Aston Martin sammelt 125 Millionen Pfund ein – inmitten von Befürchtungen wegen US-Zöllen und der Verlangsamung des Wachstums in China.

Aston Martin sammelt 125 Millionen Pfund ein – inmitten von Befürchtungen wegen US-Zöllen und der Verlangsamung des Wachstums in China.
Diya Poddar
31. März 2025, 10:17 AM
  • Die Finanzierung umfasst den Verkauf von Anteilen an einem Formel-1-Team und 52,5 Millionen Pfund von Yew Tree.
  • Strolls Anteil soll von 27,7 % auf 33 % steigen, weitere Erhöhungen sind geplant.
  • Aktien steigen um 5,7 %, aber die zugrunde liegenden Verluste und Lieferprobleme bestehen weiterhin.

Aston Martin hat über 125 Millionen Pfund (161,9 Millionen Dollar) an neuen Finanzmitteln gesichert, um angesichts des zunehmenden finanziellen Drucks und der sich verändernden globalen Nachfrage auf Kurs zu bleiben.

Der Luxusautohersteller, bekannt für sein James-Bond-Erbe, gab frisches Kapital durch eine Kombination aus Investitionen seines Vorsitzenden und dem Verkauf eines Anteils an seinem Formel-1-Team bekannt.

Das Unternehmen kämpft mit der schwachen Nachfrage aus China, anhaltenden Lieferverzögerungen und den Folgen von Unterbrechungen der Lieferkette.

Die Ankündigung vom Montag ist die sechste Kapitalerhöhung von Aston Martin seit der Übernahme durch Lawrence Stroll im Jahr 2020.

Formel-1-Teamanteil verkauft, um Kapital freizusetzen

Aston Martin wird einen Teil der Mittel durch den Verkauf eines Teils seiner Anteile am Aston Martin Aramco Formel-1-Team generieren.

Das Unternehmen nannte den Käufer zwar nicht, bestätigte aber, dass der Deal einen Aufschlag auf den aktuellen Buchwert von rund 74 Millionen Pfund ermöglichen würde.

Dieser Anteilsverkauf ist ein strategischer Schritt, um ein nicht zum Kerngeschäft gehörendes Vermögen in Liquidität umzuwandeln, während das Unternehmen seine globalen Expansions- und Produktionspläne neu ausrichtet.

Der Autohersteller hat die Größe des zu verkaufenden Anteils nicht bekannt gegeben.

Die Formel-1-Einheit, die in den letzten Saisons an Sichtbarkeit gewonnen hat, befindet sich weiterhin teilweise im Besitz von Chairman Stroll.

Der Verkauf soll Aston Martins finanzielle Flexibilität stärken, während das Unternehmen mit einem volatilen globalen Umfeld konfrontiert ist, das von Unsicherheit bei den Zöllen und rückläufigen Verkäufen in wichtigen internationalen Märkten geprägt ist.

Strolls Anteil steigt auf 33 %.

Das Yew Tree Consortium von Chairman Lawrence Stroll wird weitere 52,5 Millionen Pfund (68,0 Millionen Dollar) investieren, indem es 75 Millionen Aston Martin-Aktien zu je 70 Pence kauft, ein Aufschlag von 7 % auf den Schlusskurs von 65,4 Pence am Freitag.

Die neue Vereinbarung erhöht Yew Trees Anteil von etwa 27,7 % auf ungefähr 33 % und überschreitet damit die 30 %-Schwelle, die nach den britischen Börsenregeln in der Regel ein Übernahmeangebot an die verbleibenden Investoren erfordert.

Um diese Anforderung zu umgehen, wird Yew Tree bei den Aufsichtsbehörden einen Verzicht beantragen.

Aston Martin bestätigte, dass Yew Tree Interesse an einer möglichen weiteren Erhöhung seiner Beteiligung auf bis zu 35 % gezeigt hat.

Stroll hat seit 2020 bereits fast 600 Millionen Pfund (778 Millionen Dollar) in das Unternehmen investiert und ist damit einer seiner einflussreichsten Anteilseigner.

Lieferverzögerungen und die Nachfrage aus China belasten die Prognosen.

Die Finanzierung erfolgt, während Aston Martin weiterhin mit operativen Herausforderungen zu kämpfen hat.

Das Unternehmen hatte Schwierigkeiten, Liefertermine einzuhalten, und seine Leistung in China, einem wichtigen Markt für Luxusfahrzeuge, bleibt enttäuschend.

Lieferkettenprobleme in Verbindung mit makroökonomischen Belastungen haben den Automobilhersteller zu Kostensenkungsmaßnahmen gezwungen, darunter eine Reduzierung der Belegschaft um 5 %.

Am Montag revidierte Aston Martin seine Prognose für 2025 und erklärte, man erwarte nun nur noch ein „bescheidenes Wachstum“ des jährlichen Fahrzeugvolumens.

Dies ist eine Herabstufung gegenüber der früheren Prognose eines Wachstums im mittleren einstelligen Prozentbereich.

Die Anpassung ist teilweise auf neue US-Zolldrohungen unter der Trump-Regierung zurückzuführen, die sich auf die Preisgestaltung und Wettbewerbsfähigkeit britischer Luxusautos auf dem amerikanischen Markt auswirken könnten.

Trotz des finanziellen Drucks stiegen die Aston Martin-Aktien nach der Ankündigung im frühen Handel um 5,7 % auf 69 Pence.

Die Anlegerstimmung scheint durch das frische Kapital und Strolls anhaltendes Engagement beflügelt zu sein.

Die finanzielle Lage des Unternehmens bleibt jedoch angespannt, und die Notwendigkeit, innerhalb von fünf Jahren zum sechsten Mal Kapital aufzunehmen, deutet auf anhaltende strukturelle Probleme hin.

Die jüngste Kapitalerhöhung mag kurzfristige Liquiditätssorgen lindern, doch angesichts des harten globalen Wettbewerbs, steigender regulatorischer Hürden und makroökonomischer Gegenwinde in wichtigen Märkten bleiben Fragen zur langfristigen Strategie von Aston Martin bestehen.