Jeremy Grantham: Der „Great Crash“ wird sich wiederholen

By: Wajeeh Khan
Wajeeh Khan
Wajeeh ist ein aktiver Verfolger des Weltgeschehens, der Technologie, ein begeisterter Leser und spielt in seiner Freizeit gerne Tischtennis. mehr lesen.
on Jan 21, 2022
  • Der Referenzindex S&P 500 ist im Januar um mehr als 7% gefallen
  • Jeremy Grantham meint, der Index könnte bis auf 2.500 Punkte fallen
  • Der Milliardär und Investor ist überzeugt, dass sich die US-Aktien in einer "Superblase" befinden

Der S&P 500-Index hat in diesem Monat mehr als 7% verloren, aber der Milliardär und Investor Jeremy Grantham warnt, dass dies nur ein Vorgeschmack auf das ist, was in nicht allzu ferner Zukunft auf uns zukommen wird.

Grantham sieht Abwärtstrend bis zur 2.500

In einem Interview mit Bloomberg Front Row sagte Grantham, dass die Benchmark bis auf 2.500 fallen könnte, was einem Abwärtstrend von 42% entspräche, da sich die US-Aktien in einer „Superblase“ befänden. Er fügte hinzu:

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Vor einem Jahr war ich mir bei dieser Blase nicht ganz so sicher wie bei der Technologieblase im Jahr 2000, bei der japanischen Blase oder bei der Immobilienblase im Jahr 2007. Ich hielt es für sehr wahrscheinlich, aber vielleicht nicht für nahezu sicher. Heute bin ich der Meinung, dass es so gut wie sicher ist.

Der Mitbegründer der Vermögensverwaltungsgesellschaft GMO sagte auch voraus, dass ein Eingreifen der US-Notenbank den Abstieg nicht aufhalten wird. Vielmehr sei die Superblase ein Ergebnis der schlechten Geldpolitik der letzten zweieinhalb Jahrzehnte.

Gibt es Beweise, die seine pessimistische Sichtweise unterstützen?

Grantham sieht in der Underperformance des Russell 2000 im Jahr 2021, einem starken Rückgang des Ark Innovation ETF von Cathie Wood und dem Meme-Aktienrausch Anzeichen dafür, dass die Superblase kurz vor dem Platzen steht.

Diese Checkliste für eine Superblase, die ihre Phasen durchläuft, ist nun vollständig, und der wilde Tumult kann jederzeit beginnen. Wenn der Pessimismus auf die Märkte zurückkehrt, stehen wir vor dem größten potenziellen Abschlag auf das gefühlte Vermögen in der Geschichte der USA.

Seiner Meinung nach könnte der bevorstehende Crash ähnlich wie der große Crash von 1929 oder der Zusammenbruch von Aktien und Immobilien in Japan Ende der 1980er Jahre verlaufen. Sein Ausblick unterscheidet sich deutlich von dem von Michael Sheldon, der den Aktienmarkt für das Jahr 2022 weiterhin konstruktiv einschätzt.

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