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Ist der $5-Rückgang beim Öl ein Zeichen, dass Händler die Angst vor der Straße von Hormus überwinden?

Ist der $5-Rückgang beim Öl ein Zeichen, dass Händler die Angst vor der Straße von Hormus überwinden?
Devesh Kumar
25. Mai 2026, 19:25 PM

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WTI‑Rohöl (WTI‑Futures)

WTI bei Rücksetzern in Richtung 90 US-Dollar kaufen, da der Markt die unmittelbare Panik um Lieferungen durch die Straße von Hormus abbaut (WTI fiel um ~5 US-Dollar und testet 90 US-Dollar). Das Setup ist von erhöhter Risikobereitschaft geprägt: Aktien steigen, 10‑jährige Renditen fallen und Energiewerte zeigen sich stabil – konsistent mit nachlassenden Preisaufschlägen für einen kurzfristigen Inflations‑/Versorgungsschock. These: Händler bewerten das *unmittelbare* Störungsrisiko neu; daher sollte die psychologische Marke von 90 US-Dollar Käufer anziehen und den Rohölpreis stabilisieren.

Kernrisiko: Eine erneute Eskalation zwischen den USA und Iran, die tatsächliche Schifffahrtsstörungen droht und WTI schnell wieder über 95–100 US-Dollar treiben würde.

Energieaktien (XLE)

Energy Select Sector SPDR (XLE) kaufen. Ölpreise fallen, während Energiewerte steigen – ein klassisches Zeichen dafür, dass der Markt von einem „Ölschock“ zu einem geringeren unmittelbaren Versorgungsrisiko rotiert. Das unterstützt Gewinnerwartungen und Multiple‑Ausweitungen bei fallenden Renditen. These: Falls sich der Rohölpreis um 90 US-Dollar bis Mitte der 90er stabilisiert, kann XLE outperformen, weil das ETF bereits weniger geopolitische Prämie als am Vortag einpreist.

Kernrisiko: Starker Öl‑Rückprall aufgrund neuer Schlagzeilen zur Straße von Hormus, der Energiewerte dazu zwingt, ein höheres Risiko einzupreisen und die Stimmung zu drücken.

  • WTI nähert sich 90 US-Dollar, während Brent von seinem Übernachtanstieg über 100 US-Dollar zurückgeht.
  • Das Öl fiel um etwa 5 US-Dollar pro Barrel, da die Risikobereitschaft an den Märkten zunahm.
  • Berichten zufolge konzentrieren sich US‑Iran‑Gespräche auf die Wiederöffnung der Straße von Hormus.

Die weltweiten Ölpreise fielen im Tagesverlauf, wobei West Texas Intermediate sich der psychologisch wichtigen Marke von 90 US-Dollar pro Barrel näherte und Brent Crude nach einem kurzen Handel über 100 US-Dollar über Nacht in Richtung Mitte der 90er-Dollar-Spanne zurückging, so das Global FX Strategy Team der Scotiabank.

Das Nachgeben erfolgte, als sich die breiteren Finanzmärkte wieder in eine Phase erhöhter Risikobereitschaft bewegten.

Aktien stiegen in den wichtigsten Märkten, Renditen fielen und die Rohölpreise gaben einen Teil der in der vorherigen Sitzung aufgebauten hohen Risikoprämie ab.

Das Öl verlor an dem Tag etwa 5 US-Dollar pro Barrel, da Investoren Berichte über US‑Iran‑Gespräche und deren mögliche Auswirkungen auf die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Energietransportrouten der Welt, bewerteten.

Der Rückgang beseitigt das geopolitische Risiko im Markt nicht.

Er deutet jedoch darauf hin, dass Händler die unmittelbare Bedrohung der Lieferströme nach dem Übernacht‑Anstieg, der Brent kurz über 100 US-Dollar pro Barrel trieb, neu bewerten.

Öl zieht sich vom Übernacht‑Spike zurück

Rohöl‑Benchmarks waren über Nacht gestiegen, als Investoren auf die verschärften Spannungen im Nahen Osten und das Potenzial für Störungen der Energieversorgung reagierten.

Brents kurzzeitiger Sprung über 100 US-Dollar pro Barrel spiegelte die Sorge wider, dass ein Konflikt in der Region die Versandwege bedrohen oder die verfügbare Versorgung reduzieren könnte.

Auch WTI stieg an, bevor es in der folgenden Sitzung wieder in Richtung 90 US-Dollar pro Barrel zurückfiel.

Scotiabank erklärte, die globalen Ölbenchmarks bewegten sich in Richtung kritischer Schwellenwerte nach unten.

WTIs Annäherung an 90 US-Dollar ist wichtig, weil runde Marken während volatiler Phasen oft als psychologische Schwellen für Händler fungieren.

Brents Rückzug in die Mitte der 90er-Dollar-Spanne deutet ebenfalls auf ein teilweises Zurückdrehen der Risikoprämie aus der vorherigen Sitzung hin.

Die Bewegung legt nahe, dass Händler zwar weiter auf geopolitische Schlagzeilen achten, der Markt jedoch noch keinen anhaltenden Versorgungsschock einkalkuliert.

Risikobereitschaft kehrt in alle Märkte zurück

Der Öl­rückgang fiel mit einer breiteren Verbesserung der Marktstimmung zusammen.

Scotiabank beschrieb den Tenor an den Märkten als grundsätzlich positiv, mit steigenden Aktien und fallenden Staatsanleiherenditen in den wichtigen Volkswirtschaften.

Futures auf US‑Aktienindizes stiegen auf neue Höchststände, während Energieaktien zusammen mit dem breiteren Markt höher notierten, obwohl die Rohölpreise nachgaben.

Diese Kombination spricht für einen Markt, der über den unmittelbaren Schock höherer Energiepreise hinausblickt.

Niedrigere Ölpreise können die Risikobereitschaft stützen, weil sie Inflationssorgen verringern und den Druck auf Verbraucher und Unternehmen mindern.

Auch die Renditen sanken, wobei die Rendite der 10‑jährigen US‑Staatsanleihe laut Scotiabank‑Kommentar auf 3.728% fiel.

Niedrigere Renditen können Aktienbewertungen stützen und die Risikobereitschaft stärken, insbesondere wenn Anleger glauben, dass inflationsfördernde Energieeinflüsse eingedämmt werden könnten.

Die Stimmungsänderung markierte eine Umkehr gegenüber dem risk‑off‑Tenor des Vortags, als höhere Ölpreise und Spannungen im Nahen Osten die Märkte belasteten.

Berichte zur Straße von Hormus im Fokus

Berichte über US‑Iran‑Gespräche standen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit von Energiehändlern.

Scotiabank sagte, die Details der Verhandlungen seien begrenzt, aber verfügbare Berichte konzentrierten sich offenbar auf eine mögliche Wiederöffnung der Straße von Hormus statt auf schwierigere Themen wie Urananreicherung.

Die Straße von Hormus ist für die weltweiten Energieflüsse entscheidend, da große Mengen Rohöl und verflüssigtes Erdgas durch diese Wasserstraße transportiert werden.

Jegliche Störung dort kann schnell Ölpreise, Transportkosten und Inflationserwartungen beeinflussen.

Aus diesem Grund können bereits teilweise Anzeichen für Fortschritte beim Schifffahrtszugang die Rohölmärkte beeinflussen.

Glauben Händler, das unmittelbare Störungsrisiko sei geringer, kann ein Teil der geopolitischen Prämie in den Ölpreisen verfliegen.

Scotiabank warnte jedoch, dass der Effekt nur von kurzer Dauer sein könnte, falls die komplexeren Probleme zwischen den USA und Iran ungelöst bleiben.

Das geopolitische Risiko ist nicht verschwunden

Der Rückgang beim Rohöl sollte nicht als vollständige Entspannung des geopolitischen Risikos interpretiert werden.

Die Probleme rund um Iran bleiben schwierig, und jede erneute Eskalation könnte die Ölpreise rasch wieder anheben.

Märkte reagieren besonders sensibel auf Schlagzeilen, die Energieinfrastruktur, Versandrouten und jegliche Bedrohung der Versorgung aus dem Golf betreffen.

Vorerst scheint der Markt zwischen kurzfristigen logistischen Gesprächen zur Straße von Hormus und tiefergehenden politischen Streitfragen zu unterscheiden, deren Lösung länger dauern könnte.

Diese Unterscheidung ist für die Rohölpreise bedeutsam.

Eine Wiederöffnung oder Stabilisierung der Schifffahrtsrouten könnte kurzfristig Druck auf die Ölpreise ausüben, während ungelöste nukleare und sicherheitspolitische Fragen eine Risikoprämie im Markt aufrechterhalten könnten.

Worauf Händler als Nächstes achten

Die unmittelbaren Marken sind klar. WTI testet den Bereich um 90 US-Dollar pro Barrel, während Brent nach dem gescheiterten Halten oberhalb von 100 US-Dollar in der Mitte der 90er-Dollar-Spanne notiert.

Fällt Öl weiter, könnte das die Risikobereitschaft an den Aktienmärkten stärken und den Druck auf die Anleihemärkte verringern.

Ein erneuter Anstieg des Rohöls würde jedoch wahrscheinlich die Inflationssorgen wiederbeleben und die Stimmung belasten.

Händler werden zudem auf weitere Details aus den US‑Iran‑Gesprächen achten, insbesondere auf Bestätigungen in Bezug auf die Straße von Hormus und darauf, ob sich die Schifffahrtsströme normalisieren können.

Vorerst hat sich das Rohöl von seinen Übernacht‑Höchstständen zurückgezogen.

Die Bewegung spiegelt einen Markt wider, der für Risiken im Nahen Osten wachsam bleibt, aber das schwerwiegendste kurzfristige Versorgungsszenario nicht mehr einpreist.