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Deutschland sagt, DeepSeek sende illegal Daten nach China und fordert Apple und Google auf, die App zu überprüfen

Deutschland sagt, DeepSeek sende illegal Daten nach China und fordert Apple und Google auf, die App zu überprüfen
Utkarsh Roshan
30. Juni 2025, 11:05 AM
  • Die angebliche Übermittlung deutscher Nutzerdaten durch DeepSeek nach China ist nach den EU-Datenschutzbestimmungen "rechtswidrig".
  • Die Behörden haben Apple und Google aufgefordert, eine "zeitnahe Überprüfung" durchzuführen, ob die App verboten werden soll oder nicht.
  • Der Schritt des Berliner Kommissars verschärft die anhaltende Kontrolle über die Aktivitäten von DeepSeek in Europa.

Eine führende deutsche Datenschutzbehörde hat die Tech-Giganten Apple und Google aufgefordert, die Entfernung der chinesischen KI-App DeepSeek von ihren Plattformen in Betracht zu ziehen, da der Dienst angeblich unrechtmäßig Nutzerdaten ohne angemessene Sicherheitsvorkehrungen nach China überträgt.

Meike Kamp, die Berliner Datenschutzbeauftragte, sagte am Freitag, dass die Datenverarbeitungspraktiken von DeepSeek nach der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union "rechtswidrig" seien und dass ihr Büro Apple und Google aufgefordert habe, eine "zeitnahe Überprüfung" einzuleiten, ob die App in ihren jeweiligen Stores verfügbar bleiben sollte.

"DeepSeek war nicht in der Lage, meiner Behörde überzeugend nachzuweisen, dass die Daten deutscher Nutzer in China auf einem Niveau geschützt sind, das dem der Europäischen Union entspricht", sagte Kamp in einer Erklärung und warnte, dass die chinesischen Behörden "weitreichende Zugriffsrechte" auf personenbezogene Daten besitzen, die von Unternehmen unter ihrer Gerichtsbarkeit verarbeitet werden.

DeepSeek, ein chinesisches KI-Unternehmen, das durch den Aufbau eines großen Sprachmodells mit weniger fortschrittlichen Nvidia-Chips zu einem Bruchteil der Kosten der Konkurrenz Aufmerksamkeit erregt hat, hat nicht öffentlich auf die Vorwürfe reagiert.

Gemäß der eigenen Datenschutzerklärung speichert DeepSeek verschiedene Arten von personenbezogenen Daten – einschließlich Benutzeranfragen und hochgeladener Dateien – auf Servern in China.

Der Schritt des Berliner Kommissars verschärft die anhaltende Kontrolle über die Aktivitäten von DeepSeek in Europa.

Die globale Chatbot-KI-App des Unternehmens hat Millionen von Downloads angehäuft, was regulatorische Bedenken hinsichtlich der Einhaltung des Datenschutzes und der grenzüberschreitenden Datenübertragung aufwirft.

Wird es ein breiteres EU-Verbot für DeepSeek geben?

Nach den DSGVO-Regeln ist es Unternehmen untersagt, personenbezogene Daten außerhalb der EU zu übermitteln, es sei denn, das Zielland gewährleistet ein gleichwertiges Schutzniveau – eine Hürde, die China nach Ansicht der EU-Regulierungsbehörden nicht erfüllt.

Wenn die deutschen Erkenntnisse von anderen EU-Datenschutzbehörden bestätigt werden, könnte der Fall den Grundstein für ein regionales Verbot der App legen.

Diese Entscheidung würde jedoch einen Konsens zwischen den nationalen Regulierungsbehörden erfordern.

Sowohl Apple als auch Google haben sich noch nicht dazu geäußert, ob sie auf die Aufforderung der Regulierungsbehörde reagieren werden.

Dies ist nicht das erste Mal, dass DeepSeek unter die Lupe genommen wird.

Im Februar ordnete die italienische Datenschutzbehörde an, dass das Unternehmen den Zugang zu seiner App innerhalb des Landes sperren muss.

Im Januar forderten irische Beamte mehr Informationen über die Datenverarbeitungspraktiken des Unternehmens.

Belgien hat Regierungsbeamten geraten, die Nutzung der Plattform zu vermeiden, und sich auf Datenschutzbedenken berufen.

In Spanien forderte die Verbraucherrechtsgruppe OCU im Februar die Datenschutzbehörde des Landes auf, potenzielle Risiken von DeepSeek zu untersuchen, obwohl kein formelles Verbot umgesetzt wurde.

In der Zwischenzeit bereiten sich die Gesetzgeber in den Vereinigten Staaten auf die Einführung eines Gesetzes vor, das es Exekutivbehörden verbieten würde, in China entwickelte KI-Modelle zu verwenden, was ein weiteres Signal für eine wachsende Kontrolle der in China entwickelten KI-Tools in westlichen Gerichtsbarkeiten ist.

Wenn die Warnung der Berliner Aufsichtsbehörde zu weiteren Durchsetzungsmaßnahmen oder der Entfernung von App-Stores führt, könnte DeepSeek den Zugang zu einem wichtigen Markt verlieren, und das zu einer Zeit, in der die Besorgnis über den chinesischen Zugang zu europäischen Nutzerdaten wächst.