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Brasiliens Petrobras steht vor einer Hürde für Umweltlizenzen im Amazonasbecken

Brasiliens Petrobras steht vor einer Hürde für Umweltlizenzen im Amazonasbecken
Noris Soto
26. Sept. 2025, 17:45 PM
  • Petrobras fällt bei einem Teil des Umwelttests für die Bohrlizenz im Amazonasgebiet durch und muss Tierrettungsplan überarbeiten.
  • Die simulierte Rettung zeigte betriebliche Risiken auf, einschließlich Bootsverwicklungen und Sicherheitslücken bei Piloten.
  • Unternehmen soll Plan bis Freitag erneut vorlegen; Lizenz wird erwartet, sobald die Mängel behoben sind.

Die staatliche brasilianische Ölgesellschaft Petrobras (PETR3. RA), wurde aufgrund einer behördlichen Anordnung eine begehrte Lizenz für Bohrungen im ökologisch sensiblen Foz do Amazonas-Becken verweigert.

Petrobras hat die allgemeine Umweltprüfung bestanden, aber eine der Anforderungen an Tierrettungsverfahren nicht erfüllt , wie aus einer Überprüfung hervorgeht, die am Mittwoch von der Umweltbehörde des Landes, Ibama, veröffentlicht wurde.

Im technischen Bericht von Ibana heißt es, dass der vom Unternehmen vorgeschlagene Plan "nicht in der Lage ist, angemessene Maßnahmen für die Pflege der Tiere zu gewährleisten".

Diese Entscheidung hat Petrobras gezwungen, seinen Notfallplan zu ändern, was erforderlich ist, damit das staatliche Unternehmen den seit über 30 Jahren bestehenden Antrag auf Bohrungen in der Offshore-Region des Amazonasgebiets fortsetzen kann.

Ibama sagte in einer Erklärung gegenüber Reuters, dass Petrobras den neuen Plan vorlegen müsse, aber dass es keine neue Simulation durchführen müsse, bevor die Lizenz genehmigt werde.

Petrobras antwortete, dass es plane, den überarbeiteten Notfallplan am Freitag erneut vorzulegen. Die Behörde gab eine neue Simulation heraus, die notwendig sein würde, wenn diese Bohrungen durchgeführt würden, was nach Angaben des Unternehmens eine zivile Lizenzierungsroutine ist.

Strategische Bedeutung des Einzugsgebiets von Foz do Amazonas

Das Foz do Amazonas-Becken vor dem brasilianischen Amazonas-Bundesstaat Amapa ist Petrobras' wichtigste Explorationsgrenze für Öl. Die Region weist geologische Ähnlichkeiten mit Guyana auf, wo Exxon Mobil (XOM. S) arbeitet an großen Ölprojekten. Analysten bezeichnen das Becken als eine wichtige langfristige Produktionssäule für Petrobras.

Ein leitender Angestellter von Petrobras sagte gegenüber Reuters, der anonym bleiben wollte, dass die Lizenz zwar der behördlichen Genehmigung unterliege, die Lizenz aber "unweigerlich" erteilt werde.

Die Firma klingt hoch, dass die Abwicklung der Tierrettungsagenda die Bohrarbeiten innerhalb einer angemessenen Zeit voranbringen kann.

Simulierte Rettung exponierte Betriebsrisiken

Die Bewertung von Ibana bezog sich auf den Prozess einer Rettungsaktion für Tiere, die von Petrobras durchgeführt wurde. Das Unternehmen ersetzte in der Simulation reale Tiere durch Spielzeug und fügte hinzu, dass die Tiere innerhalb von 24 Stunden in ein Veterinärzentrum transportiert werden mussten. Die Vorfälle spielten sich während dieser Übung in drei verschiedenen Ereignissen ab.

So verfing sich zum Beispiel ein Petrobras-Schiff in einem Fischernetz. Ein Boot lief auf einer Sandbank auf Grund, und es gab auch einen Beinahe-Zusammenstoß mit einem anderen Schiff. Sie hoben einige operationelle Risiken hervor, die sich in einer realen Krise manifestieren könnten.

In dem Bericht wurden auch Probleme mit der Sicherheit des Personals hervorgehoben. Die an der Simulation teilnehmenden Flugzeugpiloten wurden offenbar nicht mit geeigneter Schutzkleidung ausgestattet, um sie vor giftigen Dämpfen von verölten Tieren zu schützen. Die Einschätzung von Ibana legt nahe, dass diese Mängel behoben werden müssen, bevor die "Arbeit in der realen Welt" beginnt.

Nächste Schritte für Petrobras

Die Organisation hat sich verpflichtet, die von Ibama festgestellten Probleme zu beheben und geht davon aus, den überarbeiteten Notfallplan bald vorzulegen.

Obwohl keine weitere Simulation erforderlich ist, bevor die Lizenz erteilt wird, muss Petrobras eine neue Übung durchführen, sobald die Bohrungen beginnen. Dieses Bewertungs- und Testverfahren steht im Einklang mit den typischen Praktiken in der brasilianischen Umweltgenehmigungsstruktur.

Der Fall unterstreicht die Schwierigkeiten, die Ölförderung mit dem Umweltschutz in einem der ökologisch fragilsten Gebiete der Welt in Einklang zu bringen.

Regulierungsbehörden, Interessengruppen und Umweltschützer werden die Fähigkeit von Petrobras, effektive Rettungs- und Sicherheitsmaßnahmen einzusetzen, genau beobachten.

Das Einzugsgebiet von Foz do Amazonas ist für Petrobras nach wie vor ein Projekt mit hoher Priorität und enormem strategischem Wert. Die jüngste Ibama-Evaluierung zeigt jedoch, dass selbst technisch kompetente Energiekonzerne schwierige Umweltauflagen überwinden müssen, um in Brasiliens Offshore-Gebieten tätig zu werden.