Wirtschaftskalender der kommenden Woche: RBA-Zinsentscheidung im Fokus

Wirtschaftskalender der kommenden Woche: RBA-Zinsentscheidung im Fokus
Crispus Nyaga
05. Juli 2020, 19:23 PM
  • Die Zinsentscheidung der RBA wird diese Woche das größte Ereignis im Wirtschaftskalender sein.
  • Am Montag erhalten wir die PMI-Daten aus den USA für Dienstleistungen und nicht-verarbeitende Industrie.
  • Weitere Schlüsselzahlen werden die Maschinenbestellungen Japans, die Energieaussichten der IEA und die kanadischen Beschäftigungsdaten sein.

Der US-Dollar verlor leicht gegenüber den Vergleichswährungen, als sich Händler über die positiven Wirtschaftsdaten aus aller Welt reflektierten. Die PMI-Zahlen für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor waren in den meisten Ländern besser als erwartet, während die Beschäftigtenzahlen außerhalb der Landwirtschaft in den USA die Prognosen der Analysten deutlich übertrafen. Der US-Dollar-Index fiel um 0,58%, während der Euro-Index um 0,30% fiel. Währenddessen stieg der Index für das Britische Pfund um 1,37%, wie aus dem untenstehenden Diagramm hervorgeht. Lassen Sie uns einen Blick auf die wichtigsten Ereignisse im Wirtschaftskalender dieser Woche werfen.

Zinsentscheidung der Reserve Bank of Australia

Die RBA wird ihre monatliche geldpolitische Sitzung am Montag beginnen und ihre Entscheidung am Dienstag veröffentlichen. Diese Entscheidung fällt in eine Zeit, in der die australische Wirtschaft boomt, wie der jüngste PMI für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor sowie die Handels- und Einzelhandelsumsätze belegen. Daher glauben die von Reuters befragten Analysten, dass die Bank den Zinssatz unverändert bei 0,25% belassen wird und die Wirtschaft mit Vorsicht betrachten wird. Dennoch werden die Händler der Aussage von Philip Lowe über negative Zinssätze und die Zinskurvensteuerung größere Aufmerksamkeit schenken.

Weitere wichtige Details im Wirtschaftskalender sind der AIG-Dienstleistungsindex und die Daten zu Wohnungsbaudarlehen.

ISM PMI für Dienstleistungen

Am Freitag erhielten wir positive PMI-Daten für die Eurozone, Australien und Großbritannien. Am Montag erhalten wir die PMI-Daten für Dienstleistungen und nicht-verarbeitende Industrie aus den USA. Die von Reuters befragten Analysten erwarten, dass der PMI auf 50 steigen wird, da sich die Geschäftsaktivitäten erholt haben. Sie gehen davon aus, dass weitere Daten von Markit zeigen werden, dass der PMI von zuvor 37,5 auf 46,7 gestiegen ist.

Während die Zahlen für Juni voraussichtlich gut ausfallen werden, besteht die größte Herausforderung für die USA in der Zunahme der Coronavirus-Fälle. Am Samstag meldete das Land mehr als 50.000 Neuinfektionen und lag damit etwas unter den 53.000, die am Freitag gemeldet wurden. Infolgedessen haben die meisten Bundesstaaten begonnen, zusätzliche Sperren einzuführen, während Unternehmen wie Apple ihre Geschäfte geschlossen haben.

Japan Maschinenbestellungen

Die jüngsten Wirtschaftszahlen aus Japan waren relativ schwach. Aus den in der vergangenen Woche veröffentlichten Daten ging hervor, dass sich die PMIs für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor im Juni immer noch im Schrumpfungsmodus befanden. In dieser Woche werden wir weitere Zahlen aus dem Land erhalten. Am Donnerstag wird das Statistikamt die Zahlen der Maschinenbestellungen aus Japan veröffentlichen. Analysten erwarten, dass die Kernrate der Maschinenbestellungen im Mai um mehr als 17,1% gesunken ist, nachdem sie im Vormonat um 17,7% gefallen war.

Weitere wichtige Informationen im Wirtschaftskalender werden u.a. die Preise ab Werk im Juni, der Leitindex, die Haushaltsausgaben und die Bezahlung von Überstunden sein.

Kanadische Beschäftigungsdaten

Der kanadische Dollar stieg gegenüber dem US-Dollar aufgrund der sinkenden Zahl der Coronavirus-Fälle, der starken Export- und Importdaten und der sich stabilisierenden Rohölpreise. Am Freitag wird Statistics Canada seine Beschäftigungsdaten für Juni veröffentlichen. Analysten glauben, dass die Wirtschaft im Juni mehr als 800.000 Arbeitsplätze zusätzlich zu den 289.000 Arbeitsplätzen im Mai geschaffen hat. Außerdem gehen sie davon aus, dass die Arbeitslosenquote im Juni auf 11,6% gegenüber den vorherigen 13,7% gesunken ist.

Weitere Zahlen im Wirtschaftskalender sind der PMI für das verarbeitende Gewerbe in Ivey, Baugenehmigungen und die Umfrage der Bank of Canada zu den Geschäftsaussichten.

Energieaussichten der IEA

Wie wir bereits geschrieben haben, spielt Rohöl eine wichtige Rolle für Währungen. In dieser Woche erhalten wir den monatlichen Ausblick von der Internationalen Energieagentur (IEA), der in Frankreich ansässigen Organisation. Diese Daten werden weitere Informationen über die weltweite Nachfrage und das Angebot liefern. Am Dienstag und Mittwoch werden wir von der API und der EIA Informationen über die US-Lagerbestände erhalten.

Weitere wichtige Details im Wirtschaftskalender

Darüber hinaus erwarten die Händler die Zinsentscheidung der Bank of Malaysia, den PMI für das Baugewerbe aus dem Vereinigten Königreich und die Daten zur deutschen Industrieproduktion.