Warum 46 % von Bill Gates’ Fonds jetzt auf nur zwei Aktien konzentriert sind
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Kaufen Sie BRK.B. Der Gates Foundation Trust konzentriert etwa ~25 % in Berkshire, während er Microsoft veräußert, was auf eine Präferenz für cash-generierende, diversifizierte Risiken außerhalb eines einzelnen Technologiezyklus hinweist. Berkshire bringt zudem einen eingebauten Umschlag durch laufende Zuwendungen von Buffett sowie erforderliche Ausgaben mit sich, was tendenziell langfristiges Halten eher stützt als Panikverkäufe. Bei etwa dem ~1.4x Buchwert nahe dem unteren Ende der Spanne zahlen Sie für Qualität ohne das höchste Vielfache.
Kernrisiko: Scheitern der Buffett-ähnlichen Kapitalallokation — Berkshires Akquisitionen/Investitionsrenditen fallen und das Bewertungsvielfache komprimiert sich weiter.
Kaufen Sie WM. Der Gates Trust hält ~18 % an WM; dies spiegelt einen dauerhaften Infrastruktur-Burggraben wider: schwer zu replizierende Deponie-Genehmigungen, Skalenvorteile und Preissetzungsmacht, die sich auch in Abschwungphasen hält. Das ist die Art von „langweiligem Compounder“, die profitiert, wenn Anleger von einseitigen Tech-Themen wegrotieren.
Kernrisiko: Regulierung oder Deponieökonomie drehen sich gegen WM — Genehmigungs- oder Schließungskosten schießen hoch oder die Preissetzungsmacht wird begrenzt, wodurch die Margen schrumpfen.
- Der Gates Foundation Trust verkaufte seine letzten 7,7 Millionen Microsoft-Aktien.
- Berkshire Hathaway und WM machen nun fast 46 % des Portfolios aus.
- Buffetts Beteiligung an Berkshire bleibt die größte Einzelposition des Trusts.
Bill Gates baute eines der wertvollsten Softwareunternehmen der Welt auf, und doch besitzt der Trust, der seine Stiftung finanziert, inzwischen nicht eine einzige Microsoft-Aktie mehr.
Das klingt dramatisch, doch aufschlussreicher ist, was im Gates Foundation Trust verbleibt: ein börsliches Aktienportfolio von etwa 33 Milliarden USD (ca. 28,8 Milliarden €), von dem rund 46 % nun in nur zwei Aktien stecken: Berkshire Hathaway und Waste Management.
Auf den ersten Blick ist es ein ungewöhnliches Paar: Das eine ist Warren Buffetts Konglomerat, das andere beschäftigt sich mit Abfallentsorgung.
Gemeinsam zeigen sie jedoch viel darüber, wie Gates’ philanthropisches Engagement verwaltet wird.
Ein Ausstieg, der kein Misstrauensvotum war
Der Microsoft-Verkauf ist die Schlagzeile, sollte aber nicht als Bruch mit dem von Gates gegründeten Unternehmen gelesen werden.
Der Bill & Melinda Gates Foundation Trust verkaufte seine verbleibenden 7,7 Millionen Microsoft-Aktien im ersten Quartal 2026 und schloss damit einen gestaffelten Ausstieg aus einer Position ab, die ein Jahr zuvor noch Milliarden wert gewesen war.
Die jüngste 13F-Meldung weist Microsoft mit null aus, nach dem vollständigen Abverkauf des verbleibenden Anteils.
Das ist bemerkenswert, weil Microsoft lange das emotionale Zentrum der Gates-Geschichte war. Dies war jedoch eine Portfolioentscheidung des Trusts, keine persönliche Abkehr.
Gates selbst besitzt weiterhin rund 103 Millionen Microsoft-Aktien, die laut von The Motley Fool zitierten Marktdaten etwa 43 Milliarden USD (ca. 37,5 Milliarden €) wert sind.
Die bessere Einordnung dieses Schritts ist als Liquiditäts- und Risikomanagemententscheidung.
Wie ein Marktkommentar ausdrückte, verhielt sich der Trust „wie ein Portfoliomanager, nicht wie ein Gründer“.
Diese Unterscheidung ist relevant, da die Stiftung nicht mehr als permanente Institution geführt wird, die einfach unbegrenzt auf konzentrierten Positionen verharren kann.
Gates sagte im vergangenen Jahr, die Stiftung erwarte, zwischen jetzt und 2045 mehr als 200 Milliarden USD (ca. 174,5 Milliarden €) auszugeben, wenn sie plant, sich aufzulösen.
Buffetts Geschenk, das weiterhin Erträge liefert
Die größte verbleibende Beteiligung ist Berkshire Hathaway, die zum aktuellen Kurs etwa ein Viertel des Portfolios ausmacht.
Warren Buffett spendet seit Jahren Berkshire-Aktien an die Gates Foundation, und die Stiftung gibt an, dass ihr Stiftungsvermögen von Bill Gates, Melinda French Gates und Buffett finanziert wurde.
Bill Gates ist Treuhänder des Foundation Trust, während Cascade Asset Management das Stiftungsvermögen verwaltet.
Buffetts Zuwendungen haben auch eine praktische Konsequenz.
Die Stiftung war verpflichtet, den Wert ihrer jährlichen Zuwendung auszugeben sowie einen zusätzlichen Betrag, der an ihre verbleibenden Vermögenswerte gekoppelt ist.
Kurz gesagt: Berkshire fließt kontinuierlich hinein, während die Stiftung Geld ausgeben muss, was einen natürlichen Umschlag im Portfolio erzeugt.
Berkshire passt auch zur aktuellen Aufgabe des Trusts, da es diversifiziert und cash-generierend ist und auf Geschäftsbereichen basiert, die nicht von einem einzelnen Technologiezyklus abhängig sind.
Unter dem neuen CEO Greg Abel erzielte Berkshire solide Ergebnisse im ersten Quartal, und die Aktie wurde zuletzt bei etwa dem 1,4‑fachen Buchwert gehandelt, nahe dem unteren Ende ihrer jüngsten Spanne.
Warum ein Entsorgungsunternehmen der stille Renditebringer ist
Die zweitgrößte Position ist WM.
Sie ist weniger glamourös als Microsoft, macht jedoch etwa 18 % des börslichen Aktienportfolios des Trusts aus und wird seit Jahrzehnten mit relativ geringem Umschlag gehalten.
Die Investment-Argumentation ist einfach: WM besitzt oder betreibt laut Geschäftsbericht das größte Netz von Deponien in den USA und Kanada mit 262 Deponiestandorten.
Diese Infrastruktur ist schwer zu replizieren, da Genehmigungen schwer zu bekommen sind, lokaler Widerstand häufig vorkommt und kleinere Entsorger oft Zugang zu großen Entsorgungsnetzen benötigen.
Das verschafft WM Skaleneffekte, Preissetzungsmacht und ein Geschäftsmodell, das sich tendenziell auch bei konjunktureller Schwäche behauptet.
Motley Fool-Analyst Adam Levy beschrieb es als „ein langweiliges Geschäft mit einem scheinbar unüberwindbaren Burggraben.”
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