Warum DAX, CAC 40, FTSE 100 und Stoxx 50 stark fallen
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Verkauf DAX (DAX-Index-Futures oder ETF: EWGD). Das Setup ist ein risikoscheues Umfeld infolge einer Eskalation im Nahen Osten sowie steigender europäischer Renditen (10J ~3,17 % Deutschland), die Aktienmultiplikatoren zusammenpressen. Kombinieren Sie dies mit einer Long-Position auf deutsche Bunds (Bund-Futures oder ETF: BUND). Sekundäreffekte: Höhere Renditen und ölgetriebene Inflation zwingen die EZB, länger restriktiv zu bleiben, halten die Diskontierungssätze erhöht und treffen zyklische Werte in Deutschlands exportlastigem Markt am härtesten.
Kernrisiko: Eine rasche Deeskalation im Nahen Osten, die die Ölpreise einbrechen lässt und europäische Renditen wieder nach unten zieht.
Verkauf FTSE 100 (FTSE-Futures oder ETF: EWU). Der Artikel weist auf politische Instabilität im Vereinigten Königreich („unmanageable“) und ein schwächeres GBP/USD hin, was typischerweise Unsicherheit und Finanzierungskosten für britische Aktien erhöht. Kombinieren Sie dies mit Long-Positionen auf UK Gilts (10J Gilt-Futures oder ETF: IGLT). Sekundäreffekte: Ein schwächeres Pfund zusammen mit hartnäckiger Inflation zwingt die BoE zu restriktiver Politik, was die Gewinnlage der Unternehmen belastet und zugleich in Wachstumsängsten die Nachfrage nach Gilts stützt.
Kernrisiko: Eine politische Lösung im Vereinigten Königreich, die die Regierung stabilisiert und eine GBP-Erholung sowie fallende Gilt-Renditen auslöst.
- Europäische Indizes gaben am Montag deutlich nach.
- Die geopolitischen Risiken stiegen weiter; die Wahrscheinlichkeit eines Angriffs von Trump auf den Iran nahm zu.
- Europäische Anleiherenditen stiegen diese Woche weiter an.
Europäische Aktienindex-Futures fallen heute, am 18. Mai, stark, da geopolitische Spannungen und Anleiherenditen anziehen. Die FTSE-100-Futures gaben um 1,71 % nach, während der DAX und der CAC 40 jeweils um über 1 % zurückgingen. Der breite Stoxx-50-Future fiel um mehr als 1,3 %.
FTSE 100, DAX, CAC 40 und Stoxx fallen angesichts steigender geopolitischer Risiken
Europäische Aktien-Futures zogen sich am Montag zurück und setzten damit einen Trend fort, der bereits seit letzter Woche anhält. Der Stoxx-50-Future fiel auf €5.746, während der DAX um 1,15 % auf €23.670 nachgab. Ähnlich sanken die CAC-40-Futures um 1,17 % auf €7.860, während Italiens FTSE MIB um 0,85 % auf €48.680 fiel.
Europäische Aktienindizes fallen | Quelle: TradingEconomics
Die europäischen Futures gaben nach, da die Sorgen um die Weltwirtschaft anhielten. Präsident Donald Trump warnte, dass er seinen Krieg möglicherweise wieder aufnehmen müsse, um den Iran zu einem Abkommen zu drängen. Außerdem hat die US-Regierung bereits tausende Soldaten in der Region zusammengezogen, und Analysten sagen voraus, dass ein Angriff nun unmittelbar bevorstehen könnte, da seine Chinareise beendet ist.
Erneute Gefechte zwischen den USA und China würden erhebliche Auswirkungen auf die europäische Wirtschaft haben. Zum einen würden sie die Rohölpreise nach oben treiben. Brent, das globale Referenzöl, ist auf $111 gestiegen, während der West Texas Intermediate auf $109 zulegte.
Ein Angriff würde die Preise weiter in die Höhe treiben, da der Iran gewarnt hat, seine Angriffe auf Energieinfrastruktur im Nahen Osten, einschließlich einer saudischen Pipeline, zu verstärken. Er würde auch seine militärische Schlagkraft in der Region einsetzen, um das Rote Meer zu schließen, durch das 12 % des weltweiten Öltransits laufen.
Stark steigende Inflation und Anleiherenditen
Europäische Aktien geraten zudem unter Druck, da die lokalen Anleiherenditen angesichts der Befürchtung, die Inflation werde weiter steigen und die EZB zu Zinserhöhungen zwingen, anziehen.
Daten zeigen, dass die zehnjährigen Renditen auf 3,17 % gestiegen sind, den höchsten Stand seit Mai 2011. In Frankreich stieg die zehnjährige Rendite auf 3,99 % nach dem pandemiebedingten Tief von minus 0,60 %. In Italien sprang die Rendite auf 3,95 %, in Spanien auf 3,62 %.
Analysten erwarten, dass die europäische Inflation in diesem Jahr weiter ansteigen wird. Die jüngsten Daten zeigten, dass die Gesamtinflation (Headline CPI) von 2,6 % im März auf 3,0 % im April anstieg. Infolgedessen deutete die Europäische Zentralbank an, dass sie auf der Sitzung im April die Zinsen anheben werde.
Verschlechterung der politischen Lage im Vereinigten Königreich
Der FTSE-100-Index ist der am schlechtesten performende europäische Index, weil die Sorge wächst, dass das Vereinigte Königreich zunehmend unregierbar wird. Keir Starmer, der die Labour Party 2024 zu einem großen Sieg geführt hat, steht nun kurz davor, sein Mandat zu verlieren.
Das Hauptproblem ist, dass das Vereinigte Königreich in den letzten zehn Jahren nun bereits vier Premierminister hatte. Das hat das Amt des Premierministers unattraktiver gemacht, da auch der nächste voraussichtlich seine Amtszeit nicht vollständig beenden wird.
Unternehmen bevorzugen eine Situation politischer Stabilität, die im Vereinigten Königreich zunehmend selten geworden ist. Das erklärt auch, warum das Währungspaar GBP/USD in diesem Jahr stärker gefallen ist als andere Währungen.
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