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Das Kupfer zieht sich von einem Rekordhoch zurück, da Anzeichen für eine schwächere Nachfrage in China sichtbar werden

Das Kupfer zieht sich von einem Rekordhoch zurück, da Anzeichen für eine schwächere Nachfrage in China sichtbar werden
Ananthu C U
02. Dez. 2025, 06:21 AM
  • Kupfer fällt vom Rekord ab, da eine schwächere chinesische Nachfrage auf eine kurzfristige Entspannung des Angebotsdrucks hindeutet.
  • Der Yangshan-Prämie fällt auf das Tiefpunkt im Juli, was auf eine geringere chinesische Nachfrage nach importiertem Kupfer zurückzuführen ist.
  • Das neue Kamoa-Kakula-Schmelzwerk im Kongo erhöht das Angebot, aber der Weltmarkt bleibt angespannt und volatil.

Die Kupferpreise sanken von ihrem jüngsten Rekordniveau, da Anzeichen einer nachlassenden saisonalen Nachfrage in China die Sorgen über eine sich verschärfte globale Angebotsaussicht zu lindern begannen.

Das Metall, ein zentraler Bestandteil der Elektrifizierung und der breiteren Energiewende, hat in diesem Jahr aufgrund der Erwartungen eines begrenzten Angebots stark zugenommen.

Dennoch deuten die neuesten Daten auf eine kurzfristige Schwächung des Konsums hin.

Die Preise fallen, nachdem sie den Allzeithöhepunkt erreicht haben

Kupfer wurde an der London Metal Exchange (LME) etwa 11.160 US-Dollar pro Tonne gehandelt, was etwa 1,5 % vom Rekordhoch der vorangegangenen Sitzung abfiel und eine zweitägige Rallye beendete.

Auch die Futures an der Comex-Börse in den Vereinigten Staaten fielen, was einen breiteren Rückgang bei Industriemetallen widerspiegelt.

Trotz des jüngsten Rückgangs bleibt Kupfer in diesem Jahr auf dem LME um etwa 27 % höher, unterstützt durch starke Investitionsströme und Erwartungen an langfristige Nachfragestärke.

Händler leiten Metall weiterhin in Richtung US-Markt, wo die Preise höher bleiben als in London, da Investoren mit möglichen Importzöllen rechnen.

Saisonale Verlangsamung in China belastet die Nachfrageindikatoren

Der Preisrückgang erfolgt vor dem Hintergrund deutlicher Anzeichen einer abkühlenden Stimmung in China, dem weltweit größten Kupferverbraucher.

Analysten von Jinrui Futures Co. stellten fest, dass die saisonale Nachfrage chinesischer Hersteller mit dem herannahenden Winter zurückgegangen ist, sodass mehr Metall für den Export verfügbar bleibt.

Ein wichtiger Indikator für eine schwächere Nachfrage nach importiertem Kupfer ist die Yangshan-Kupferprämie, die die zusätzlichen Kosten misst, die Händler zahlen, um Kupfer nach China zu bringen.

Diese Prämie ist auf den niedrigsten Stand seit Juli gefallen, was die Erwartungen verstärkt, dass chinesische Käufer kurzfristig zurückgehen.

Dieser Wandel verschafft eine ansonsten knappe Angebotslandschaft, die auf einer großen Kupferkonferenz in Shanghai letzte Woche hervorgehoben wurde.

Dort wiesen die Delegierten auf stark steigende jährliche Kathodenprämien hin und berichteten von schwierigen Verhandlungen zwischen chinesischen Schmelzwerken und Bergleuten über jährliche Erzverträge.

Die Rohstoffversorgung steht nach einer Reihe ungeplanter Minenstörungen in diesem Jahr weiterhin unter Druck.

Das neue Angebot bietet teilweise Entlastung für den angespannten Markt

Angebotsbeschränkungen waren ein zentraler Faktor für die starke Performance von Copper in diesem Jahr.

Der Markt erhielt jedoch einige positive Nachrichten, nachdem Ivanhoe Mines Ltd. den Start der Kamoa-Kakula-Kupferhütte in der Demokratischen Republik Kongo angekündigt hatte.

Die Anlage, Afrikas größte, wird voraussichtlich jährlich 500.000 Tonnen Blisterkupfer produzieren, was dazu beiträgt, einige der Rohstoffengpässe für globale Schmelzwerke zu lindern.

Selbst mit dem zusätzlichen Angebot bleiben breitere Marktbedenken bestehen.

Händler und Branchenakteure überwachen weiterhin die Bergbauproduktion, die Schmelzbetriebe und mögliche politische Veränderungen – insbesondere in den USA, wo die Aussicht auf Importzölle bereits die Handelsströme beeinflusst.

Stand 11:06 Uhr in Shanghai war der Kupferwert auf der LME um 0,8 % auf 11.160 US-Dollar pro Tonne gefallen.

Auch andere Industriemetalle gingen zurück, wobei Aluminium um 0,3 % zurückging und auch Zink Verluste verzeichnete.

Da die Nachfrage in China nachlässt und sich die Angebotsrisiken eskalieren, befindet sich der Kupfermarkt nach Monaten anhaltender bullischer Dynamik in eine Phase der Neuausrichtung.