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Zentralbank-Fehler könnten Gold bis Q1 2027 auf $5.500/oz treiben — Experte

Zentralbank-Fehler könnten Gold bis Q1 2027 auf $5.500/oz treiben — Experte
Sayantan Sarkar
05. Mai 2026, 08:19 AM

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Gold (XAU/USD)

Kauf XAU/USD-Spot (oder GLD). Der Kern des Artikels ist das Risiko von Politikfehlern: Zentralbanken könnten bei der Inflationskontrolle überreagieren und damit die Wahrscheinlichkeit von Rezession oder Stagflation erhöhen. Diese Kombination hat historisch Gold nach oben getrieben, und der Beitrag argumentiert, dass das Abwärtspotenzial selbst unter bärischen Annahmen begrenzt ist. Es nennt zudem strukturelle Rückenwinde: steigende Staatsschulden, Druck durch einen schwächeren USD sowie institutionelle und internationale Reservennachfrage. Ziel ist eine Bewegung in Richtung ~ $5.500/oz bis Q1 2027.

Kernrisiko: Ein anhaltender, glaubwürdiger Desinflationspfad, der Zinssenkungen ohne Rezession erzwingt – wodurch Realrenditen und der USD steigen und der „Politikfehler“-Katalysator entfällt.

Silber (XAG/USD)

Kauf XAG/USD (oder SLV) als überproportionaler Nutznießer eines Goldanstiegs. Der Artikel verknüpft Silberaufwärtspotenzial klar mit Goldstärke und nennt als zweiten Treiber Elektrifizierung und Nachfrage aus dem Solarsektor. Sie kaufen also nicht nur einen „Safe-Haven“, sondern partizipieren am industriellen Rückenwind, der tendenziell eine Neubewertung erfährt, wenn sich das makroökonomische Umfeld genug verbessert, um die Risikobereitschaft zu erhöhen, während Gold durch Politikunsicherheit gestützt bleibt. Ziel ~ $92,50/oz bis Q1 2027, mit weiterem Aufwärtspotenzial bei einer Gold-Rallye.

Kernrisiko: Industrielle Nachfrage enttäuscht (Abschwächung bei Solar/Elektrifizierung), während Gold nur moderat steigt – wodurch Silber hinterherhinkt und der Gold‑Silber‑Spread sich verengt.

  • Gold wird bis Q1 2027 auf $5.500 prognostiziert, das Abwärtspotenzial ist begrenzt.
  • Silberprognose $92,50/oz bis 2027, gestützt durch Solarnachfrage.
  • Rezessionsrisiken sind bullishe Katalysatoren für Gold.

Die Goldpreise dürften bis zum ersten Quartal 2027 deutlich höher liegen, obwohl sie derzeit unter $4.600 pro Unze kämpfen. 

Kurzfristige Volatilität und sich verändernde makroökonomische Risiken erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass Zentralbanken Politikfehler machen — ein Umfeld, das Gold letztlich stützt, sagte Nitesh Shah, Leiter für Rohstoff- und makroökonomische Forschung bei WisdomTree, in einem Interview mit Kitco News

Trotz geopolitischer Spannungen habe sich Gold bislang nicht wie ein traditionelles sicherer Hafen entwickelt, so Shah.

Er weist jedoch darauf hin, dass die anhaltenden Risiken in der Weltwirtschaft zunehmen und damit eine positive Perspektive für Edelmetalle schaffen.

„Gold erfüllt noch nicht ganz die Rolle, die man von einer vollwertigen geopolitischen Absicherung erwarten würde“, wurde er in dem Bericht zitiert. 

Viel von diesem Verkaufsdruck wird durch Liquidationen und Margin-Dynamiken in den breiteren Märkten getrieben, nicht durch eine Veränderung der Fundamentaldaten.

Nitesh ShahLeiter für Rohstoff- und makroökonomische Forschung bei WisdomTree

Fehlentscheidungen der Geldpolitik und makroökonomische Risiken als bullishe Katalysatoren

Zentralbanken stehen vor einem schwierigen Dilemma: Ihre Bemühungen, die Inflation mit aggressiven Zinserhöhungen zu bekämpfen, könnten rezessive Druckfaktoren verschärfen oder eine Stagflation auslösen, hob Shah hervor.

Dieses prekäre Abwägen erhöht die Wahrscheinlichkeit von Politikfehlern, was wiederum ein bedeutender bullisher Treiber für Gold ist.

„Die Zentralbanken sind sich voll bewusst, dass sie mit der Zinspolitik kaum viel ausrichten können, ohne Schaden anzurichten“, sagte er.

Wechselnde Führungsstrukturen und veränderte politische Prioritäten schaffen Unsicherheit über die künftige Richtung der Geldpolitik, was wiederum das Risiko weiterer Marktstörungen birgt.

Shah deutete an, dass der Versuch, zu viel zu schnell zu erreichen, zu Politikfehlern führen könnte, wodurch Unsicherheit entstünde, die wiederum Gold stützen könnte.

Langfristig bullische Aussichten und Prognose für Silber

Trotz der vorhandenen Politikrisiken und Marktvolatilität bleibt Shah langfristig bullisch für Gold.

Er rechnet damit, dass die Goldpreise wieder in die Nähe ihrer Allzeithochs zurückkehren, gemäß seinem aktuellen Basisszenario, und erwartet diese Rückkehr bis zum ersten Quartal 2027.

Shah prognostizierte, dass Gold bis zum ersten Quartal 2027 ungefähr $5.500 erreichen werde.

Er präzisierte, dass diese Prognose am unteren Rand einer breiteren möglichen Bandbreite liegt und nannte die robuste Investmentnachfrage als einen zentralen Faktor.

Shah erwartet, dass Gold bei etwa $4.630 pro Unze bleiben werde, selbst unter einem pessimistischeren Szenario mit einem Rückgang der Inflation auf 2 %, einem stärkeren US-Dollar und steigenden Anleiherenditen.

Shah sieht die Risiken für das Asset eher auf der Oberseite und erklärte, dass „selbst unter recht bärischen Annahmen das Abwärtspotenzial relativ begrenzt ist.“ 

Er vertritt außerdem eine konstruktive Sicht auf Silber, räumt jedoch ein, dass die industrielle Nachfrage eine zusätzliche Unsicherheitskomponente darstellt.

Die Prognose für Silber liegt laut Shah bei ungefähr $92,50 pro Unze bis zum ersten Quartal 2027.

Es bestehe jedoch Potenzial für höhere Preise, beeinflusst durch Trends zur Elektrifizierung und durch Nachfrage aus dem Solarsektor.

Er schlug vor, dass signifikante Goldpreissteigerungen zu einem Anstieg des Silberpreises führen sollten.

Zusätzlich wies er darauf hin, dass die weltweite Bewegung hin zu einer Diversifizierung der Energiequellen die Nachfrage nach Silber langfristig stützen könnte.

Shah betonte, dass steigende Rezessionsrisiken, unabhängig von geldpolitischen Entscheidungen, ein Schlüsselfaktor sein könnten, der Goldpreise nach oben treibt.

Verschobene Nachfrage und Golds strategische Rolle

Shah erklärte, dass Goldpreise typischerweise durch Rezessionsrisiken gestützt werden, und sollten diese Risiken eintreten, werde der Metallpreis „sehr unterstützend“ sein.

Darüber hinaus hob er strukturelle Bedenken hervor, darunter steigende Staatsschulden und anhaltenden Abwärtsdruck auf den US-Dollar, als zusätzliche positive Faktoren für Gold.

„Wir könnten wieder strukturelle Abwertungsprozesse sehen, verbunden mit Belastungen der Haushalte, und das könnte den Goldpreis unterstützen“, sagte Shah. 

Obwohl hohe Preise sich negativ auf den Schmuckabsatz auswirken, bleibt der Markt durch eine starke und konstante Nachfrage aus Asien, insbesondere aus China und Indien, unterstützt.

Shah wies darauf hin, dass die Nachfrage nach Gold nicht verschwunden sei, sondern sich „verschoben“ habe.

Er ergänzte, dass Gold in vielen Regionen seinen Status als „tragbare Anlage“ behalte.

Shah hob zudem einen gleichzeitigen Trend hervor: Institutionelle Investoren, nach Jahren untergewichteter Allokationen, erhöhen nun strategisch ihre Goldexposure.

Die Mehrheit der Kunden ist der Meinung, sie brauche eine strategische Allokation in Gold. Sie erkennen, dass ihre Portfolios ohne Gold nicht ausreichend diversifiziert sind.

Nitesh ShahLeiter für Rohstoff- und makroökonomische Forschung bei WisdomTree

Shah erläuterte, dass Gold zunehmend als Alternative zu konventionellen Festzinsanlagen gesehen wird, besonders angesichts der derzeitigen Volatilität an den Anleihemärkten.

Er wies ferner darauf hin, dass anhaltende geopolitische Spannungen und die wachsende Tendenz von Zentralbanken, Gold als leicht verfügbare, neutrale Reserveanlage zu nutzen, seine dauerhafte Attraktivität stärken.

Shah ist der Ansicht, dass die aktuellen geopolitischen Risiken unterschätzt werden und stärker im Goldpreis berücksichtigt werden sollten.

Er meinte, der derzeitige Goldpreis sei „etwas niedriger, als er angesichts der bestehenden Risiken sein sollte.“ 

Angesichts anhaltender Volatilität und eines für die Politikverantwortlichen zunehmend komplexen wirtschaftlichen Umfelds rechnete Shah mit starker Unterstützung für sowohl Gold als auch Silber.

„Die Lage ist unsicher, und genau diese Unsicherheit treibt Anleger letztlich in Richtung Gold.”