Brent und WTI über $100 – Iran-Konflikt hält Ölmarkt angespannt
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Kaufen Sie WTI-Rohöl-Futures (oder einen WTI-ETF wie USO), da das Risiko einer Schließung der Straße von Hormus weiterhin besteht und der Markt stark von Schlagzeilen getrieben wird; die Preise liegen bereits wieder über $100, und der Artikel weist auf eine anhaltende Risikoprämie hin, selbst wenn ein Abkommen zustande kommt. Wesentliche Konstellation: Angebotsstörung + langsame Produktionshochfahrt + Infrastruktur‑schäden bedeuten, dass die „alte Normalität" nicht schnell zurückkehren wird.
Kernrisiko: Ein echtes, durchsetzbares Iran-Abkommen, das die Straße von Hormus vollständig wieder öffnet und den Schiffsverkehr schnell normalisiert, wodurch die Risikoprämie zusammenbricht.
Kaufen Sie Brent-Rohöl-Futures (oder BNO), da Brent über WTI notiert und der Artikel das anhaltende Abschalten von Trackern bei Tankern – zur Vermeidung von Angriffen – nennt, was auf ein anhaltendes physisches Risiko rund um den Persischen Golf hinweist. Wesentliche Konstellation: anhaltende Engpassprämie sowie wahrscheinliche weitere Herabsetzungen der Angebotsprognosen in den bevorstehenden Berichten der Energieagenturen.
Kernrisiko: Eine plötzliche, glaubwürdige Deeskalation, die den Schiffsverkehr schnell normalisiert und Brent sowie WTI rasch nach unten zur Konvergenz zwingt.
- Brent steigt um 4,2% auf $105,56, WTI steigt um 4,9% auf $100,10.
- Trump lehnt Irans Vorschlag ab; Fokus richtet sich diese Woche auf Gespräche mit China.
- Analysten warnen, dass die Preise selbst bei einem Friedensabkommen erhöht bleiben werden.
Die Ölpreise schnellten am Montag nach oben, befeuert von erneuten Versorgungsängsten, nachdem US-Präsident Donald Trump Irans jüngsten Vorschlag als „inakzeptabel“ zurückgewiesen hatte, wodurch der globale Markt angespannt bleibt, da die wichtige Straße von Hormus weiterhin geschlossen ist.
Experten halten den Ölmarkt weiterhin für stark von Schlagzeilen getrieben.
„Man würde erwarten, dass der Markt zunehmend ermüdet durch die Flut an Schlagzeilen und das Hin und Her“, sagte Warren Patterson, Leiter der Rohstoffstrategie bei ING Economics, in einer Mitteilung.
„Die Ölpreise bleiben jedoch sehr sensibel gegenüber dem Lärm rund um Iran und heben die Bedeutung der anhaltenden Versorgungsstörungen im Persischen Golf hervor.“
Sowohl Brent- als auch West Texas Intermediate-Rohölkontrakte lagen am Montag wieder über $100 pro Barrel.
WTI notierte um 4,9% höher bei $100,10 pro Barrel, während Brent bei $105,56 pro Barrel lag, ein Plus von 4,2%.
Hoffnungen auf eine baldige Lösung des zehn Wochen andauernden Konflikts, die womöglich den Öltransit durch die Straße von Hormus wieder erlauben würde, führten dazu, dass beide Kontrakte in der vergangenen Woche wöchentliche Verluste von 6% verzeichneten.
Politischer Fokus verlagert sich nach China
US-Beamten zufolge wird erwartet, dass Trump bei seiner Ankunft in Peking am Mittwoch unter anderem mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping über Iran spricht.
„Die Marktaufmerksamkeit richtet sich nun ganz auf den Besuch von Präsident Trump in China in dieser Woche“, sagte Tony Sycamore, Marktanalyst bei IG, in einer Mitteilung.
There is hope he can persuade Beijing to leverage its influence over Iran to push for a comprehensive ceasefire and a resolution to the ongoing disruption in the Strait of Hormuz.
Saudi Aramco-CEO Amin Nasser erklärte am Sonntag, dass sich die globalen Ölmärkte Zeit zur Stabilisierung nehmen werden, selbst wenn die Lieferflüsse wieder anlaufen, nachdem in den letzten zwei Monaten schätzungsweise rund 1 Milliarde Barrel Öl verloren gegangen seien.
Diese Instabilität zeigt sich in einem wachsenden Trend bei Ölexporten aus dem Nahen Osten: Letzte Woche schalteten nach Angaben des Schifffahrtsdatenanbieters Kpler zwei weitere Tanker beim Verlassen der Straße von Hormus ihre Tracker aus, um möglichen iranischen Angriffen zu entgehen.
„Selbst im Falle einer Einigung dürften die Ölpreise zunächst nur begrenzt fallen, da eine Rückkehr zur alten Normalität vorerst nicht zu erwarten ist“, sagte Barbara Lambrecht, Rohstoffanalystin bei der Commerzbank AG.
It is likely to take some time before shipping traffic in the strait normalises and production in the region returns to its usual level.
Obwohl die Erwartung an ein sofortiges Abkommen schwindet, besteht weiterhin eine geringe Möglichkeit, dass die Gespräche zwischen Präsident Trump und Präsident Xi später in dieser Woche zu positiven Entwicklungen in Bezug auf Iran führen könnten.
„Die Hoffnung ist, dass China seinen Einfluss auf Iran nutzen kann, um das Land näher an einen Friedensvertrag heranzuführen. Das ist selbstverständlich leichter gesagt als getan“, sagte Patterson.
Langfristiger Preisausblick bleibt hoch
Die Straße von Hormus wird voraussichtlich auf absehbare Zeit ein kritischer Engpass bleiben, was eine Risikoprämie rechtfertigt.
Dies liegt daran, dass eine Hochfahrt der Produktion langsam verläuft und sowohl Energie- als auch Exportinfrastruktur Schäden erlitten haben.
All these factors suggest that even in the event of an agreement, the oil price will initially (and from our perspective even until the end of the year) settle at a noticeably higher level than before the Iran war.
Die neuen Monatsberichte der drei Energieagenturen, die später in dieser Woche erscheinen, sollen tiefere Einblicke in die fundamentalen Faktoren geben, die den Ölmarkt beeinflussen.
Folglich dürften sowohl Angebots- als auch Nachfrageprognosen weiter nach unten revidiert werden.
Trotz der erwarteten Auswirkungen im zweiten Quartal auf Angebot und Nachfrage nahm die Internationale Energieagentur (IEA) in ihrer April-Prognose nur minimale Anpassungen für die zweite Jahreshälfte vor.
„Je länger die Straße von Hormus jedoch geschlossen bleibt, desto nachhaltiger wird der Effekt auf die Preise sein“, sagte Lambrecht.
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