Gold verliert durch stärkeren Dollar und erneute Nahost‑Spannungen

Gold verliert durch stärkeren Dollar und erneute Nahost‑Spannungen
Rivanshi Rakhrai
20. Apr. 2026, 07:01 AM

Unterstützt von

Invezz
US‑Öl kaufen (WTI)

Die Fragilität des Waffenstillstands treibt das Öl bereits nach oben durch das Risiko von Schifffahrtsstörungen im Golf. Höhere Energiepreise schüren Inflationssorgen und halten die Zinsen erhöht, was den makroökonomischen Rahmen stärkt, der Rohöl gegenüber Gold begünstigt. WTI (NYMEX) oder Front‑Monat‑WTI‑Futures kaufen.

Kernrisiko: Eine schnelle Deeskalation oder eine glaubwürdige Verlängerung des Waffenstillstands, die die Schifffahrtsströme wiederherstellt und die Ölrisikoprämie auslöscht.

Gold verkaufen (XAUUSD)

Gold wird durch einen stärkeren USD und steigende 10‑Jahres‑Renditen belastet, die physische Nachfrage in Indien ist trotz eines Kauffestes schwach. Erneute Zweifel am Waffenstillstand zwischen den USA und Iran treiben die Ölpreise und entfachen erneut Inflationsängste – doch dieses Inflationsszenario führt zu höheren realen Kreditkosten, was strukturell bärisch für das renditelose Gold ist. Spot‑Gold oder Juni‑COMEX‑Gold‑Futures verkaufen.

Kernrisiko: Ein starker Risk‑off‑Flucht in sichere Häfen, die gleichzeitig USD und Renditen nach unten treibt (z. B. eine Eskalation, die die Renditen einbrechen lässt), und damit den Zins‑ und Dollar‑Druck umkehrt.

  • Gold fällt, da der Dollar stärker wird und Renditen infolge der Spannungen steigen.
  • Ölpreisanstieg schürt Inflationsängste und belastet die Nachfrage nach Barren.
  • Zweifel am Waffenstillstand treiben die Volatilität bei Rohstoffen und Märkten wieder an.

Goldpreise fielen am Montag, da ein stärkerer US‑Dollar die Nachfrage drückte, während erneute geopolitische Spannungen die Ölpreise nach oben trieben und die Inflationssorgen neu entfachten.

Spot‑Gold fiel 0.7% auf $4,793.98 pro Unze um 0351 GMT.

Das Metall erreichte zuvor den niedrigsten Stand seit dem 13. April.

US‑Gold‑Futures für Lieferung im Juni fielen um 1.4% auf $4,813.60.

Der Rückgang beim Gold erfolgt, da Bewegungen auf den Währungs‑ und Anleihemärkten das Edelmetall weniger attraktiv machten.

Ein stärkerer Dollar macht Gold für Inhaber anderer Währungen teurer und verringert damit seine Attraktivität.

Zweifel am Waffenstillstand prägen die Marktstimmung

Die Marktstimmung änderte sich, nachdem Anzeichen aufkamen, dass der Waffenstillstand zwischen den USA und Iran möglicherweise nicht hält.

Investoren reagierten auf die Möglichkeit eines erneuten Konflikts.

Diese Entwicklungen lösten Volatilität über Anlageklassen hinweg aus.

Die Ölpreise stiegen deutlich, da Spannungen die Schifffahrt in der Golfregion störten.

Auch die Aktienmärkte zeigten Anzeichen von Instabilität.

Dollar und Renditen üben Druck auf Gold aus

Der Dollar‑Index stärkte sich und setzte die Goldpreise weiter unter Druck.

Gleichzeitig stiegen die Renditen der maßgeblichen zehnjährigen US‑Staatsanleihen um 0.5%, wodurch renditelose Anlagen wie Gold weniger attraktiv wurden.

Höhere Renditen verringern typischerweise die Attraktivität von Gold, das keine Zinsen abwirft.

Diese Dynamik veranlasst Anleger in Phasen steigender Zinsen häufig, zu verzinslichen Anlagen zu wechseln.

Zunehmende Spannungen im Nahen Osten

Geopolitische Entwicklungen spielten eine zentrale Rolle bei den Marktbewegungen.

Berichten zufolge beschlagnahmten die USA ein iranisches Frachtschiff, das versuchte, eine Blockade zu umgehen.

Iran reagierte mit Drohungen von Vergeltungsmaßnahmen, was Zweifel an der Stabilität des Waffenstillstands aufkommen ließ.

Teheran erklärte außerdem, es werde nicht an einer zweiten Verhandlungsrunde teilnehmen, die Washington vor Ablauf des Waffenstillstands am Dienstag einzuleiten gehofft hatte.

Diese Entwicklungen erhöhten die Unsicherheit, trieben die Ölpreise nach oben und verstärkten die Befürchtungen von Lieferunterbrechungen.

Inflationssorgen belasten die Aussichten für Gold

Die Goldpreise sind seit den Angriffen der USA und Israels auf Iran um etwa 8% gefallen Ende Februar.

Der Rückgang spiegelt Befürchtungen wider, dass höhere Energiepreise die Inflation anheizen und die globalen Zinssätze länger erhöht halten könnten.

Während Gold traditionell als Inflationsschutz gilt, begrenzen steigende Zinsen tendenziell seine Attraktivität. Anleger bevorzugen häufig Anlagen, die Erträge bieten, wenn die Kreditkosten steigen.

Schwache physische Nachfrage in Indien

Die Nachfrage nach Gold in Indien blieb während eines wichtigen Kauffestes verhalten.

Hohe Preise dämpften Schmuckkäufe und kompensierten einen moderaten Anstieg der Investmentnachfrage.

Indien gehört zu den weltweit größten Goldverbrauchern, und schwache Nachfrage in Festtagsperioden kann die globalen Preise beeinflussen.

Weitere Edelmetalle fallen

Auch andere Edelmetalle verzeichneten Rückgänge.

Spot‑Silber fiel 0.9% auf $80.04 pro Unze.

Platin fiel 0.5% auf $2,093.56.

Palladium blieb stabil bei $1,558.60.

Die breitere Schwäche bei Metallen spiegelt den Druck eines stärkeren Dollars und steigender Renditen sowie anhaltende geopolitische Unsicherheit wider.