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Indiens Handelsstrategie in Gefahr: NITI Aayog fordert höhere China-Exporte und niedrigere Zölle

  • Indiens Handelsstrategie ist gefährdet und erfordert erhöhte Exporte nach China und reduzierte Rohstoffzölle.
  • Die US-Zölle auf indische Waren erfordern eine Diversifizierung der Exporte und niedrigere Herstellungskosten.
  • Im Jahr 2024 gingen Indiens Exporte nach China um 7 % zurück, während die Importe um 10 % stiegen, was auf Elektronik und Chemikalien zurückzuführen ist.

Am Montag erklärte der Leiter eines Think-Tanks für Regierungspolitik, dass Indiens Handelsstrategie Gefahr laufe, auf den Weltmärkten hinterherzuhinken.

Um dies zu vermeiden, muss Indien seine Exporte nach China erhöhen und die Einfuhrzölle auf Rohstoffe senken.

B.V.R. Subrahmanyam, CEO von NITI Aayog, einem Think-Tank für Regierungspolitik, erklärte bei der Veröffentlichung des vierteljährlichen Trade Watch-Berichts, dass die Zusammenarbeit mit China entscheidend für die Ankurbelung der indischen Produktionsexporte ist, zumal Asien voraussichtlich das globale Wachstum anführen wird.

Subrahmanyam wurde in einem Reuters-Bericht mit den Worten zitiert:

Er sprach auf einer Pressekonferenz und hob den entscheidenden Beitrag Chinas zu Indiens Exporten hervor.

Die Regierung von Premierminister Narendra Modi verfolgt aktiv eine Strategie zur Diversifizierung der indischen Exportmärkte und zur Senkung der Herstellungskosten.

Auswirkungen der US-Zölle und der Diversifizierung

Diese Initiative erfolgt im Zuge erheblicher Handelsspannungen mit den Vereinigten Staaten.

Konkret hat US-Präsident Donald Trump mit Wirkung vom 27. August eine erhebliche Erhöhung der Zölle auf indische Waren auf bis zu 50 % eingeführt.

Dieser Schritt war eine direkte Reaktion auf die fortgesetzten Käufe von russischem Öl durch Indien, ein Streitpunkt für die US-Regierung.

Die neuen Zölle haben für Indien die dringende Notwendigkeit geschaffen, neue internationale Märkte für seine Produkte zu erschließen und die Wettbewerbsfähigkeit seines heimischen Fertigungssektors durch Senkung der Produktionskosten zu verbessern.

Diese strategische Verschiebung zielt darauf ab, die wirtschaftlichen Auswirkungen der erhöhten Zölle abzumildern und Indiens Position in der globalen Handelslandschaft zu stärken.

Handelsdynamik mit China

Im Jahr 2024 erlebte Indien eine bemerkenswerte Verschiebung in seinen Handelsbeziehungen mit China, die durch einen Rückgang der Exporte und einen erheblichen Anstieg der Importe gekennzeichnet war.

Die indischen Exporte nach China gingen um 7 % zurück und erreichten insgesamt 15,1 Milliarden US-Dollar.

Dieser Rückgang deutet auf eine mögliche Abkühlung der Nachfrage nach indischen Waren auf dem chinesischen Markt oder vielleicht auf eine Diversifizierung der indischen Exportziele hin.

Umgekehrt stiegen die indischen Importe aus China deutlich um 10 % auf beeindruckende 109,4 Milliarden US-Dollar.

Dieser Anstieg ist in erster Linie auf höhere Lieferungen kritischer Artikel, einschließlich elektronischer Güter und Chemikalien, zurückzuführen.

Die wachsende Abhängigkeit von chinesischen Elektronikartikeln unterstreicht Chinas dominante Position in der globalen Technologielieferkette, während der Anstieg der Chemieimporte auf eine zunehmende Industrieaktivität in Indien oder einen Mangel an inländischen Produktionskapazitäten für bestimmte chemische Produkte hindeuten könnte.

Im Jahr 2024 erreichten Indiens Exporte im Leder- und Schuhsektor 5,5 Milliarden US-Dollar, was nur 1,8 % des Welthandels im Wert von 296,5 Milliarden US-Dollar entspricht, eine Leistung, die in dem am Montag veröffentlichten Bericht als schwach hervorgehoben wurde.

Der Markt für Nicht-Lederschuhe, der derzeit weltweit auf rund 110 Milliarden US-Dollar geschätzt wird, bietet ein erhebliches ungenutztes Potenzial.

Dem Bericht zufolge erhebt Indien einen Zoll von 10 % auf wichtige Schuhvorleistungen.

Im Gegensatz dazu wenden Vietnam und Italien Sätze nahe Null an. Der Bericht legt nahe, dass eine Senkung dieser Zölle die Wettbewerbsfähigkeit verbessern würde.

Der Hauptautor Pravakar Sahoo merkte an, dass die niedrigeren Zölle Vietnams seinen Produzenten einen Kostenvorteil verschaffen, obwohl sie bei der Beschaffung in ähnlicher Weise auf China angewiesen sind.

Er fügte hinzu, dass hohe Zölle auf Kunststoffe und vulkanisierte Gummiplatten die Wettbewerbsfähigkeit indischer Produkte verringern.