Diese KI hat gerade einen Job bei Goldman Sachs bekommen. Und es übertrifft bereits den Menschen

  • Goldman Sachs pilotiert den KI-Ingenieur Devin, der von Cognition entwickelt wurde.
  • Devin kann Apps erstellen, Legacy-Code aktualisieren und die Arbeit selbst überprüfen.
  • Auch Wall-Street-Firmen wie JPMorgan und Morgan Stanley setzen auf KI.

Goldman Sachs hat gerade einen Schritt gemacht, der an der Wall Street für Stirnrunzeln sorgen könnte: Sie haben eine KI als Software-Ingenieur an Bord geholt.

Es scheint ein kalkulierter Schritt zu sein, um zu überdenken, wie Technologie in den Alltag der Hochfinanz passt.

Und wenn überhaupt, dann signalisiert es, dass die Zukunft der Arbeit selbst in der zugeknöpften Welt des Investmentbankings schneller kommt, als die meisten erwartet haben.

Die KI, die als Devin bekannt ist und vom Startup Cognition entwickelt wurde, hat bereits begonnen, mit ihren Programmierkünsten für Aufsehen zu sorgen.

In einigen Fällen geht es nicht nur darum, mit menschlichen Ingenieuren Schritt zu halten, sondern sie sogar zu übertreffen.

Was ist Devin anders?

Die meisten KI-Tools haben sich bisher eher wie digitale Sidekicks verhalten, die sich gut für Dinge wie das Zusammenfassen von E-Mails, das Verfassen von Texten oder das Helfen bei Code-Bits eignen.

Bei Devin ist das anders. Es ist Teil einer neuen Welle dessen, was als "agentische KI" bezeichnet wird, Systeme, die große, komplizierte Aufgaben übernehmen können, ohne dass ständig menschliche Eingaben erforderlich sind.

In frühen Demos und Tests hinter den Kulissen hat Devin gezeigt, dass es in der Lage ist, vollständige Anwendungen von Grund auf neu zu erstellen, veraltete Systeme zu aktualisieren und Aufgaben zu erledigen, für die normalerweise ein ganzes Team erfahrener Ingenieure erforderlich wäre.

Goldman Sachs, die Heimat von rund 12.000 menschlichen Software-Ingenieuren, testet nun das Wasser mit Devin, und wenn alles gut läuft, könnte das erst der Anfang sein.

Je nachdem, wie es abschneidet, kann das Unternehmen schließlich Hunderte, vielleicht sogar Tausende ähnlicher KI-Agenten einstellen.

Dies ist Teil eines wachsenden Wandels in der Finanzwelt, in der Unternehmen auf Tools wie GitHub Copilot und Gemini Code Assist zurückgreifen, um die Programmierarbeit zu rationalisieren und die Gesamteffizienz zu steigern.

Auch große Namen wie JPMorgan Chase und Morgan Stanley sitzen nicht an der Seitenlinie.

Sie haben KI-Tools für Zehntausende von Mitarbeitern eingeführt und damit den wachsenden Ruf der Wall Street als einer der schnellsten Anwender modernster Technologie gestärkt.

Können sie den Menschen wirklich übertreffen?

Was wirklich für Aufsehen sorgt, ist die Behauptung, dass Devin in einigen Bereichen bereits besser abschneidet als menschliche Ingenieure.

Der Tech-Chef von Goldman, Marco Argenti, sagt, dass die KI früheren Tools nicht nur "meilenweit" voraus ist, sondern auch leistungsfähiger, wenn es darum geht, die Art von mühsamer, hochriskanter Arbeit wie die Modernisierung alter Codebasen zu bewältigen.

Die Ingenieure des Unternehmens haben bereits einen Produktivitätssprung von bis zu 20 % mit KI-Copiloten erlebt, und es besteht wachsende Zuversicht, dass fortschrittlichere Systeme wie Devin diese Gewinne noch weiter steigern könnten.

Goldman Sachs blickt in eine Zukunft, in der KI-Agenten nicht nur Werkzeuge sind, sondern tatsächliche Mitwirkende, die in der Lage sind, Probleme zu durchdenken, bei der Arbeit zu lernen und sogar ihre eigene Arbeit zu überprüfen.

Die Technologie ist noch nicht perfekt, aber die Führung der Bank sieht ein enormes Potenzial.

Sie glauben, dass die Kombination von menschlicher Kreativität mit der Geschwindigkeit und Präzision der KI ein neues Maß an Produktivität und Innovation auf breiter Front freisetzen könnte.