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DXY: Dollar-Index erholt sich nach starken Daten, aber der Druck wegen der Impfstoffnachrichten bleibt

DXY: Dollar-Index erholt sich nach starken Daten, aber der Druck wegen der Impfstoffnachrichten bleibt
Crispus Nyaga
24. Nov. 2020, 14:23 PM
  • Der US-Dollar-Index (DXY) stieg um 0,70% und glich teilweise die Verluste der letzten Woche von 0,90% aus
  • Jüngste Nachrichten veranlassten risikofreudige Anleger, den US-Dollar zugunsten anderer Währungen aufzugeben
  • Der Dollar stieg auch aufgrund starken EMI-Daten für den Dienstleistungssektor und das verarbeitende Gewerbe

Der US-Dollar-Index (DXY) stieg während der amerikanischen Sitzung nach den starken Flash-EMI-Zahlen für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor um bis zu 0,70%. Diese Gewinne haben teilweise die Verluste des Index von 0,90% in der vergangenen Woche ausgeglichen.

Trotz der Pandemie entwickelt sich die US-Wirtschaft gut

Die Statistiken der jüngsten Covid-19-Fälle aus den Vereinigten Staaten waren nicht erfreulich. Gestern bestätigten Gesundheitsbehörden mehr als 141.000 neue Fälle, womit sich die Gesamtzahl auf mehr als 12,4 Millionen erhöht hat. Die Zahl der Todesfälle ist auf mehr als 257.000 angestiegen. Das hat in den meisten Staaten, darunter Kalifornien, New Mexico und Oregon, zu erheblichen Einschränkungen geführt.

Das verarbeitende Gewerbe und der Dienstleistungssektor in den USA entwickelten sich im November jedoch gut. Laut Markit stieg der vorläufige EMI für das verarbeitende Gewerbe von 53,4 im Oktober auf 56,7 im November, der stärkste Anstieg seit März 2015. Die Zahl war besser als die mittlere Schätzung von 53,0.

Auch der wichtige Dienstleistungssektor schnitt vorbildlich gut ab. Der EMI stieg von 56,9 im Vormonat auf 57,7 im November. Dieser Anstieg war höher als die geschätzten 55,0.

In der Folge stieg der Composite-Index, der verschiedene Indizes der EMIs für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor zusammenfasst, von 56,3 im Oktober auf 57,9 im November.

Der Bericht zitierte eine Rekordzunahme der Geschäftstätigkeit und steigende Aufträge. Dies führte zu höherer Beschäftigung und beispiellosen Preiserhöhungen. In der Folge stieg das Geschäftsklima auf den höchsten Stand seit Mai 2014. In einer Erklärung sagte Chris Williamson, ein Betriebswirtschaftler bei Markit:

Impfstoffnachrichten haben dem US-Dollar geschadet

Die jüngsten Entwicklungen im Bereich der Impfstoffe waren zwar eine gute Sache, aber sie haben dem Dollar-Index allgemein geschadet. Das liegt daran, dass risikofreudige Forex-Anleger ihre Dollar-Positionen geschlossen haben und stattdessen zu anderen Währungen übergegangen sind. In der Tat gehören die Währungen von Schwellenländern wie Südafrika, der Türkei und Mexiko zu den größten Gewinnern.

Die jüngste politische Situation in den USA hat auch andere Währungen begünstigt. Die politischen Risiken, die Analysten erwarteten, wie z.B. Gewalt, sind bislang nicht eingetreten. Tatsächlich hat Donald Trump nach einer Reihe von Gerichtsverlusten seine Verwaltungsbeamten angewiesen, mit Joe Biden zu kooperieren.

US-Dollar-Index - technischer Ausblick

Auf dem Tagesdiagramm stellen wir fest, dass der Dollar-Index in den vergangenen Monaten unter Druck stand. Seit März ist er um mehr als 10% gesunken, der stärkste Rückgang seit Jahren. Beim aktuellen Kurs von 92,46 $ liegt der Index leicht unter dem 78,6%igen Fibonacci-Retracement-Level. Außerdem liegt er unter dem wichtigen Widerstand bei 94,70 $ und dem gleitenden 25-Tage-Durchschnitt. Daher gehe ich davon aus, dass der Index weiter sinken wird, da die Baissiers die nächste Unterstützung bei 91,75 $ anpeilen.