Micron +600 %, SanDisk +3.350 %: Welche Aktie sollten Sie kaufen?

Micron +600 %, SanDisk +3.350 %: Welche Aktie sollten Sie kaufen?
Devesh Kumar
08. Mai 2026, 13:40 PM

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SanDisk kaufen (SNDK)

SNDK ist der klarste Weg, auf den Speicher‑Engpass durch KI zu setzen: NAND‑Preissetzungsmacht kombiniert mit Rechenzentrumsnachfrage. Der Artikel weist ein Umsatzwachstum von 251 % und einen Anstieg der Datacenter‑Umsätze um 645 % aus, wobei sich der EPS in einen hohen Gewinn kehrte. Zudem hat das Unternehmen neue Geschäftsmodellvereinbarungen, die an NAND “bit obligations” gebunden sind und SanDisk mehr Umsatzsichtbarkeit bieten als ein typischer Speicherzyklus. Bei ~46.6x trailing earnings bewertet der Markt das Unternehmen wie einen etablierten Gewinner – doch die Fundamentaldaten beschleunigen weiterhin, sodass das Aufwärtspotenzial zugunsten weiterer Gewinnhebungen durch Ausbau von KI‑SSDs verschoben ist.

Kernrisiko: KI-Kunden drosseln die Ausgaben für SSD/KI‑Infrastruktur schneller, als die Knappheit bei NAND die Preise hochhalten kann.

Micron kaufen (MU)

MU ist die qualitativ hochwertigere, diversifiziertere Wette auf denselben Engpass, mit dem größten Gewinnhebel gegenüber DRAM-Beschränkungen. Das Quartal zeigte nahezu eine Verdreifachung des Umsatzes im Jahresvergleich und einen Anstieg des Non-GAAP‑EPS von $1.56 auf $12.20 sowie eine starke Q3‑Prognose, die signalisiert, dass der Markt angespannt bleibt. DRAM ist der „Arbeitsspeicher" für KI‑Server; wenn die KI‑Nachfrage stark bleibt, sollten Mix und Größe von MU in anhaltende Margenausweitung im Cloud‑ und Rechenzentrumsbereich übersetzen.

Kernrisiko: Das DRAM‑Angebot steigt schneller als die Nachfrage (oder die KI‑Server‑Capex pausiert), was Preise und Margen einbrechen lassen würde.

  • Micron und SanDisk steigen, da KI die Nachfrage nach DRAM und NAND anheizt.
  • Micron bietet Größe und Diversifikation über Cloud- und Automotive-Chips.
  • SanDisk verzeichnet schnelleres Wachstum, da die KI‑Nachfrage die SSD‑Verkäufe deutlich antreibt.

Speicherchips sind stillschweigend zu einem der heißesten KI-Anlagethemen am Markt geworden.

Micron Technology NASDAQ:MU ist jetzt etwa 738 Milliarden USD (ca. 643,8 Milliarden €), während SanDisk (NASDAQ: SNDK), das seine Abspaltung von Western Digital im Februar abgeschlossen hat, einen Marktwert von rund 210 Milliarden USD (ca. 183,2 Milliarden €).

Beide Aktien sind stark gestiegen, weil KI-Rechenzentren mehr als GPUs benötigen: sie brauchen außerdem schnellen Arbeitsspeicher und Speicher.

Im letzten Quartal erzielte Micron einen Umsatz von 23,9 Milliarden USD (ca. 20,8 Milliarden €), fast dreimal so viel wie die 8,1 Milliarden USD (ca. 7 Milliarden €) ein Jahr zuvor, während SanDisk gerade 6 Milliarden USD (ca. 5,2 Milliarden €) meldete, ein Anstieg von 251 % gegenüber dem gleichen Quartal des Vorjahres.

Was steckt hinter dem Speicherboom?

Der KI-Boom hat einen einfachen, aber wirkungsvollen Engpass geschaffen: DRAM ist der schnelle „Arbeitsspeicher“, den Server zur Datenverarbeitung nutzen, während NAND der Flash-Speicher ist, der in SSDs steckt und die Daten in Bewegung hält.

Micron sagt, die Nachfrage nach KI-Servern bleibe stark, werde jedoch durch ein unzureichendes Angebot an DRAM und NAND begrenzt. Der Engpass werde durch die stark steigende Nachfrage nach KI-Infrastruktur angetrieben.

Gartner prognostiziert, dass die kombinierten DRAM- und SSD-Preise bis Ende 2026 um 130 % steigen könnten, was laut Analysten die PC-Preise um 17 % anheben würde.

Die Knappheit wird als „beispiellos" beschrieben, und man erwartet, dass die Speichermärkte auch über 2026 hinaus angespannt bleiben könnten.

Argumente für Micron-Aktien

Das Bullenszenario für Micron basiert auf Größe, Hebel bei den Gewinnen und einem Geschäft, das bereits auf Hochtouren läuft.

Im Fiskal-Q2 2026 meldete das Unternehmen einen Umsatz von 23,9 Milliarden USD (ca. 20,8 Milliarden €) gegenüber $8.05 billion 8,1 Milliarden USD (ca. 7 Milliarden €) ein Jahr zuvor, während der Non-GAAP EPS von $1.56 auf $12.20 sprang.

Micron gab die Umsatzprognose für das Fiskal-Q3 auf 33,5 Milliarden USD (ca. 29,2 Milliarden €) an und unterstrich damit, wie angespannt der Markt bleibt.

An der Wall Street startete Melius die Berichterstattung mit einem Kauf-Rating und einem Kursziel von $700 und sagte, das impliziere damals ein Aufwärtspotenzial von 41 %.

DA Davidson ging aggressiver vor mit einem Kursziel von $1,000, und Mizuho hob sein Ziel kürzlich auf $740 an. Bei dem aktuellen Aktienkurs notiert Micron bei rund 30.5x trailing earnings.

Argumente für SanDisk-Aktien

Die Geschichte von SanDisk ist noch dramatischer: Der Umsatz im Fiskal-Q3 stieg im Jahresvergleich um 251 % auf 6 Milliarden USD (ca. 5,2 Milliarden €), die Datacenter-Umsätze sprangen um 645 % gegenüber dem Vorjahr, und der Non-GAAP EPS drehte von einem Verlust von $0.30 in einen Gewinn von $23.41.

Das Unternehmen gab außerdem an, das Quartal mit drei neuen Vereinbarungen zum Geschäftsmodell abgeschlossen zu haben und im folgenden Quartal zwei weitere hinzugefügt zu haben.

Cantor Fitzgerald erhöhte sein Kursziel auf $1,800, während Melius die Berichterstattung mit $1,350 begann.

Cantor sagte, die neue Kundenstruktur enthalte etwa 42 Milliarden USD (ca. 36,6 Milliarden €) an NAND-Bit-Verpflichtungen und verschaffe SanDisk mehr Umsatzsichtbarkeit als ein typischer Speicherzyklus.

SanDisk handelt derzeit bei etwa 46.6x trailing earnings.

Welche Aktie sollten Sie kaufen?

Das klarste Bullenszenario an der Wall Street gehört derzeit SanDisk.

Cantor-Fitzgerald-Analyst C.J. Muse sagte kürzlich, SanDisk sei „der bessere Kauf zu den aktuellen Preisen“ und verwies auf das größere implizite Aufwärtspotenzial, das schnellere Gewinnwachstum und die stärkere Hebelwirkung gegenüber dem KI-getriebenen SSD-Boom.

Micron bleibt weiterhin die bessere Wahl für Anleger, die den größeren, diversifizierteren Namen mit Engagement in Cloud-Speicher, Kernrechenzentren, Mobile/Client und Automotive bevorzugen.

Aber Speicher bleibt ein zyklisches Geschäft, und die Branche kann sich noch stark bewegen, wenn das Angebot schließlich die Nachfrage einholt.