2 Chip-Aktien, die BofA als Gewinner der nächsten KI-Phase sieht
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Buy NVDA. Agentenbasierte KI macht CPUs zur Steuerungsebene der Inferenz: Sie orchestrieren Werkzeuge, Speicher und mehrstufige Workflows. BofAs Ansicht, dass ein Vera‑Rubin‑Pod in Richtung eines annähernden ~1:1 CPU‑zu‑GPU‑Verhältnisses tendiert, stützt die Annahme eines anhaltenden CPU‑Bedarfs, nicht nur GPU‑Nachfrage. NVDA hat zudem den klarsten Weg, dies über vollständige Systeme (Rubin‑Plattform) zu monetarisieren, und einen kurzfristigen Katalysator: Vera‑Rubin‑basierte Instanzen großer Cloud‑Anbieter im 2. Halbjahr 2026. Zentrales Risiko: Bruttomargen‑Druck durch steigende HBM‑Kosten und intensiveren Wettbewerb/kundenspezifische Chips, die NVDA zu aggressiverer Preisgestaltung zwingen könnten.
Kernrisiko: Bruttomarge sinkt, weil HBM‑Kosten und Wettbewerb/kundenspezifische Chips NVDA zu Preisnachlässen zwingen.
Buy AMD. AMD ist der reinste Nutznießer im CPU‑Segment und verfügt gleichzeitig über eine glaubwürdige GPU‑Roadmap. Falls agentenbasierte KI strukturell CPU‑intensiver wird, sollten AMDs Stärken bei Server‑CPUs sowie Zugewinne beim KI‑Marktanteil (BofA sieht den Anteil bis 2030 im zweistelligen Bereich) mit den Data‑Center‑Capex zusammenwirken. AMD profitiert außerdem, wenn Hyperscaler ihre Abhängigkeit von einem einzigen GPU‑Lieferanten diversifizieren, aber weiterhin starke CPUs für die Inferenz‑Orchestrierung benötigen. Zentrales Risiko: AMD schafft es nicht, genügend KI‑Marktanteile zu gewinnen, weil seine GPUs/Beschleuniger‑Roadmap oder sein Software‑Ökosystem bei agentenbasierten Workloads nicht mit Nvidia mithalten.
Kernrisiko: AMD gewinnt nicht ausreichend KI‑Marktanteile, weil GPUs/Software bei agentenbasierten Inferenzaufgaben nicht mit Nvidia Schritt halten.
- BofA sagt, agentenbasierte KI könnte den Markt für Server‑CPUs bis 2030 auf 125 Mrd. $ verdreifachen.
- Nvidia und AMD sind BofAs Top‑Picks für die nächste Infrastrukturphase der KI.
- BofA argumentiert, dass sich der KI‑Trade über GPUs hinaus ausdehnt, sie aber nicht ersetzt.
Für den Großteil des KI‑Booms hatten Investoren ein einfaches Rezept: die Unternehmen zu kaufen, die GPUs verkaufen, die leistungsstarken Chips, mit denen große KI‑Modelle trainiert werden.
Bank of America sagt nun, dass dieser Trade zu eng wird.
Die nächste Phase der KI wird von „agentenbasierten KI“-Systemen getrieben, die planen, Daten abrufen, Werkzeuge aufrufen und Aufgaben mit weniger menschlicher Eingabe erledigen können.
Das macht CPUs wichtiger, weil sie die Arbeit rund um das Modell koordinieren.
BofA prognostiziert, dass der Markt für Server‑CPUs von etwa 43 Milliarden USD (ca. 37,5 Milliarden €) im Jahr 2026 auf 125 Milliarden USD (ca. 109 Milliarden €) bis 2030 wächst, was einer jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 31 % entspricht.
Der KI-Trade verändert sich
Die Verschiebung bedeutet nicht, dass GPUs überholt sind — das Training größerer Modelle würde weiterhin riesige Cluster von Beschleunigern erfordern.
Aber agentenbasierte KI verändert das, was nach dem Training dieser Modelle passiert.
Ein Chatbot beantwortet eine Anfrage. Ein KI‑Agent kann in einer Unternehmensdatenbank suchen, Kundendaten abrufen, Optionen vergleichen, eine Berechnung durchführen und einen Workflow auslösen.
Solche Systeme benötigen GPUs für rechenintensive Aufgaben, aber auch CPUs, um Speicher zu verwalten, Daten zu bewegen, Werkzeuge zu orchestrieren und mehrere Schritte in der richtigen Reihenfolge auszuführen.
Deshalb ist der Aufruf von BofA bedeutsam. Aryas Team beschrieb CPUs als die „Steuerungsebene der KI‑Inferenz“, wobei agentenbasierte Workloads „strukturell noch CPU‑intensiver“ werden.
Die Bank argumentiert außerdem, dass dies keine Rotation von GPU hin zu CPU ist, sondern eine Ausweitung des Data‑Center‑Marktes insgesamt.
BofA‑Analyst legt seinen Fall dar
Vivek Arya, der vielbeachtete Halbleiter‑Analyst von BofA Securities, sieht Nvidia und AMD als die beiden klarsten Wege, um vom CPU‑schwereren Teil des KI‑Ausbaus zu profitieren.
Bei Nvidia beginnt das Argument mit der Fähigkeit, komplette Systeme und nicht nur Chips zu verkaufen.
BofA hat sein Kursziel für Nvidia kürzlich von 300 $ auf 320 $ angehoben und eine Kaufempfehlung bestehen gelassen, was einen Aufwärtsspielraum von grob über 40 % gegenüber den jüngsten Kursen andeutet.
Der nächste Katalysator ist Vera Rubin, Nvidias KI‑Plattform der nächsten Generation.
Nvidia gibt an, dass Rubin‑basierte Produkte in der zweiten Hälfte 2026 von Partnern erhältlich sein werden, und erwartet wird, dass große Cloud‑Anbieter Vera‑Rubin‑basierte Instanzen einsetzen.
Die Plattform umfasst die Vera‑CPU neben Rubin‑GPUs, Networking und weiterer Infrastruktur.
BofA wies zudem darauf hin, dass ein vollständiges Vera‑Rubin‑Pod sich in Richtung eines annähernden 1:1 CPU‑zu‑GPU‑Verhältnisses bewegen könnte — ein Hinweis darauf, wie zentral CPUs in der KI‑Infrastruktur werden.
Es bestehen Risiken: BofA weist darauf hin, dass Nvidias Bruttomarge moderat unter Druck geraten könnte, falls die Kosten für High‑Bandwidth‑Memory steigen und der Wettbewerb durch AMDs MI450‑Serie sowie kundenspezifische Chips von Hyperscalern zunimmt.
Bei AMD ist die Attraktivität klarer: Das Unternehmen verkauft bereits leistungsfähige Server‑CPUs und verfügt über eine glaubwürdige GPU‑Roadmap.
Arya hatte AMDs Kursziel zuvor auf 450 $ angehoben, nannte es einen „Top‑Compute‑Pick“ und merkte an, dass AMDs KI‑Marktanteil von etwa 6 % in 2026 bis 2030 in den zweistelligen Bereich wachsen könnte.
Ein späteres Update von BofA erhöhte das Ziel erneut auf 500 $ (vorher 450 $) und nannte als Gründe die Stärke im CPU‑Bereich, Zugewinne beim KI‑Marktanteil und Infrastruktur‑Investitionen.
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