Constellation-Aktie fällt nach schwachem Ausblick und Verzögerungen bei Deals

Constellation-Aktie fällt nach schwachem Ausblick und Verzögerungen bei Deals
Ananthu C U
31. März 2026, 17:20 PM
  • Constellation-Aktie fällt aufgrund schwachen Gewinnausblicks für 2026.
  • Ausbleiben neuer Rechenzentrums-Deals dämpft die Wachstumserwartungen.
  • Regulatorische Risiken und Verzögerungen erhöhen den Druck auf die Aktie.

Die Aktien von Constellation Energy gaben am Dienstag nach, belastet durch einen schwächer als erwarteten Gewinnausblick und das Ausbleiben neuer Data-Center-Deals bei einem genau beobachteten Investoren-Update.

Die Aktie fiel um etwa 8.3% nach der Prognose des Unternehmens für 2026, die den bereinigten Gewinn unter den Erwartungen der Analysten ausweist, und verstärkte damit die Anlegerbedenken hinsichtlich des Wachstumspfads in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Markt.

Schwacher Ausblick drückt die Stimmung

Constellation gab für 2026 einen bereinigten Gewinn je Aktie von $11 bis $12 an.

Während die Spanne weitgehend den Markterwartungen entsprach, lag der Mittelpunkt laut LSEG-Daten unter den Schätzungen der Analysten von rund $11.6 bis $11.73 je Aktie.

Der schwächere Ausblick fällt in eine Zeit, in der Anleger die Ertragssichtbarkeit genau prüfen, insbesondere bei Unternehmen, die mit dem durch künstliche Intelligenz getriebenen Anstieg der Stromnachfrage verbunden sind.

Obwohl das Unternehmen seine ehrgeizigen langfristigen Wachstumsziele bekräftigte, einschließlich der Erwartung eines jährlichen Basisgewinnwachstums von mehr als 20% bis 2029, konnte der kurzfristige Ausblick die Märkte nicht beruhigen.

Das Unternehmen kündigte außerdem eine Ausweitung seines Aktienrückkaufprogramms auf $5 Milliarden (zuvor $3 Milliarden) sowie Pläne für $3.9 Milliarden an Investitionsausgaben an.

Diese Maßnahmen reichten jedoch nicht aus, um die Bedenken hinsichtlich des Gewinnmomentums zu zerstreuen.

Ausbleiben neuer Deals enttäuscht Investoren

Ein wesentlicher Treiber des Kursrückgangs war das Ausbleiben neuer Vereinbarungen zur Stromversorgung von Rechenzentren, einem Bereich, der zentral für Constellations Wachstumsstory ist.

CEO Joseph Dominguez räumte die Verzögerung bei der Ankündigung neuer Transaktionen ein.

“Ich erkenne an, dass ich beim letzten Gespräch gesagt habe, wir würden bis zu diesem Call eine wichtige Transaktion abgeschlossen haben, aber wir sind heute nicht bereit, etwas zu verkünden”, sagte Dominguez.

“Bei der Entwicklung von Rechenzentren wird deutlich stärker geprüft”, fügte er hinzu.

Anleger hatten erwartet, dass das Unternehmen große Verträge bekannt gibt, insbesondere langfristige Vereinbarungen zur Lieferung von Kernkraftstrom an Technologieunternehmen zu Premiumpreisen.

Analysten sehen solche Verträge als entscheidend an, um Bewertungsmultiplikatoren und zukünftiges Gewinnwachstum zu stützen.

Während Constellation zuvor Vereinbarungen mit Unternehmen wie Meta und Microsoft getroffen hat, hat das langsamere Tempo neuer Deal-Ankündigungen die Begeisterung gedämpft.

Zunehmende Risiken und regulatorische Unsicherheit

Neben unternehmensspezifischen Faktoren lasten auch breitere Markt- und Regulierungsschwierigkeiten auf der Aktie.

Die politische Kontrolle des Energieverbrauchs von Rechenzentren nimmt zu, und Politiker prüfen Möglichkeiten, die Stromkosten für Verbraucher zu steuern.

Mögliche Interventionen in den Energiemärkten könnten Constellations Preissetzungsmacht und Rentabilität beeinträchtigen.

Gleichzeitig haben Verzögerungen bei Infrastrukturprojekten die Unsicherheit vergrößert.

Das Unternehmen arbeitet daran, einen Reaktor am Standort Three Mile Island – umbenannt in Crane Clean Energy Center – wieder hochzufahren, doch die Zeitpläne für die Netzanbindung bleiben unklar, wobei einige Hinweise darauf hindeuten, dass das Projekt Verzögerungen über das Zieljahr 2027 hinaus erfahren könnte.

Makroökonomische Belastungen haben diese Sorgen verschärft.

Der andauernde Konflikt im Iran hat die Zinsen nach oben getrieben und die Befürchtung einer wirtschaftlichen Abschwächung geschürt, was die Stimmung gegenüber wachstumsorientierten Energieaktien zusätzlich belastet.

Die Aktie von Constellation ist in diesem Jahr bereits um etwa 25% gefallen und liegt rund 32% unter ihren Oktoberhochs, was eine Neubewertung der Wachstumserwartungen nach einer Phase starker Gewinne widerspiegelt.