Dow-Futures stürzen um 250 Punkte: 5 Dinge vor Handelsbeginn

Dow-Futures stürzen um 250 Punkte: 5 Dinge vor Handelsbeginn
Devesh Kumar
13. Apr. 2026, 11:46 AM

Unterstützt von

Invezz
XLE: Long‑Position

Kaufen Sie den Energy Select Sector SPDR (XLE). Die Nachrichtenlage treibt den Ölpreis wieder über 100 US-Dollar und fördert eine anhaltende Risk‑off‑Rotation in den USD; das stützt mechanisch die Upstream‑/Midstream‑Cashflows und macht den Energiesektor zum relativen Gewinner, während die Inflationsängste zunehmen. XLE profitiert zudem von einer breiten Indexexponierung gegenüber den im Artikel erwähnten Begünstigten wie Chevron/Exxon/ConocoPhillips.

Kernrisiko: Eine schnelle Deeskalation, die den Ölpreis deutlich unter 100 US-Dollar drückt (Fortschritte beim Waffenstillstand oder Blockade nicht eingeleitet), und damit den Inflations-/Risikoprämienaufschlag zum Einsturz bringt.

UUP: Long‑Position

Kaufen Sie den Invesco DB US Dollar Index Bullish Fund (UUP). Der Artikel weist auf eine starke USD‑Rallye parallel zur Risk‑off‑Positionierung hin; das entspricht der Kapitalflucht in sichere Anlagen und engeren finanziellen Bedingungen. Ein stärkerer USD belastet typischerweise globale Aktien und stützt das makroökonomische Szenario, das durch Blockade‑Risiken und ölgetriebene Inflationssorgen impliziert wird.

Kernrisiko: Eine plötzliche Hinwendung zu einer diplomatischen Lösung, die die USD‑Stärke umkehrt (Risikobereitschaft kehrt zurück und Öl fällt) und damit das USD‑Momentum bricht.

  • US‑Aktienfutures stürzen nach dem Scheitern der US‑Iran‑Gespräche ab.
  • Der Ölpreis steigt wieder über 100 US-Dollar je Barrel und schürt Ängste vor höherer Inflation.
  • Goldman Sachs eröffnet die US‑Berichtssaison vor dem Hintergrund der Spannungen im Nahen Osten.

Die Futures an der Wall Street fielen am Montag, nachdem die Wochenendverhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran keine Waffenstillstandsvereinbarung hervorgebracht hatten, obwohl die Verluste weniger stark ausfielen, als die Schwere des Konflikts vermuten lassen könnte.

Der Ölpreis stieg wieder über 100 US-Dollar je Barrel, während der US-Dollar kräftig zulegte, da Anleger die Möglichkeit einer Seeblockade iranischer Häfen abwogen, die US-Streitkräfte Berichten zufolge innerhalb weniger Stunden zu beginnen drohten.

5 Dinge vor Handelsbeginn an der Wall Street

1. Futures drehen tiefer, nachdem Iran-Gespräche stocken

Die Futures des Dow Jones Industrial Average verringerten frühere Verluste, blieben jedoch im Minus und fielen um 256 Punkte bzw. 0,5 %. S&P 500-Futures gaben 0,55 % nach, während Nasdaq-100-Futures um 0,6 % zurückgingen.

Berichten zufolge waren US-Streitkräfte nur noch wenige Stunden davon entfernt, eine Blockade sämtlichen Schiffsverkehrs, der iranische Häfen befährt oder verlässt, zu beginnen.

2. Waffenstillstand läuft aus – keine Fortschritte

Der letzte Woche vereinbarte Waffenstillstand schwebt weiter in der Schwebe, ohne greifbare Fortschritte in den diplomatischen Gesprächen zwischen Washington und Teheran.

Die Wahrscheinlichkeit eines anhaltenden Konflikts in der Region bleibt erhöht, was Anleger zu einer defensiveren Position veranlasst.

"Für die Iraner, die bisher das Gefühl hatten, die Zeit arbeite für sie, übt das Druck auf ihre Verbündeten aus, Iran dazu zu bewegen, an den Verhandlungstisch zu kommen und ein Abkommen zu schließen", sagte Richard de Chazal, Makroanalyst bei William Blair in Chicago.

3. Öl klettert über 100 US-Dollar und schürt neue Inflationssorgen

Rohöl stieg am Montag wieder über 100 US-Dollar je Barrel, nachdem es in den vorherigen Sitzungen 26‑Monats‑Höchststände erreicht hatte.

Der Anstieg der Treibstoffkosten trieb die Verbraucherpreise im März auf den größten Zuwachs seit fast vier Jahren, entfachte erneut Inflationssorgen und erhöhte die Aussicht auf eine straffere Geldpolitik der Federal Reserve.

4. Dollar zieht an; Reisewerte fallen, Energiewerte legen zu

Anleger wechselten deutlich in den US-Dollar und aus Aktien heraus – ein typischer Risk-off-Effekt.

Reisewerte gehörten zu den am stärksten betroffenen Titeln: Delta Air Lines fielen im vorbörslichen Handel um 2,2 % und JetBlue Airways gaben um 3,8 % nach, nachdem beide Fluggesellschaften gewarnt hatten, dass höhere Treibstoffkosten sie zwingen würden, die Flugpreise anzuheben.

Energieaktien bewegten sich entgegengesetzt – Chevron, Exxon Mobil und ConocoPhillips legten jeweils um mehr als 2 % zu, gestützt durch steigende Ölpreise.

5. Goldman Sachs eröffnet die US‑Berichtssaison

Die Märkte werden die Zahlen von Goldman Sachs genau beobachten, die am Montag die US‑Berichtssaison einläuten.

Goldman‑Aktien legten im vorbörslichen Handel leicht zu und übertrafen viele ihrer Konkurrenten an der Wall Street.

Anleger werden besonders auf die Aussagen des Managements zum wirtschaftlichen Einfluss von sieben Wochen Nahost‑Feindseligkeiten achten.

Ölpreise und Goldmans erste Quartalsausblicke werden entscheidend dafür sein, ob die Märkte weiterhin geopolitische Risikoaufschläge einpreisen – oder ob Unternehmensgewinne wieder die dominierende Erzählung werden.