Silberpreis in Gefahr: SLV-ETF-Abflüsse steigen vor FOMC-Entscheidung
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SLV verkaufen. Der Artikel weist auf starke SLV‑Abflüsse ($3.1B YTD), Silber unter allen gleitenden Durchschnitten und eine kopf‑und‑schulterähnliche bärische Formation hin. Vor dem Hintergrund des Risikos eines wahrscheinlich restriktiveren Fed‑Ergebnisses und von Stagflationsängsten sowie der Sensitivität der industriellen Nachfrage und zusätzlichem ETF‑Verkauf deutet dies auf weiteres Abwärtspotenzial in Richtung der Unterstützung bei etwa ~$61 hin.
Kernrisiko: Die Fed wird eindeutig dovish (oder die Inflation kühlt schnell ab), was eine starke Silbererholung über ~$83 auslösen und die ETF‑Abflüsse umkehren würde.
XAGUSD direkt verkaufen. Das Setup ist technisch und makroökonomisch: Der Kurs liegt unter wichtigen Trendgrößen, die Bären kontrollieren den Tageschart, und das Basisszenario des Artikels ist ein Rückgang bis zur Unterstützung bei $61. Damit wird ETF‑Flow‑Rauschen vermieden und die unmittelbare Neupreisbildung des Metalls im Vorfeld des FOMC verfolgt.
Kernrisiko: Ein Ausbruch über ~$83 (Trendumkehr), ausgelöst durch einen Risk‑Off‑Shock, der die Nachfrage nach sicheren Häfen für Silber trotz höherer Zinsen erhöht.
- Der Silberpreis bleibt diese Woche unter Druck, da die Nachfrage nachlässt.
- Der SLV‑ETF verzeichnet in diesem Jahr erhebliche Abflüsse.
- Die Federal Reserve verkündet ihre Zinssatzentscheidung am Mittwoch.
Der Silberpreis blieb diese Woche unter Druck, da der Fokus auf dem andauernden US‑Iran‑Konflikt und der bevorstehenden Zinssatzentscheidung der Federal Reserve lag. XAG fiel auf $72.90, leicht unter dem Monatshoch von $82.
SLV-ETF-Abflüsse bei anhaltenden makroökonomischen Risiken
Der anhaltende Rückgang des Silberpreises fiel mit Verkäufen amerikanischer Investoren zusammen. Von ETF.com zusammengestellte Daten zeigen, dass der iShares Silver ETF (SLV) in diesem Jahr über $3.1 billion an Vermögenswerten abgegeben hat und sein Gesamtvermögen damit auf über $35 billion gesunken ist. Diese Abflüsse fielen zeitgleich mit denen des iShares Gold ETF (GLD) aus.
Investoren buchen wahrscheinlich Gewinne nach dem Anstieg auf ein Rekordhoch in diesem Jahr. Zudem machen ihnen die anhaltenden geopolitischen Spannungen Sorgen, denen kein Ende anzusehen ist. Wie wir heute bereits schrieben, erwägt Präsident Donald Trump, die Blockade gegen Iran zu verlängern.
Eine andauernde Blockade würde zu höheren Energiepreisen führen und die Weltwirtschaft belasten. Tatsächlich ist Brent in dieser Woche auf $112 gestiegen, deutlich über dem Jahresanfangstief von $55. West Texas Intermediate (WTI) kletterte auf über $100, während Jet-Treibstoff sich nahezu verdoppelt hat.
Silber ist ein Metall mit doppeltem Verwendungszweck: Es ist sowohl ein Edelmetall als auch ein Industriemetall. Daher fällt sein Kurs in der Regel schwächer als der Gesamtmarkt aus, wenn Sorgen um die Weltwirtschaft zunehmen. In solchen Phasen sinkt üblicherweise die Nachfrage.
Ausblick: Der nächste wichtige Katalysator für Silber ist die bevorstehende Zinssatzentscheidung der Federal Reserve. Dieses Treffen, das Jerome Powells letzte Sitzung als Fed‑Vorsitzender sein wird, ist deshalb wichtig, weil er Hinweise zu seiner weiteren Rolle geben dürfte.
Powell hat zwei Optionen: Er kann die Fed verlassen, wenn seine Amtszeit als Fed‑Vorsitzender endet, oder er könnte als Gouverneur für die absehbare Zukunft im System verbleiben. Um die Unabhängigkeit der Fed zu wahren, könnte er versuchen, im Amt zu bleiben und damit Präsident Trump die Möglichkeit nehmen, eine dovishe Person zu nominieren.
Die Fed steht an einem Scheideweg: Die US‑Wirtschaft läuft Gefahr, in Stagflation abzurutschen, also in eine Phase mit schwachem Wachstum und hoher Inflation. Ein aktueller Bericht zeigte, dass der Gesamtverbraucherpreisindex (CPI) im März auf 3.3% sprang, und einige Ökonomen erwarten, dass er bis zum Jahresende auf 4.2% ansteigt. Ein weiterer Bericht weist ein Wirtschaftswachstum von nur 0.5% im vierten Quartal aus.
Stagflation ist für die Fed besonders schwierig: Zinssenkungen könnten die Inflation anheizen, während Zinserhöhungen das Wachstum dämpfen. Eine restriktivere Fed könnte die Silberpreise weiter nach unten drücken.
Technische Analyse des Silberpreises
XAG-Preischart | Quelle: TradingView
Der Tages-Chart zeigt, dass der Silberpreis in den vergangenen Monaten deutlich nachgegeben hat. Er ist von einem Hoch bei $121 auf aktuell $72 gefallen, da Investoren Gewinnmitnahmen bevorzugen.
Silber liegt nun unter allen gleitenden Durchschnitten, ein Zeichen dafür, dass die Bären das Ruder übernommen haben. Zudem hat sich eine kopf‑und‑schulterähnliche Formation ausgebildet, ein klassisches bärisches Umkehrmuster in der technischen Analyse.
XAU liegt ebenfalls unter dem Supertrend‑Indikator. Daher ist das wahrscheinlichste Szenario ein weiterer Rückgang, potenziell bis zur wichtigen Unterstützung bei $61. Dieser Kurs liegt etwa 17% unter dem aktuellen Niveau. Ein Anstieg über den entscheidenden Widerstandspunkt bei $83 würde das bullishe Szenario ungültig machen.
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