Cramer macht sich Sorgen um Apple: Hier ist der Grund.

Cramer macht sich Sorgen um Apple: Hier ist der Grund.
Ananthu C U
22. Mai 2025, 19:40 PM
  • Apple hat kürzlich seinen Titel als das wertvollste Unternehmen der Welt verloren.
  • Cramer befürchtet, dass Apple durch Kartellrechtsstreitigkeiten Einnahmen aus leicht zu generierenden Umsätzen verlieren wird.
  • Die geopolitische Unsicherheit, die durch die Politik des US-Präsidenten Donald Trump verursacht wird, bereitet auch Cramer Sorgen.

Der bekannte Investor Jim Cramer gibt zu, dass er sich Sorgen um Apple macht, eine Aktie, die er seit über einem Jahrzehnt besitzt.

Cramer befürchtet, dass Apple durch regulatorische Auseinandersetzungen, geopolitischen Druck und den jüngsten Schritt von OpenAI leicht zu erzielende Einnahmen verliert.

Apple verlor im April seinen Titel als das wertvollste Unternehmen der Welt, da seine Marktkapitalisierung unter die von Microsoft sank.

Nvidia hat auch die Bewertung des iPhone-Herstellers überholt, da Apple nun mit einer Bewertung von 3 Billionen US-Dollar als drittwertvollstes Unternehmen gehandelt wird.

In den Ergebnissen des zweiten Quartals übertrafen die Gewinne des Unternehmens die Schätzungen, obwohl die iPhone-Verkäufe um 10 % einbrachen.

Am Donnerstag fielen die Apple-Aktien um 0,13 %, und die Aktie ist im bisherigen Jahresverlauf um 17 % gefallen.

Leicht verdientes Geld verlieren.

Cramer weist darauf hin, dass das erste große Problem für Apple darin besteht, 20 Milliarden Dollar von Google zu verlieren, aufgrund des Kartellrechtsstreits gegen Googles Muttergesellschaft Alphabet.

Berichten zufolge zahlt Alphabet Apple jährlich 20 Milliarden US-Dollar, um sicherzustellen, dass Google die Standard-Suchmaschine auf iPhone und iPad ist.

Im US-amerikanischen Kartellverfahren gegen Google wegen dessen Monopolstellung auf dem Suchmaschinenmarkt.

Cramer sagte zwar, Apple könne das Geld auch auf andere Weise verdienen, beispielsweise indem es anderen Suchplattformen Gebühren auferlegt, aber das „Alphabet-Geschäft brachte 1 Dollar pro Aktie an leichten Gewinnen ein, die jetzt wegfallen könnten“, so Cramer.

Rechtliche Auseinandersetzungen

Der Rechtsstreit von Apple mit Epic Games, dem Entwickler von Fortnite, ist ein weiteres Anliegen für Cramer.

Der Streit zwischen Apple und Epic Games über App Store-Zahlungen könnte laut Cramer zu einem weiteren Rückgang von 30 Cent im Gewinn je Aktie des Unternehmens führen.

Kürzlich kritisierte ein Bundesrichter Apple scharf wegen der Nichteinhaltung der Anordnung, den App Store für alternative Zahlungsmethoden zu öffnen.

Der Richter hatte entschieden, dass das in Cupertino ansässige Unternehmen damit aufhören müsse, Gebühren für Zahlungen zu erheben, die außerhalb des Apple-Zahlungssystems getätigt werden.

Apple berechnet eine Provision von 30 % auf Zahlungen, die im App Store getätigt werden.

Das Spiel Fortnite ist jetzt im Apple Store erhältlich, fünf Jahre nachdem Apple es entfernt hatte.

Trump-Faktor

Apples Pläne, die Produktion von China nach Indien zu verlagern, stoßen ebenfalls auf ein potenzielles Hindernis, da US-Präsident Donald Trump mehr verlangt.

Trump kritisierte kürzlich Apples Entscheidung, in Indien zu produzieren.

Trump möchte, dass Apple in den USA produziert, was zu einer 13-fachen Erhöhung der Herstellungskosten führen würde.

Dieser Schritt würde Apples Gewinnmarge bei seinem Flaggschiffprodukt von 450 US-Dollar auf nur 60 US-Dollar reduzieren, wenn die Preise nicht erhöht werden.

Cramer weist auch darauf hin, dass dies ein Problem darstellt, da die Herstellung von iPhones in den USA „einen der großen amerikanischen Erfolge im Wettbewerb mit dem Smartphone-Hersteller Samsung, einem koreanischen Unternehmen“, untergraben könnte, sagte er.

Er sagt, ohne Trumps Zustimmung würde Apple massenhaft Schaden erleiden.

Der Moderator von CNBCs „Mad Money“ sagte außerdem, dass US-Regulierungsbehörden Apples jüngsten Deal mit Alibaba untersuchen.

Cramer sagte, diese Partnerschaft sei die beste Quelle für neue Geschäfte von Apple in China.

Er fügt hinzu, dass diese Abkommen, die einst als amerikanische Stärke galten, nun als US-Schwäche und als Vorteil für China angesehen werden.

OpenAI-Bedrohung

Auch die kürzliche Übernahme eines Start-ups durch OpenAI, das von einem ehemaligen Apple-Designchef gegründet wurde, ist für Cramer ein Anliegen.

OpenAIs Vorhaben, KI-fähige Hardware herzustellen, wirft laut Kramer ein Fragezeichen über Apple auf.

Er fügt hinzu, dass er sich zwar keine Sorgen um die langfristigen Aussichten mache, er aber angesichts der aktuellen Lage keine weiteren Aktien kaufen werde.