Sony startet nach der Übernahme von Amber die japanische Kryptobörse S.BLOX

Sony startet nach der Übernahme von Amber die japanische Kryptobörse S.BLOX
Rony Roy
01. Juli 2024, 09:34 AM
  • Sony hat WhaleFin übernommen und in S.BLOX Co. umbenannt, um seine Krypto-Handelsdienste zu verbessern.
  • Das Design der Plattform wird komplett überarbeitet und es wird eine neue mobile App zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit geben.
  • S.BLOX wird die unterstützten Währungen und Funktionen erweitern.

Der Tech-Riese Sony wagt sich in den Kryptowährungssektor. Der 100 Milliarden Dollar schwere japanische Mischkonzern benennt in diesem Zusammenhang eine lokale Krypto-Handelsplattform um.

Laut einer Erklärung hat Sony WhaleFin übernommen und in S.BLOX Co. umbenannt. Die Plattform wird unter dem Dach von Sony mit anderen Unternehmen zusammenarbeiten, um Mehrwert für ihre Krypto-Handelsdienste zu generieren.

Sonys Vorstoß in den Kryptowährungsmarkt

Der Schritt folgt auf die Übernahme des in Singapur ansässigen Market Makers Amber durch Sony im August 2023. Die Übernahme erfolgte über Quetta Web Co., Ltd., eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Sony Group Corporation.

In der Zwischenzeit wurde WhaleFin, zuvor DeCurret genannt, 2022 zunächst von der japanischen Tochtergesellschaft der Amber Group übernommen und in WhaleFin umbenannt.

Nach dem Zusammenbruch von FTX Ende 2022 geriet die Amber Group in finanzielle Schwierigkeiten. Etwa 10 % des Handelskapitals der Gruppe befanden sich damals auf der nicht mehr existierenden FTX-Plattform.

Als Reaktion auf die Implosion führte die Gruppe im Rahmen ihrer finanziellen Umstrukturierung eine Schulden-Eigenkapital-Transaktion mit Fenbushi Capital durch.

Im April 2023 gab der Konzern bekannt, dass er seine japanische Einheit verkaufen will.

Anschließend hat Sony im Rahmen seiner Pläne, in den Kryptowährungssektor einzusteigen, die Amber Group übernommen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung waren die genauen Bedingungen des Deals noch nicht bekannt.

Im Rahmen der Übernahme wird S.BLOX sein Design und seine Benutzeroberfläche komplett überarbeiten. Die Plattform wird außerdem eine mobile Anwendung einführen, um die Benutzerfreundlichkeit weiter zu verbessern.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wurde noch kein Starttermin angegeben. In der Pressemitteilung wurde jedoch darauf hingewiesen, dass die Plattform die unterstützten Währungen und Funktionen erweitern wird.

Unterdessen gab Sota Watanabe, Gründer und CEO von Startale Labs, in einem X-Post bekannt, dass der externe Direktor von Startale die neue Kryptobörse von Sony leiten wird.


Der Sony-Konzern hatte im September 2023 seine Pläne für ein Joint Venture mit Startail Labs angekündigt. Ziel sei die Entwicklung einer globalen Infrastruktur zur Unterstützung von Web3-Initiativen über ein eigenes öffentliches Blockchain-Netzwerk.

Sony stand im selben Jahr auch hinter einer Startkapitalfinanzierung von 500 Millionen Yen durch Startail Labs.

Sonys Geschichte mit Web3

Dies ist nicht Sonys erster Vorstoß in den Web3-Bereich. Der Technologieriese hatte zuvor ein Patent für „superfungible Token“ angemeldet, um NFTs als handelbare In-Game-Assets zu verwenden.

Der PlayStation-Hersteller hatte sich im Februar 2023 mit Astar Network für ein Web3-Inkubationsprogramm zusammengetan. Außerdem kündigte er im Vorjahr ein bewegungsverfolgendes Metaverse-Wearable namens Mocopi an.

Vor Kurzem ist Sony eine Partnerschaft mit dem deutschen Technologieriesen Siemens eingegangen. Die beiden Unternehmen planen, im Jahr 2024 ein Mixed-Reality-Headset auf den Markt zu bringen, das sich speziell an Entwickler richtet.