media zusammenarbeiten, um ihre Inhalte auf ihrer Plattform zu lizenzieren, berichtete das WSJ. Dies stellt einen bemerkenswerten Fortschritt nach mehreren Jahren des Hin und Her zwischen dem Internet-Suchgiganten und den Medien dar.

Googles Vizepräsident des Produktmanagements für Nachrichten, Brad Bender, nannte keine finanziellen Einzelheiten, bemerkte aber, dass dies je nachdem variiert, wie viel und welche Art von Content jeder einzelne Verleger Google anbietet, so das WSJ. Das Unternehmen befindet sich in Gesprächen mit „einem halben Dutzend“ anderer Länder.

Bemerkenswert ist, dass der Bericht keine Bestätigung ähnlicher Vereinbarungen mit US-Medien oder eine Bestätigung der laufenden Gespräche mit einem amerikanischen Unternehmen enthält. Nichtsdestotrotz stellen die jüngsten Vereinbarungen eine Verschiebung in Googles Beziehung zur Nachrichtenindustrie dar. Bislang war Google vor allem an einigen Audio-, Wetter- und Sport-Inhalten interessiert.

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Warum jetzt?

Google wird lizenzierte Geschichten, Videos und Bilder in seine mobile App und auf mobile Geräte aufnehmen, wenn Android-Nutzer auf ihren Homescreen streichen. Außerdem wird sie in eine Google News-App integriert, die als Standard für alle Mobilgeräte gelten und schließlich auf andere Google-Produkte ausgeweitet werden soll.

„Wir sind hoch motiviert, gemeinsam mit anderen Unternehmen, Regierungen und zivilgesellschaftlichen Gruppen unseren Beitrag zu leisten, um dem Journalismus eine bessere Zukunft zu ermöglichen“, zitierte WSJ die Worte von Bender.

Dieser Schritt erfolgt zu einer Zeit, in der Google in das Fadenkreuz mehrerer Aufsichtsbehörden weltweit geraten ist. Die australische Regierung hat das in den USA ansässige Unternehmen unter Druck gesetzt, Verlegern, die Inhalte für ihre Suchergebnisse anbieten, ihren Wert zurückzugeben.

Tatsächlich untersuchte die australische Regierung Möglichkeiten, wie sie Google dazu zwingen könnte, Medienunternehmen für Inhalte zu bezahlen.

Google hätte auch motiviert werden können, Maßnahmen zu ergreifen, um mit den Rivalen Schritt zu halten, so das WSJ. Vor allem Apple Inc. (NASDAQ: AAPL) seine Abonnement-Plattform Apple News+ eingeführt, die Zugang zu Hunderten von Zeitschriften bietet, während andere Medien wie Dow Jones & Co. Apple mit Nachrichtenberichten versorgen.

Ungeachtet dessen sieht sich Google weiterhin einem anscheinend harten Kampf gegen andere Regulierungsbehörden gegenüber, insbesondere in den USA. Das Justizministerium und eine Reihe von Generalstaatsanwälten planen laut WSJ kartellrechtliche Klagen gegen Google einzureichen, die sich auf seine Such- und Online-Werbegeschäfte konzentrieren.

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