Brent-Rohöl fällt unter $90 wegen Friedenshoffnungen; Ausblick bleibt fragil
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Kaufen Sie ICE-Brent-Futures (oder eine Long-Position auf Brent via CFD/ETN) bei Deeskalation: Friedensgespräche + 10-tägiger Israel/Libanon-Waffenstillstand + Irans Signal, dass die Straße von Hormus offen bleibt, sollten den Risikoaufschlag drücken und Brent unter $90 zu einer Rückkehr zum Mittelwert veranlassen. Katalysator: Bestätigung des Tankerverkehrs durch die Straße von Hormus und jede Umsetzung des US‑Iran-Atom-/Friedensrahmens.
Kernrisiko: Risiko: Bricht der Optimismus über Waffenstillstand/Hormus zusammen — erneute Angriffe oder eine Schließung der Straße von Hormus treiben den geopolitischen Risikoaufschlag in die Höhe und zwingen Brent wieder über $95.
Verkaufen Sie das WTI/Brent-Spread (Long Brent, Short WTI): Die Wiederöffnung der Straße von Hormus ist global wirksam, doch US-spezifische Angebots-/Nachfrage-Signale sind fragiler — starke Schwankungen bei US-Rohöleinfuhren und prekäre Lagerbestände können WTI relativ schwächer halten, selbst wenn Brent stabilisiert. Der Trade bildet dieselbe Deeskalation ab, zielt jedoch auf die unterschiedlichen US-Fundamentaldaten.
Kernrisiko: Risiko: US-Bestände/Einfuhren normalisieren sich und WTI holt auf (oder OPEC-Kürzungen verknappen das kurzfristige WTI-Angebot stärker als das von Brent), wodurch das Spread-Geschäft zusammenbricht.
- Brent-Rohölpreis fällt um 10 % auf $88.89 aufgrund von Optimismus über ein USA‑Iran-Abkommen.
- Trump: "Sehr nahe" an einem Deal mit Iran, um den Erwerb von Atomwaffen zu verhindern.
- Ein Angebotsdefizit der OPEC von 5 Mio. bpd droht und hält die Marktunsicherheit hoch.
Die Preise für Brent-Rohöl fielen am Freitag um mehr als 10 % und rutschten unter $90 pro Barrel, da die Hoffnungen zunahmen, dass die USA und der Iran ein Friedensabkommen erzielen würden.
Brent fiel erstmals seit dem 11. März unter $90 pro Barrel, da USA und Iran sich am Wochenende auf weitere Gespräche vorbereiteten und Israel und Libanon einem 10-tägigen Waffenstillstand zustimmten.
Die Stimmung verbesserte sich zudem, nachdem der iranische Außenminister Seyed Abbas Araghchi erklärte, die Straße von Hormus werde während der Waffenstillstandsperiode allen Handelsschiffen offen bleiben. Er fügte hinzu, der Transit werde einer koordinierten Route folgen, die zuvor von Iran’s Ports and Maritime Organisation angekündigt worden sei.
Der Frontmonat-Kontrakt für Brent lag zuletzt bei $88.89 pro Barrel, ein Rückgang von 10,7 %, während der Preis für West Texas Intermediate 11,1 % niedriger bei $84.21 pro Barrel notierte.
Sowohl Brent als auch WTI steuerten damit auf deutliche Wochenverluste zu.
Geopolitische Treiber und Preisreaktion
Nach Angaben des UBS-Analysten Giovanni Staunovo deuteten die Äußerungen des iranischen Außenministers auf eine mögliche Deeskalation hin, sofern der Waffenstillstand hält. Staunovo fügte hinzu, der nächste entscheidende Indikator werde sein, ob sich die Zahl der Tanker, die die Straße passieren, deutlich erhöht.
Außerdem erklärte US-Präsident Donald Trump, dass Teheran vorgeschlagen habe, sich über mehr als 20 Jahre hinweg vom Erwerb von Atomwaffen zu enthalten, um ein zentrales Hindernis in den Verhandlungen zur Beendigung des Krieges zu lösen.
„Wir werden sehen, was passiert. Aber ich denke, wir sind sehr nahe daran, einen Deal mit Iran zu machen“, sagte Trump am Donnerstag Reportern vor dem Weißen Haus.
Der aktuelle Brent-Preis liegt damit $20 unter dem Stand beim Handelsschluss im März. Dieser Rückgang wird durch den Optimismus über ein mögliches Abkommen zwischen Iran und den USA sowie die Wiederöffnung der Straße von Hormus für den Schiffsverkehr befeuert.
Die Straße von Hormus ist für 20 % des weltweiten Handels mit Öl und verflüssigtem Erdgas verantwortlich. Nach Schätzungen der Internationalen Energieagentur belaufen sich die globalen Unterbrechungen der Ölexporte derzeit auf rund 13 Millionen Barrel pro Tag.
Marktgrundlagen und anhaltendes Angebotsrisiko
„Die Unsicherheit bleibt jedoch hoch: Wir können nicht ausschließen, dass die Spannungen wieder deutlich ansteigen und die Ölpreise erneut klettern“, sagte Barbara Lambrecht, Rohstoffanalystin bei der Commerzbank AG.
Price movements over the next few days are therefore likely to continue to depend heavily on developments in the Middle East conflict.
Der wöchentliche US-Inventory-Report lieferte konkrete Hinweise auf den fundamentalen Zustand des Ölmarkts. Bislang haben die US-Bestandsentwicklungen im Allgemeinen keine Besorgnis ausgelöst.
Eine Absicherung wird zweifellos durch die Freigabe von Reserven geboten. Dennoch sind die US-Rohöleinfuhren in der vergangenen Woche deutlich zurückgegangen.
„Während starke Schwankungen bei den Importzahlen nicht ungewöhnlich sind, dürfte ein erneut sehr niedriger Stand der Rohöleinfuhren in der vergangenen Woche das Marktbewusstsein für ein mögliches Angebotsdefizit schärfen und damit die Preise stützen“, ergänzte Lambrecht.
Die IEA stellte außerdem fest, dass es im März außerhalb der Golfregion zu einem erheblichen Bestandsabbau kam – konkret 205 Millionen Barrel beziehungsweise 6,6 Millionen Barrel pro Tag.
Nach Einschätzung der Commerzbank entspricht dieser Rückgang ungefähr dem im vergangenen Monat verzeichneten Angebotsdefizit.
Die aktuelle OPEC-Produktion dürfte das von der IEA geschätzte OPEC-Ölnachfragevolumen um rund 5 Millionen Barrel pro Tag unterschreiten, was auf ein drohendes Angebotsdefizit für das laufende Quartal hindeutet.
„Die Lage am Ölmarkt bleibt somit extrem prekär, solange die Straße von Hormus geschlossen bleibt“, erklärten die Analysten der Commerzbank.
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