FTSE 100-, DAX- und CAC 40‑Futures fallen, Risiko steigt vor EZB und BoE

FTSE 100-, DAX- und CAC 40‑Futures fallen, Risiko steigt vor EZB und BoE
Crispus Nyaga
30. Apr. 2026, 07:28 AM

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Invezz
Brent-gebundene Ölexponierung

Kaufen: iShares Global Energy ETF (IXC) oder direkt Brent‑Rohöl‑Futures/ETN‑Exponierung erwerben (z. B. United States Brent Oil Fund, BNO). Die Nachrichten deuten auf anhaltend erhöhtes Ölpreisrisiko durch den Iran hin (Straße von Hormus/Retorsion/Angriffe auf Infrastruktur), was die Energiekosten hoch hält und Ölpreise stützt, selbst wenn Aktien schwanken.

Kernrisiko: Eine schnelle Deeskalation, die die Iran‑Prämie entfernt und Brent wieder unter ~$110 drückt.

Short auf europäische zinssensitive Banken

Verkaufen: iShares MSCI Germany ETF (EWG) oder europäische Bankaktien leerverkaufen via iShares MSCI EMU Financials ETF (EUFN) / Short‑Positionen auf BNP Paribas (BNP.PA) und Deutsche Bank (DBK.DE). Höhere Ölpreise plus Stagflationsängste erhöhen das Rezessionsrisiko, während EZB/BoE voraussichtlich restriktiv bleiben; diese Kombination belastet die Kreditnachfrage und die Kreditqualität und hält die Finanzierungskosten hoch.

Kernrisiko: EZB/BoE werden zinsfreundlicher als erwartet (oder Öl fällt schnell), wodurch Wachstumserwartungen und die Ertragskraft der Banken steigen.

  • Futures auf FTSE 100, CAC 40 und DAX fallen heute.
  • CENTCOM wird Präsident Trump bizarre militärische Optionen vorlegen.
  • Die Bank of England und die EZB geben heute ihre Entscheidungen bekannt.

Die Futures wichtiger europäischer Aktienindizes gaben am Donnerstag weiter nach, da Anleger auf die stark gestiegenen Rohölpreise und die bizarren militärischen Optionen reagierten, die CENTCOM Präsident Donald Trump vorlegen wird. Die FTSE 100‑Futures fielen auf £10,190, während jene, die mit dem DAX, Stoxx 50 und CAC 40 verbunden sind, um fast 1 % zurückgingen.

Rohölpreis steigt stark wegen neuer militärischer Optionen im Iran-Krieg

Futures auf Spitzenindizes wie den deutschen DAX, Stoxx 50 und CAC 40 gaben nach, als die Rohölpreise anzogen. Brent, das weltweite Referenzmaß, stieg auf $126, den höchsten Stand seit Russlands Einmarsch in die Ukraine. Auch West Texas Intermediate (WTI) und andere Ölbenchmarks kletterten weiter.

Laut Axios wird CENTCOM Trump mehrere militärische Optionen vorlegen, von denen man sich erhofft, dass sie die Iraner an den Verhandlungstisch bringen. All diese Optionen wirken bizarr, da unklar bleibt, wie der Iran reagieren wird.

Erstens plant Brad Cooper eine „kurze und kraftvolle“ Welle von Angriffen auf Infrastrukturziele in der Hoffnung, die Verhandlungsblockade zu durchbrechen.

Die Realität ist jedoch, dass der Iran mit ähnlichen Schlägen gegen Israel und Nachbarstaaten im Nahen Osten retaliieren dürfte. Zu den Vergeltungsmaßnahmen könnten Angriffe auf Öl‑ und Gasinfrastruktur gehören, um die Ölpreise weiter nach oben zu treiben.

Zweitens plant CENTCOM offenbar, einen Teil der Straße von Hormus zu kontrollieren, um den kommerziellen Schiffsverkehr zu ermöglichen; diese Option würde auch Bodentruppen einschließen. Dadurch wären US‑Truppen verwundbar gegenüber iranischen Angriffen.

Drittens könnte die US‑Seite Spezialkräfte einsetzen, um angereichertes Uran im Iran zu sichern. Auch dies wäre eine schwierige Option, da das Uran tief unter Bergen vergraben ist und Truppen exponieren würde.

Die Folge all dessen ist, dass die Rohölpreise vorerst auf erhöhtem Niveau bleiben dürften. Eine solche Entwicklung belastet europäische Volkswirtschaften, die ohnehin mit schwachem Wachstum und hoher Inflation kämpfen. Europa ist weitgehend vom Öl aus dem Nahen Osten abhängig; einige Fluggesellschaften haben bereits Flüge gestrichen.

DAX, FTSE 100, Stoxx 50 und CAC 40 im Fokus vor Zinsentscheidungen

Europäische Aktienindizes werden auf die bevorstehenden Zinsentscheidungen der EZB und der Bank of England (BoE) reagieren. Diese Sitzungen finden einen Tag, nachdem die Federal Reserve die Zinsen unverändert zwischen 3,50 % und 3,75 % beließ.

Ökonomen erwarten, dass die EZB die Zinsen unverändert lässt, da sie mit der neuen Realität gedämpften Wachstums und hoher Inflation kämpft. Das ist eine große Veränderung, da die EZB es vor Ausbruch des Kriegs geschafft hatte, die Inflation auf ihr Ziel von 2 % zu bringen.

Die Bank of England steht in einer schwierigeren Lage: Die britische Inflation lag vor Ausbruch des Kriegs noch über 3 % und das Land befindet sich weiterhin in einer Phase der Stagflation. Stagflation ist gekennzeichnet durch hohe Inflation und langsames Wirtschaftswachstum.

Gleichzeitig werden in den nächsten zwei Tagen mehrere große europäische Unternehmen ihre Zahlen veröffentlichen. Im Vereinigten Königreich liegen die Augen auf Rolls‑Royce, NatWest, Standard Chartered und Endeavor Mining.

Der DAX wird auf Quartalsberichte von Konzernen wie BASF, Deutsche Post, Volkswagen und Linde reagieren. In Frankreich veröffentlichen Unternehmen wie Schneider Electric, BNP Paribas, Société Générale, Crédit Agricole und Capgemini ihre Zahlen.