Top-Investor: Nvidia-Aktie könnte weitere 40% steigen – das ist der Grund

Top-Investor: Nvidia-Aktie könnte weitere 40% steigen – das ist der Grund
Devesh Kumar
25. Mai 2026, 17:56 PM

Unterstützt von

Invezz
Nvidia (NVDA)

Kaufen NVDA. Der Kernvorteil des Artikels ist, dass Nvidia sich vom „GPU‑Lieferanten“ zur „Grundschicht der KI‑Infrastruktur“ wandelt und den gesamten Stack monetarisiert (Compute, Networking, Orchestrierung, CPUs). Rekord‑Data‑Center‑Umsatz (+92% im Jahresvergleich), rund 74,9% Bruttomarge und die optimistische Q2‑Prognose (~$91B) stützen die Argumentation eines Plattform‑Burggrabens, der Premium‑Multiples rechtfertigen und weiteres Aufwärtspotenzial von rund 40% ermöglichen kann.

Kernrisiko: Die KI‑CAPEX verlangsamt sich oder Kunden erzwingen deutliche Preissenkungen, was die Margen komprimiert und den Plattform‑Premium aufbrechen könnte.

AMD (AMD)

Verkaufen AMD. Falls Nvidias Plattform aus CPUs, Networking und Software die Wechselkosten erhöht, schrumpft AMDs Chance von „alternativen Beschleunigern“ zu einer schwerer zu gewinnenden, weniger integrierten Position. Die These lautet, dass Kunden nicht einfach Chips austauschen werden; sie würden vermeiden, Teile ihres KI‑Fabrik‑Stacks herauszureissen.

Kernrisiko: AMD bringt schnell genug eine glaubwürdige, integrierte Alternative auf den Markt, die die Wechselkosten senkt und neue Plattformanteile gewinnt.

  • Nvidia erzielte Rekordumsatz, da die Nachfrage nach KI‑Infrastruktur stark blieb.
  • Die Data‑Center‑Umsätze stiegen um 92%, da die KI‑Ausgaben weiter beschleunigten.
  • Ein führender Investor sagt, Nvidia werde zur zentralen Infrastrukturschicht der KI.

Nvidia hat erneut ein herausragendes Quartal geliefert, doch ein erstklassiger Investor sagt, der Markt übersähe die größere Geschichte.

Der Chiphersteller meldete einen Rekordumsatz im ersten Quartal von 81,6 Milliarden USD (ca. 71,2 Milliarden €), ein Plus von 85% im Vergleich zum Vorjahr, da die Nachfrage nach KI‑Infrastruktur weiter stark anstieg.

Doch das Bull‑Szenario dreht sich inzwischen nicht mehr nur darum, mehr GPUs an Microsoft, Amazon oder Google zu verkaufen.

Yiannis Zourmpanos, ein Fünf‑Sterne‑Investor, der zu den besten 1% der von TipRanks erfassten Aktienprofis zählt, argumentiert, dass Nvidia stillschweigend zur fundamentalen Basisschicht der KI‑Ökonomie selbst wird.

Dieser Wandel, so sagt er, könnte der Aktie weitere rund 40% Aufwärtspotenzial lassen.

Nvidias schleichender Identitätswandel

Jahrelang war die Nvidia‑Story einfach zu verstehen: Cloud‑Unternehmen eilten, Nvidias KI‑Chips zu kaufen, was Nachfrage und Gewinne deutlich nach oben trieb.

Diese Story trifft weiterhin zu, doch Zourmpanos sagt, sie reiche nicht mehr aus. Seiner Ansicht nach hat Nvidia sich über das alte GPU‑Angebot‑und‑Nachfrage‑Geschäft hinaus entwickelt.

Das Unternehmen monetarisiert nun den gesamten KI‑Stack – von Compute und Networking über Orchestrierung bis hin zu souveräner KI und CPUs.

Einfacher ausgedrückt: Nvidia verkauft nicht mehr nur die Bausteine für den KI‑Boom; das Unternehmen prägt zunehmend die gesamte Baustelle.

Die jüngsten Quartalszahlen stützen diese Sichtweise.

Nvidias Data‑Center‑Umsatz erreichte im Quartal einen Rekord von 75,2 Milliarden USD (ca. 65,6 Milliarden €), ein Anstieg von 92% gegenüber dem Vorjahr.

Die Bruttomarge lag bei 74,9% und zeigt, dass das Unternehmen trotz seiner enorm gewachsenen Umsatzbasis weiterhin starke Preissetzungsmacht besitzt.

Nvidia prognostizierte außerdem einen Umsatz für das zweite Quartal von rund 91 Milliarden USD (ca. 79,4 Milliarden €), zu- oder abzüglich 2%, und damit über den Erwartungen der Analysten.

Deshalb nannte Zourmpanos Nvidia die „foundational infrastructure layer“ der KI.

Warum der CPU‑Schritt Wettbewerber aussperren könnte

Der wichtigste Teil des Arguments muss möglicherweise gar nicht die GPUs sein.

Zourmpanos verweist auf Nvidias Erwartung von 20 Milliarden USD (ca. 17,4 Milliarden €) an CPU‑Umsätzen in diesem Jahr als Zeichen dafür, dass das Unternehmen seine Rolle in KI‑Data‑Centern ausbaut.

CPUs sind die Allzweckprozessoren, die bei der Koordination von Workloads helfen.

GPUs übernehmen die schwere Arbeit für KI, doch CPUs, Networking und Software bestimmen zunehmend, wie effizient das gesamte System arbeitet.

Wenn Nvidia CPUs, GPUs, Networking und Software zu einer eng integrierten Plattform bündelt, wird der Wechsel zu einem anderen Anbieter für Kunden schwieriger.

Ein Cloud‑Provider würde nicht einfach einen Chip gegen einen anderen tauschen; er könnte Teile des Betriebssystems seiner KI‑Fabrik herausreißen müssen.

Zourmpanos argumentiert, dass Nvidias breitere Plattform „die Eintrittsbarrieren erhöht“, weil Wettbewerber nicht mehr nur gegen ein Chipunternehmen kämpfen, sondern gegen ein ganzes Ökosystem.

Was sagen die Zahlen?

Die Wall Street steht dem bullischen Szenario überwiegend positiv gegenüber.

In dem Bericht zitierte TipRanks‑Daten zeigen für Nvidia eine Strong Buy‑Konsensbewertung, basierend auf 39 Buy‑Ratings, einem Hold und einem Sell.

Das zitierte durchschnittliche 12‑Monate‑Kursziel von $301,29 impliziert einen Gewinn von knapp 40% gegenüber dem in dieser Analyse verwendeten Aktienkurs.

Dieses Aufwärtspotenzial mag nach dem starken Lauf von Nvidia überraschend erscheinen. Doch das bullische Szenario basiert auf der Idee, dass Anleger das Unternehmen weiterhin zu eng bewerten.

Es gibt Risiken, da die KI‑Ausgaben nachlassen könnten oder Kunden stärker auf Preis drücken könnten.

Regulierungsbehörden könnten Nvidias Dominanz prüfen, da Cloud‑Unternehmen in eigene Siliziumlösungen investieren, um die Abhängigkeit von externen Lieferanten zu reduzieren.