Dow Jones kaum verändert bei steigenden Iran-Spannungen; S&P 500, Nasdaq geben nach
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Kaufen: Energy Select Sector SPDR (XLE). Dass Iran die Straße von Hormuz erneut schließt und der Rohölpreis um rund 5–6 % steigt, ist ein direkter Rückenwind für die Erträge und Cashflows integrierter Ölkonzerne sowie von E&P-Unternehmen; der Artikel weist darauf hin, dass Energieaktien bei dem Ölpreisschub führend sind. XLE profitiert zudem von einer volatilitätsgetriebenen Rotation in Nutznießer der Realwirtschaft, wenn die Risikobereitschaft ins Wanken gerät.
Kernrisiko: Eine rasche Deeskalation, die den Ölpreis wieder unter etwa 80 $ drückt und damit den Gewinn‑/Preisimpuls im Energiesektor umkehrt.
Kaufen: ProShares VIX Short-Term Futures ETF (VIXY). Der CBOE VIX sprang nach acht Rückgangstagen auf ein Ein-Wochen-Hoch und signalisiert einen Wechsel vom Nachgeben zur schlagzeilengetriebenen Absicherung. Da die Indizes nach der 13-tägigen Nasdaq-Rallye überkauft sind, dürfte die kurzfristig realisierte Volatilität bis in die Berichtssaison und bei weiteren Iran-Schlagzeilen erhöht bleiben.
Kernrisiko: Geopolitische Schlagzeilen legen sich schnell, der VIX kehrt innerhalb weniger Tage zum Mittelwert zurück und fällt, wodurch Engagements in VIX-Futures stark leiden können.
- Dow Jones kaum verändert, da Iran-Spannungen S&P 500 und Nasdaq drücken.
- Öl steigt um rund 6 % wegen Befürchtungen um die Straße von Hormuz und zieht Energieaktien nach oben.
- Gewinnsaison rückt in den Fokus, da Märkte auf Spannungen im Nahen Osten reagieren.
Die wichtigsten US-Indizes eröffneten am Montag tiefer, da erneute Spannungen zwischen den USA und Iran die Anlegerstimmung nach der rekordverdächtigen Rallye der Vorwoche belasteten.
Der Dow Jones Industrial Average gewann 28 Punkte, während der S&P 500 um 0,17 % nachgab und der Nasdaq-100 etwa 0,13 % verlor.
Das Nachgeben folgt auf einen starken Anstieg, der die wichtigsten Indizes auf Allzeithochs trieb, befeuert durch Optimismus hinsichtlich einer möglichen Deeskalation im Nahen Osten.
Geopolitische Spannungen trüben die Stimmung
Die Märkte wurden vorsichtiger, nachdem sich die Spannungen zwischen den USA und Iran über das Wochenende erneut verschärft hatten. Iran ging erneut dazu über, die Straße von Hormuz zu schließen, nachdem die USA ein unter iranischer Flagge fahrendes Frachtschiff beschlagnahmt hatten, was Zweifel an der Haltbarkeit eines kürzlich verkündeten Waffenstillstands aufkommen ließ.
Donald Trump sagte, das Schiff stehe unter Sanktionen des US-Finanzministeriums und bestätigte, dass US-Streitkräfte die Aufsicht übernommen hätten. Iran erklärte derweil, es werde nicht an einer zweiten Verhandlungsrunde mit den USA teilnehmen.
Ölpreise schießen nach oben – Energieaktien ziehen mit
Die erneuten Spannungen trieben die Ölpreise deutlich an, wobei Rohöl-Benchmarks um rund 5–6 % zulegten aus Furcht vor Lieferunterbrechungen. West Texas Intermediate kletterte über 88 US-Dollar je Barrel, während Brent über 95 US-Dollar notierte.
Der Ölpreisanstieg zog Energieaktien nach oben. Exxon Mobil und Chevron eröffneten jeweils im Plus, während Occidental Petroleum um rund 0,73 % zulegte.
Marktteilnehmer stellten fest, dass Aktien immer empfindlicher auf geopolitische Schlagzeilen reagieren, wobei bereits kleine Entwicklungen starke Schwankungen in der Risikoaversion auslösen.
Der CBOE Volatility Index, oft als das «Angstbarometer» der Wall Street bezeichnet, stieg nach acht aufeinanderfolgenden Rückgangstagen auf ein Ein-Wochen-Hoch und signalisierte damit eine Zunahme der Marktunsicherheit.
Gewinnsaison und Marktausblick im Fokus
Trotz der frühen Verluste meinten Analysten, dass das Nachgeben angesichts des Umfangs der jüngsten Rallye relativ begrenzt sei. Der S&P 500 stieg letzte Woche um 4,5 %, während der Nasdaq Composite um etwa 7 % zulegte und damit seine 13. Handelstagesserie in Folge verzeichnete – eine Folge, die es seit 1992 nicht mehr gab.
„Nachdem der Nasdaq 13 Tage in Folge auf Hoffnungen auf ein Abkommen gestiegen ist, waren wir kurzfristig sehr überkauft. Und jetzt hat sich die Lage mit Iran noch weiter verkompliziert; es ist unklar, wann dieser Konflikt enden und wann die Straße von Hormuz ohne Angstrisiko vollständig wieder geöffnet sein wird“, sagte Peter Boockvar, Chief Investment Officer bei OnePoint BFG Wealth Partners, in einem CNBC-Bericht.
„Die einzige Frage für den Handel am Montag, vorausgesetzt, die Nachrichten ändern sich nicht erneut, wird das Ausmaß des Marktabschlags sein“, fügte er hinzu.
Anleger richten ihren Blick auch auf die bevorstehende Berichtssaison, die weitere Einblicke darin geben dürfte, wie sich die geopolitischen Spannungen auf die Unternehmenszahlen und die Gesamtwirtschaft auswirken.
Rüstungsunternehmen wie Lockheed Martin und RTX sowie Technologiefirmen darunter IBM und ServiceNow werden im Laufe der Woche Ergebnisse vorlegen. Tesla dürfte am Mittwoch den Start der Berichtssaison für die „Magnificent Seven“ markieren.
Nach Daten von LSEG I/B/E/S werden die Gewinne der S&P 500-Unternehmen für das erste Quartal voraussichtlich um 14,4 % wachsen, etwas mehr als das Vorjahreswachstum von 13,7 %, was die Bühne für eine genau beobachtete Berichtssaison bereitet.
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