US-Unternehmensgewinne sinken im ersten Quartal angesichts wirtschaftlicher Unsicherheit

US-Unternehmensgewinne sinken im ersten Quartal angesichts wirtschaftlicher Unsicherheit
Ananthu C U
29. Mai 2025, 17:27 PM
  • Die US-Unternehmensgewinne fielen im ersten Quartal 2025 stark ab und das BIP schrumpfte, da Zölle die Geschäftskosten erhöhten.
  • Die Unternehmensgewinne fielen im ersten Quartal um 118,1 Milliarden Dollar, und das BIP sank um 0,2 %, da Zölle die Kosten belasteten.
  • Unternehmen wie Southwest und Ford haben ihre Jahresprognosen aufgrund der unsicheren wirtschaftlichen Aussichten gesenkt.

Im ersten Quartal 2025 verzeichneten die US-Unternehmensgewinne einen Rückgang von 118,1 Milliarden US-Dollar, nachdem sie im Vorquartal noch um 204,7 Milliarden US-Dollar gestiegen waren, teilte das Bureau of Economic Analysis (BEA) des Handelsministeriums mit.

Gleichzeitig schrumpfte das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) laut zweiter Schätzung um 0,2 % im Jahresvergleich, was einen starken Kontrast zum Wachstum von 2,4 % im vierten Quartal 2024 darstellt.  

Die BEA erklärte:

Zölle erhöhen die Geschäftskosten.

Der Rückgang der Unternehmensgewinne und des BIP wird weitgehend auf die gestiegenen Kosten zurückgeführt, die Unternehmen aufgrund der Einführung von Einfuhrzöllen entstehen.

Diese Zölle haben zu wirtschaftlicher Unsicherheit geführt und sowohl die Geschäftstätigkeit als auch die Stimmung der Verbraucher beeinträchtigt.

Die Erwartung von Zistereaktionen führte zu Veränderungen im Verhalten von Verbrauchern und Unternehmen, darunter die Beschleunigung von Importen und Einkäufen.

Gerichtliche Interventionen bei Zöllen

Die wirtschaftliche Komplexität wird noch dadurch verstärkt, dass ein US-Handelsgericht kürzlich entschieden hat, dass Präsident Donald Trump seine verfassungsmäßigen Befugnisse überschritten hat, indem er umfassende Zölle auf Importe von Handelspartnern erhoben hat.

Das Gericht entschied, dass die Verfassung dem Kongress und nicht dem Präsidenten das ausschließliche Recht einräumt, den internationalen Handel zu regulieren, wodurch die meisten von der Regierung seit Januar erlassenen Zollanordnungen faktisch blockiert wurden.

Obwohl diese Entscheidung Trumps auf Zölle ausgerichtete Handelspolitik einen schweren Schlag versetzte, hat die Regierung Berufung eingelegt.  

Unternehmen und die Fed sind vorsichtig.

Die anhaltende wirtschaftliche Unsicherheit hat dazu geführt, dass mehrere große Unternehmen, insbesondere im Luftfahrt- und Automobilsektor, ihre Finanzprognosen für 2025 und 2026 zurückgezogen oder zurückgehalten haben.

Southwest Airlines hat beispielsweise angesichts der aktuellen makroökonomischen Unsicherheit ihre Prognosen für beide Jahre zurückgenommen.

Ähnlich haben auch Unternehmen wie Ford, Skechers USA und United Parcel Service (UPS) ihre Gewinnprognosen zurückgenommen, was die Herausforderungen bei der Vorhersage der zukünftigen Geschäftsentwicklung angesichts der anhaltenden Zölldispute und der wirtschaftlichen Volatilität widerspiegelt.  

Als Reaktion auf die sich entwickelnde wirtschaftliche Lage räumte die Federal Reserve während ihrer Sitzung vom 6. bis 7. Mai 2025 erhöhte Abwärtsrisiken für Beschäftigung und Wirtschaftswachstum sowie Aufwärtsrisiken für die Inflation ein.

US-Notenbanker haben auch das Risiko einer Rezession in der US-Wirtschaft nicht ausgeschlossen.

Die Protokolle der Fed deuteten auf einen vorsichtigen Ansatz hin und betonten die Notwendigkeit, auf eine größere Klarheit über die wirtschaftlichen Aussichten zu warten, bevor weitere politische Anpassungen vorgenommen werden.  

Outlook

Die Kombination aus sinkenden Unternehmensgewinnen, einem schrumpfenden BIP und den Unsicherheiten im Zusammenhang mit Zollpolitik und Rechtsentscheidungen unterstreicht den fragilen Zustand der US-Wirtschaft Anfang 2025.

Sowohl Unternehmen als auch politische Entscheidungsträger bewegen sich in einem komplexen Umfeld und hoffen, dass bevorstehende Handelsverhandlungen und klarere wirtschaftliche Indikatoren eine stabilere Grundlage für zukünftiges Wachstum schaffen werden.