S&P und Nasdaq steigen, während Anleger auf Klarheit über US-Zölle warten; Johnson & Johnson fällt, PVV Corp springt nach oben.

S&P und Nasdaq steigen, während Anleger auf Klarheit über US-Zölle warten; Johnson & Johnson fällt, PVV Corp springt nach oben.
Sayantan Sarkar
01. Apr. 2025, 19:11 PM
  • Der S&P 500 lag im Plus, zeigte aber Volatilität, da die Anleger auf Klarheit über die US-Zollpolitik warteten.
  • Die Umfrage des Institute for Supply Management zur Fertigungsindustrie deutete auf eine Schrumpfung der US-Wirtschaft hin.
  • Die Aktien von Johnson & Johnson fielen um 5 %, nachdem ein Richter den vorgeschlagenen Vergleich in Höhe von 10 Milliarden Dollar abgelehnt hatte.

Der S&P 500 zeigte am Dienstag Volatilität und schloss im Plus.

Die Anleger warteten auf Klarheit von US-Präsident Donald Trump bezüglich der Zollpolitik, und schwächer als erwartet ausgefallene Wirtschaftsdaten setzten die Wall Street zusätzlich unter Druck.

Der breite Marktindex lag 0,5 % über dem Schlusskurs des Vortages.

Der Dow Jones Industrial Average stieg am Dienstag um 0,2 %, während der Nasdaq Composite um 1 % zulegte.

Die Umfrage des Institute for Supply Management zum verarbeitenden Gewerbe deutete auf eine Schrumpfung der US-Wirtschaft hin, und das Bureau of Labor Statistics berichtete, dass die Zahl der offenen Stellen unter den Erwartungen lag.

Aufgrund der drohenden Zölle und der schwächer als erwartet ausgefallenen Wirtschaftsdaten sank das Anlegervertrauen am Dienstag.

„Normalerweise freuen sich Anleger nach einem enttäuschenden ersten Quartal auf bessere Chancen in der Zukunft“, sagte David Morrison, leitender Marktanalyst bei Trade Nation.

„Und der Grund für diese Unsicherheit sind natürlich Trumps Zölle. Präsident Trump hat ‚Vergeltungszölle‘ auf alle US-Handelspartner sowie einen 25-prozentigen Aufschlag auf US-Autoimporte ab morgen, oder ‚Befreiungstag‘, wenn Sie Mitglied der Trump-Administration sind, angekündigt“, fügte Morrison hinzu.

Die Trump-Regierung erwägt laut einem Bericht der Washington Post vom Dienstag die Einführung von Zöllen in Höhe von etwa 20 % auf die meisten Importe in die USA.

Der Bericht, der sich auf drei mit der Angelegenheit vertraute Quellen beruft, betonte, dass noch keine endgültige Entscheidung getroffen wurde.

Morrison bemerkte:

Die Zahl der offenen Stellen in den USA sinkt.

Der Arbeitsmarkt normalisierte sich im Februar weiter von dem massiven Angebots-Nachfrage-Schock der Pandemie, und die Zahl der offenen Stellen ging leicht zurück.

Laut einem am Dienstag veröffentlichten Bericht des Bureau of Labor Statistics sank die Zahl der offenen Stellen von Januar bis auf 7,57 Millionen um 194.000. Diese Zahl liegt leicht unter der Dow-Jones-Schätzung von 7,6 Millionen.

Das Verhältnis von offenen Stellen zu verfügbaren Arbeitskräften sank auf 1,07 zu 1, und die Quote der offenen Stellen als Anteil der Erwerbsbevölkerung verringerte sich um 0,2 Prozentpunkte auf 4,5 %.

Die Erhebung zu offenen Stellen und Arbeitsplatzwechseln ergab, dass andere Kennzahlen zu Kündigungen, Neueinstellungen, Entlassungen und Abgängen nur minimale Veränderungen aufwiesen.

Johnson & Johnson gibt nach.

Die Aktien von Johnson & Johnson verzeichneten nach der Ablehnung des vorgeschlagenen 10-Milliarden-Dollar-Vergleichs durch einen US-Konkursrichter einen Rückgang von über 5 %.

Diese Einigung sollte Tausende von Klagen beilegen, in denen behauptet wurde, dass die talkumbasierten Produkte von Johnson & Johnson, darunter das bekannte Babypuder, bei Anwenderinnen Eierstockkrebs verursacht hätten.

Die Entscheidung des Richters bedeutet, dass Johnson & Johnson sich nun diesen Klagen vor Gericht stellen muss, was möglicherweise zu einem langwierigen und kostspieligen Rechtsstreit führen wird.

Diese Entwicklung hat die Anleger verständlicherweise verunsichert und zu einem Kursrückgang der Unternehmensaktie geführt.

Der Ausgang dieser Klagen wird nicht nur erhebliche Auswirkungen auf die finanzielle Gesundheit von Johnson & Johnson haben, sondern auch auf dessen Ruf und die Zukunft seiner talkumbasierten Produkte.

PVH Corp. verzeichnet starke Gewinne im vierten Quartal

Nach der Veröffentlichung des Ergebnisses für das vierte Quartal verzeichnete die PVH Corp, die Muttergesellschaft der bekannten Modemarken Calvin Klein und Tommy Hilfiger, einen deutlichen Anstieg ihres Aktienkurses um 17,4 %.

Das Unternehmen übertraf die Markterwartungen und meldete einen bereinigten Gewinn je Aktie (EPS) von 3,27 US-Dollar bei einem Umsatz von 2,37 Milliarden US-Dollar.

Diese Leistung übertraf die Konsensschätzungen der von LSEG befragten Analysten, die einen Gewinn je Aktie (EPS) von 3,21 $ und einen Umsatz von 2,33 Milliarden $ prognostiziert hatten.

Die stärker als erwartet ausgefallenen Ergebnisse lassen sich auf mehrere Faktoren zurückführen, darunter der robuste Absatz von Calvin Klein- und Tommy Hilfiger-Produkten, insbesondere auf internationalen Märkten.