Intel-Aktie +225 % — Analysten mahnen weiter zur Vorsicht: Sollen Anleger zuhören?

Intel-Aktie +225 % — Analysten mahnen weiter zur Vorsicht: Sollen Anleger zuhören?
Devesh Kumar
25. Mai 2026, 16:45 PM

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Invezz
Kaufen: INTC

Kaufen NASDAQ: INTC. Der Narrativwechsel der Aktie wird nun durch Zahlen untermauert: Q1-Umsatz +7 % YoY, EPS $0.29, und die wichtigsten Treiber zeigen Zuwächse — Data Centre & AI +22 % und Intel Foundry +16 %. Die vorläufige Vereinbarung zur Chipfertigung für Apple ist ein Glaubwürdigkeitskatalysator, der externe Kundengewinne vorziehen und die Auslastung verbessern kann. Nach einem Anstieg von 225 % unterschätzt der Markt weiterhin, wie schnell KI-Inferenz/agentische Workloads die Nachfrage nach CPUs relevant halten, während Intel Foundry hochfährt.

Kernrisiko: Wenn Intels Ramp-up von 18A/14A erneut ins Stocken gerät, enttäuschen Foundry-Umsätze und Margen, und der Apple-Aspekt skaliert nicht.

Verkaufen: INTC vs NVDA/AMD

Verkaufen INTC relativ zu NASDAQ: NVDA und AMD (AMD). Intel ist so bewertet, als seien die Probleme größtenteils gelöst, doch die Konsensziele implizieren Abwärtspotenzial (~$87.86 vs ~$120). Bleibt Intels Wachstum lediglich verbessernd, während NVDA/AMD schneller weiter wachsen, kann das Multiple selbst bei guten Quartalen komprimieren. Dies ist ein Trade auf Bewertungs- und Ausführungsdifferenzen: Intel benötigt eine fehlerfreie Hochfahrt und stabile Margen; NVDA/AMD müssen keinen Turnaround nachweisen.

Kernrisiko: Intel beweist die Wende schnell genug, sodass Margen und Foundry-Kundenakquise auf das aktuelle Bewertungsniveau aufschließen und eine Multiple-Kompression verhindern.

  • Die Intel-Aktie ist bisher 2026 um mehr als 220 % gestiegen.
  • Der Umsatz im 1. Quartal stieg um 7 %, da Data-Center- und Foundry-Umsätze zulegten.
  • Ein berichteter Apple-Chip-Deal könnte Intels Foundry-Ambitionen stärken.

Die Intel-Aktie NASDAQ:INTC ist 2026 um 225 % gestiegen und markiert eine deutliche Wende für ein Unternehmen, das viele Anleger noch vor einem Jahr abgeschrieben hatten.

Der Chiphersteller, der einst neben Nvidia, AMD und TSMC als abgeschriebene Aktie galt, ist plötzlich zu einem der markantesten Comeback-Kandidaten des Marktes geworden.

Die Aktie notierte jüngst nahe $120 nach einem heftigen Kursanstieg seit Jahresbeginn, doch das Kuriose ist: Analysten sind weiterhin nicht völlig überzeugt.

Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt deutlich unter dem aktuellen Kurs, was darauf hindeutet, dass Anleger dem Gewinnpfad möglicherweise weit vorausgelaufen sind.

Intel-Aktie: Vom Ladenhüter zum Liebling der KI

Die Rallye von Intel wurde durch einen starken Stimmungswandel angetrieben; vor einem Jahr konzentrierten sich Anleger noch auf Fertigungsverzögerungen, Marktanteilsverluste und hohe Foundry-Ausgaben.

Nun sieht der Markt Intel als potenziellen Nutznießer der Nachfrage nach KI-Infrastruktur, insbesondere da CPUs bei Inferenz- und agentischen KI-Workloads an Bedeutung zurückgewinnen.

Die Zahlen für das erste Quartal trugen zur Stimmungswende bei.

Intel meldete einen Umsatz von 13,6 Milliarden USD (ca. 11,9 Milliarden €), ein Plus von 7 % im Jahresvergleich, während der Non-GAAP-Gewinn je Aktie bei $0.29 lag.

Das war eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahreszeitraum und lag deutlich über den zuvor die Stimmung prägenden nahezu ausgeglichenen Erwartungen.

Wichtig ist: Das Wachstum kam aus den Unternehmensbereichen, von denen Anleger sehen wollten, dass sie funktionieren.

Der Umsatz im Bereich Data Centre und KI stieg um 22 % auf 5,1 Milliarden USD (ca. 4,4 Milliarden €), während der Umsatz bei Intel Foundry um 16 % auf 5,4 Milliarden USD (ca. 4,7 Milliarden €) zunahm.

Dann kam der Apple-Aspekt.

Intel hat Berichten zufolge eine vorläufige Vereinbarung zur Herstellung einiger Chips für Apple getroffen, ein Deal, der einen erheblichen Glaubwürdigkeitszugewinn für seine Foundry-Ambitionen bedeuten würde.

Wenn sich die Vereinbarung bestätigt und ausgeweitet wird, würde das darauf hindeuten, dass Intels Fertigungswende mehr als nur ein Folienversprechen ist.

Die Wall Street kauft den Hype nicht

Die Rallye hat die Analysten nicht zu uneingeschränkten Befürwortern gemacht.

Laut Daten von S&P Global haben 48 Analysten ein Konsens-Rating von Hold für Intel, mit einem durchschnittlichen 12‑Monate-Kursziel von $87.86.

Das impliziert etwa 27 % Abwärtspotenzial vom jüngsten Niveau.

Die Aufspaltung erzählt die Geschichte: Intel hat mehr bullische Stimmen als noch vor einem Jahr, doch der Konsens bleibt vorsichtig.

Ivan Feinseth von Tigress Financial gehört zu den Optimisten: Er hob sein Kursziel von $66 auf $118 an und behielt ein Buy-Rating bei, wobei er Intels außerordentlich starkes erstes Quartal, die Umsetzung von 18A und das Momentum in KI-Rechenzentren und PCs anführte.

Das Bärenargument ist die Bewertung.

Nach einem solch starken Anstieg ist Intel nicht mehr wie eine Turnaround-Aktie bewertet, die noch den Beweis erbringen muss. Sie wird wie ein Unternehmen bewertet, das die meisten seiner Probleme bereits behoben hat.

Das ist eine schwierigere Ausgangslage: Seeking Alphas Herabstufung im Mai fasste die Sorge unverblümt zusammen und argumentierte, dass Intels Forward-Multiple im Vergleich zu AMD und Nvidia aufgebläht sei, trotz langsamerem Wachstum und weiterhin beträchtlichem Ausführungsrisiko.

Es bleiben auch reale Geschäftsfragen offen.

Intels Foundry-Turnaround ist vielversprechend, aber noch nicht abgeschlossen: Das Unternehmen muss noch nachweisen, dass 18A sauber hochgefahren werden kann, dass 14A externe Kunden anzieht und dass die Margen halten, da fortgeschrittenes Packaging und Fertigungsinvestitionen teuer bleiben.