Rekordnachfrage treibt im Dezember die russischen Weizenexporte an, da die Gewinnmargen positiv werden

Rekordnachfrage treibt im Dezember die russischen Weizenexporte an, da die Gewinnmargen positiv werden
Sayantan Sarkar
23. Dez. 2025, 18:14 PM
  • Die Exporte im Dezember stiegen auf 3,9 mmt und entsprachen damit fast dem Rekord von 4,1 mmt von 2022.
  • Verbesserte Exportmargen, verursacht durch einen Rückgang der Inlandspreise um 5 %, sind der zentrale Katalysator.
  • Die starke Nachfrage von wichtigen Käufern wie Iran und der Türkei stärkt weiterhin den weltweiten Verkauf.

Die russischen Weizenexporte sind im Dezember stark angestiegen, von SovEcon auf 3,9 Millionen Tonnen (mmt) geschätzt.

Diese Zahl übersteigt die im Jahr zuvor exportierten 3,4 mmt und entspricht fast dem Rekordhoch von 4,1 mmt aus dem Jahr 2022, der durch beschleunigte Lieferungen durch verbesserte Exportmargen angetrieben wurde.

Die Rentabilität der russischen Weizenexporte verbesserte sich zwischen November und Dezember deutlich, was hauptsächlich durch eine Kombination aus fallenden Inlandspreisen und der aufrechterhaltenen Stabilität der internationalen Exportquoten beruhte, so SovEcon.

Fallende Inlandspreise als Kernkatalysator

In diesem Zeitraum verzeichnete der durchschnittliche inländische Preis für russischen Weizen einen deutlichen Rückgang und sank um 5 % auf etwa 13.200 Rubel pro Tonne.

Dieser Rückgang der internen Kosten der Ware war der entscheidende Faktor, der die Finanzlandschaft für Exporteure veränderte.

Zuvor arbeiteten viele russische Weizenexporteure mit negativen Gewinnmargen.

Der erhebliche Rückgang der inländischen Anschaffungskosten glich jedoch die bisherigen finanziellen Belastungen effektiv aus.

Folglich bewegten sich die Exportmargen aus dem negativen Bereich und begannen, einen Gewinn von mehreren Dollar pro Tonne zu erzielen.

Diese neu gewonnene Rentabilität soll höhere Exportvolumina fördern und Russlands Wettbewerbsposition auf dem globalen Weizenmarkt stärken, trotz anhaltender geopolitischer und logistischer Herausforderungen.

Die stabilen internationalen Preise boten einen festen Umsatzanker, sodass die Senkung der Inlandspreise der Hauptkatalysator für die Verbesserung der Exportwirtschaft war.

Der erhöhte Weizenverkauf russischer Landwirte führte laut Agrarberatung zu einem Preisrückgang der Inlandspreise.

Zwischen September und Oktober verkauften die Landwirte einen Rekord von 19,5 mmt Weizen und übertrafen damit den Gesamtwert des Vorjahres um 2,0 mmt.

Dieser Umsatzanstieg wurde vor allem durch die Notwendigkeit vieler Produzenten verursacht, ihr Getreide zu verkaufen, selbst zu reduzierten Preisen, um Kreditverpflichtungen zu erfüllen und die Kosten für Winterpflanzbetriebe zu finanzieren.

Starke globale Nachfrage und Zukunftsprognose

SovEcon sagte:

Der weltweite Appetit auf russischen Weizen zeigt weiterhin eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit, getrieben durch wettbewerbsfähige Preise und stetiges Angebot, insbesondere bei wichtigen importierenden Nationen.

Diese Nachfrage war im November bemerkenswert stark, wie bedeutende Beschaffungszahlen zeigen.

Der Iran, ein dauerhafter wichtiger Käufer, tätigte im November einen erheblichen Kauf von 0,9 mmt russischem Weizen.

Dieses Volumen stellt den höchsten Einzeleinkauf Irans seit Anfang 2022 dar, was auf eine erneute Abhängigkeit von Russland hindeutet, um seinen inländischen Getreidebedarf zu decken.

Die Türkei, ein weiterer wichtiger Knotenpunkt für russische Getreideexporte, hat ihr Einkaufstempo ebenfalls drastisch beschleunigt. Schon in der ersten Hälfte der aktuellen Saison hat die Türkei bereits 2,8 mmt russischen Weizen importiert.

Diese Zahl ist ein deutliches Zeichen für eine robuste Nachfrage im Vergleich zur gesamten vorherigen Saison, in der die Türkei insgesamt 2,9 mmt importierte.

Die russischen Weizenexporte erreichten im November einen Rekord von 5,1 mmt, ein Anstieg gegenüber 4,1 mmt im Vorjahr. Auch die Exporte im Oktober waren mit 5,5 mmt stark, nur knapp unter dem Rekord von 5,6 mmt des Vorjahres.

"In den letzten Monaten hat Russland die Weizenlieferungen schrittweise ausgebaut", sagte SovEcon.

Trotz eines langsamen Saisonbeginns werden die kumulierten Exporte für Juli–Dezember weiterhin auf 26,0 mmt geschätzt, was einem Rückgang von 2,4 mmt im Jahresvergleich entspricht, fügte er hinzu.

Die neueste öffentliche Prognose von SovEcon, veröffentlicht im November, schätzt Russlands Weizenexporte für die Saison 2025-26 auf 44,2 mmt.