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Dow fällt 200 Punkte – Nahost‑Spannungen erschüttern Märkte, Ölpreise steigen

Dow fällt 200 Punkte – Nahost‑Spannungen erschüttern Märkte, Ölpreise steigen
Ananthu C U
04. Mai 2026, 15:43 PM

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Brent-Rohöl (BZ=F)

Kaufen Sie Brent‑Rohöl‑Futures (BZ=F). Die Berichte über Raketenangriffe in der Straße von Hormus sind widersprüchlich, doch der Ölpreis preist Risiken bereits schnell neu ein (Brent >$110, WTI >$105). Selbst ein Dementi, dass es „keinen Treffer“ gegeben habe, wird den Risikoaufschlag nicht auflösen, solange die Schlagzeilen laut bleiben und das Schifffahrrisiko erhöht ist. Die Stärke des Ölpreises sollte zudem Energietitel stützen und die Inflationserwartungen aufrechterhalten.

Kernrisiko: Eine schnelle Deeskalation, die das Schifffahrrisiko wieder normalisiert und den Ölpreis zurück unter $105 drückt (Brent < ~$108).

UPS (UPS)

Verkaufen Sie UPS. Dass Amazon sein Logistiknetzwerk für Drittparteien öffnet, stellt eine direkte Bedrohung für UPS’ Kernvolumen im Boden‑/Paketgeschäft dar, und die Aktie reagiert bereits (minus ~6,3 %). In einem Umfeld mit höheren Ölpreisen und steigenden Kosten drängen Versender stärker auf günstigere, flexible Kapazitäten — genau in diesem Bereich kann Amazon Preise unterbieten und Nachfrage umlenken.

Kernrisiko: Die Amazon‑Logistikoffensive gewinnt nicht nennenswertes Drittparteienvolumen, und die Nachfrage bei UPS bleibt trotz ölgetriebenem Kostendruck stabil.

  • Wall Street eröffnet gemischt, da Nahost‑Spannungen die Stimmung erschüttern.
  • Öl steigt über $110, da Befürchtungen um die Straße von Hormus zunehmen.
  • eBay legt zu, GameStop fällt nach einem Übernahmeangebot über $56 billion.

Die wichtigsten Wall‑Street‑Indizes eröffneten gemischt und verzeichneten am Montag einen volatilen Wochenstart, da steigende geopolitische Spannungen im Nahen Osten den Optimismus aus einem starken Quartalsberichtsumfeld und jüngsten Rekordständen ausglichen.

Der Dow Jones Industrial Average fiel um 216 Punkte bzw. 0,44 %, der S&P 500 sank um 0,12 %, während der Nasdaq Composite um 0,07 % zulegte.

Die Märkte erlebten einen volatilen Start nach widersprüchlichen Berichten über Vorfälle mit dem Iran und einem US‑Kriegsschiff in der Nähe der Straße von Hormus, was neue Unsicherheit in die bereits mit hohen Ölpreisen kämpfenden Globalmärkte brachte.

Geopolitische Spannungen erschüttern die Stimmung

Die jüngste Volatilitätswelle wurde durch Berichte iranischer Medien ausgelöst, wonach ein US‑Kriegsschiff in der Nähe der Straße von Hormus von Raketen getroffen worden sei.

Die halbamtliche Nachrichtenagentur Fars berichtete, zwei Raketen hätten das Schiff getroffen, und in Teheran hieß es zudem, man habe ein US‑Kriegsschiff zur Umkehr gezwungen.

Die Vereinigten Staaten wiesen die Berichte jedoch zurück; das US‑Zentralkommando erklärte, „keine Schiffe der US‑Marine seien getroffen worden.“

Die widersprüchlichen Darstellungen ließen Anleger vorsichtig agieren, zumal der Konflikt—nun im dritten Monat—weiterhin Risiken für den Welthandel und die Energiemärkte birgt.

Die Ölpreise schossen als Reaktion nach oben: Brent stieg um mehr als 2,5 % und wurde über $110 je Barrel gehandelt, während US‑West Texas Intermediate um etwa 3 % zulegte und über $105 je Barrel notierte.

Starke Unternehmenszahlen treffen saisonale Vorsicht

Die geopolitische Unsicherheit folgt auf eine starke Phase für Aktien, gestützt durch robuste Unternehmensgewinne und Optimismus rund um große Technologieunternehmen.

Am Freitag erreichten sowohl der S&P 500 als auch der Nasdaq Composite neue intraday‑ und Schlussrekorde und gewannen jeweils 0,29 % bzw. 0,89 %.

Der Dow Jones Industrial Average hinkte hingegen hinterher und fiel um 152,87 Punkte bzw. 0,31 %.

Trotz des positiven Gewinnmomentums treten Anleger zudem in eine historisch schwächere Phase für Aktien ein.

Daten von Fidelity zeigen, dass der S&P 500 seit 1945 im Schnitt etwa 2 % zwischen Mai und Oktober zulegte, verglichen mit rund 7 % von November bis April.

Unterdessen berichtete Berkshire Hathaway am Wochenende, es sei zum 14. Mal in Folge ein Nettoverkäufer von Aktien gewesen — ein Signal, das Anleger genau beobachten, um Rückschlüsse auf Bewertungen und die allgemeine Marktlage zu ziehen.

Unternehmensbewegungen rücken zusätzlich in den Fokus

Unternehmensnachrichten trugen ebenfalls zu den vorbörslichen Bewegungen bei.

Die Aktien von GameStop fielen um 4,5 %, während eBay um 5,6 % zulegte, nachdem GameStop einen Vorschlag zur Übernahme von eBay für etwa $56 billion in einem Bar‑und‑Aktien‑Deal vorgestellt hatte.

Andernorts gerieten Logistikunternehmen unter Druck, nachdem Amazon die Einführung von „Amazon Supply Chain Services“ angekündigt hatte und damit sein Logistiknetzwerk für Drittunternehmen öffnet.

Die FedEx‑Aktie fiel um 5,4 %, die von United Parcel Service um 6,3 %.

In der Politik kündigte Präsident Donald Trump an, die USA würden „Project Freedom“ starten, um Handelsschiffen aus nicht beteiligten Staaten die sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu ermöglichen.

„Ich habe meinen Vertretern gesagt, sie sollen ihnen mitteilen, dass wir alles daransetzen werden, ihre Schiffe und Besatzungen sicher aus der Straße zu bekommen“, sagte er. „In allen Fällen sagten sie, sie würden nicht zurückkehren, bis das Gebiet wieder sicher für die Navigation und alles andere ist.“

Mit Blick nach vorn bereiten sich Anleger auf die wichtigste Wirtschaftsveröffentlichung der Woche vor: den Arbeitsmarktbericht für April, der am Freitag erscheint. Ökonomen erwarten, dass die US‑Wirtschaft 53.000 Arbeitsplätze hinzugefügt hat, deutlich weniger als der vorherige Wert von 178.000, während die Arbeitslosenquote voraussichtlich bei 4,3 % unverändert bleibt.

Zum Wochenbeginn dürfte das Zusammenspiel aus geopolitischen Risiken, Energiepreisen und Gewinnmomentum weiterhin der dominierende Stimmungsfaktor sein.