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Gold auf Zweimonatstief, US‑Iran‑Spannungen schüren Inflationsängste

Gold auf Zweimonatstief, US‑Iran‑Spannungen schüren Inflationsängste
Rivanshi Rakhrai
28. Mai 2026, 06:33 AM

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Long US-Dollar (UUP)

Der Artikel stellt fest, dass geopolitische Spannungen den Dollar stützen, obwohl Friedensgespräche andauern. Handel: Invesco DB US Dollar Index Bullish Fund (UUP) oder einen USD-Index-Future kaufen. Warum das funktioniert: stärkere Öl-/Inflationsängste können US-Zinsen stützen, und der Dollar tendiert dazu, besser abzuschneiden, wenn die Märkte eine länger anhaltend straffere Politik einpreisen.

Kernrisiko: Die US-Inflationsdaten (PCE) fallen kühler als erwartet aus, was eine Einpreisung von Zinssenkungen erzwingen und den Dollar schwächen würde.

Short auf Gold (XAUUSD / GC)

Gold bricht unter einer Kombination aus einem stärkeren USD und steigenden Zinserwartungen infolge iranbedingter Öl-/Inflationsängste ein. Handel: XAUUSD und/oder Juni-COMEX-Gold-Futures (GC) verkaufen. Katalysator: anhaltende Dollarstärke sowie jede restriktivere Tendenz infolge der bevorstehenden US-PCE-Daten. Warum das funktioniert: Gold ist nicht verzinslich; höhere reale Renditen und ein stärkerer USD setzen es typischerweise weiter unter Druck.

Kernrisiko: Eine klare Deeskalation mit Iran, die eine Risk-off-Käuferbewegung in Gold auslöst und den Dollar nach unten zieht.

  • Gold fällt auf Zweimonatstief, da der Dollar deutlich an Stärke gewinnt.
  • Steigende Ölpreise schüren Inflationssorgen und belasten Edelmetalle.
  • Märkte warten auf US-PCE-Daten als Indikator für die Federal‑Reserve‑Politik.

Die Goldpreise fielen am Donnerstag auf ein Zweimonatstief, da erneute US-Militäraktionen gegen Iran den Dollar stärkten und die Ölpreise in die Höhe trieben, was Befürchtungen hinsichtlich der Inflation und des Zinsausblicks schürte.

Spot-Gold fiel um 1.1% auf $4,406.81 pro Unze (Stand 0236 GMT).

Das Metall erreichte während der Sitzung sein niedrigstes Niveau seit March 27.

US-Gold-Futures für Lieferung im Juni fielen ebenfalls um 0.9% auf $4,404.90.

Stärkerer Dollar belastet Gold

Der US-Dollar stieg auf ein fast einwöchiges Hoch und machte Gold damit für Käufer mit anderen Währungen teurer.

Der stärkere Greenback übte zusätzlichen Druck auf die Goldpreise aus.

Matt Simpson, Senior-Analyst bei StoneX, sagte, geopolitische Spannungen stützen weiter den Dollar, trotz anhaltender Gespräche über ein mögliches Friedensabkommen.

Gold gilt in Zeiten der Unsicherheit typischerweise als sicherer Hafen.

Ein stärkerer Dollar und die Erwartung höherer Zinsen schmälern jedoch oft die Attraktivität des nicht verzinslichen Metalls.

Neue US-Angriffe auf Iran verschärfen Spannungen

Der Rückgang der Goldpreise folgte darauf, dass das US-Militär neue Angriffe im Iran startete, die einen Militärstützpunkt trafen, der nach Angaben eines US-Beamten als Bedrohung für US-Streitkräfte und den kommerziellen Schiffsverkehr in der Straße von Hormus galt.

Die Angriffe erfolgten nur Stunden nachdem Präsident Donald Trump einen iranischen Bericht zurückgewiesen hatte, der von einer Vereinbarung zur Wiederherstellung des Durchgangs durch die strategische Wasserstraße sprach.

Die erneuten Spannungen zwischen den USA und Iran trieben auch die Ölpreise nach oben.

Die Rohölpreise stiegen am Donnerstag im frühen asiatischen Handel um etwa 2%.

Höhere Ölpreise haben Befürchtungen vor beschleunigter Inflation geschürt, die Zentralbanken dazu zwingen könnten, erhöhte Zinssätze länger beizubehalten.

Inflationssorgen trüben den Zinsausblick

Investoren richten ihren Fokus zunehmend darauf, wie geopolitische Spannungen und steigende Rohstoffpreise den geldpolitischen Kurs der Federal Reserve beeinflussen könnten.

Federal-Reserve-Gouverneurin Lisa Cook sagte am Mittwoch, die US-Notenbank sollte die kurzfristigen Zinsen vorerst unverändert lassen.

Sie fügte jedoch hinzu, dass die Politikverantwortlichen wachsam gegenüber Inflationsrisiken bleiben, die mit Zöllen, dem Iran-Konflikt und erhöhten Investitionen im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz verbunden sind.

Cook sagte, sie sei bereit, Zinserhöhungen zu unterstützen, falls der Inflationsdruck zunehme.

Höhere Zinsen mindern allgemein die Attraktivität von Gold, da das Metall keine Renditen oder Zinseinnahmen bietet.

Marktteilnehmer warten nun auf die später am Tag erwarteten US-Personal Consumption Expenditures (PCE)-Daten.

Der Bericht dürfte weitere Hinweise auf die nächsten geldpolitischen Schritte der Federal Reserve liefern.

Weitere Edelmetalle geben nach

Auch andere Edelmetalle notierten während der Sitzung niedriger.

Spot-Silber fiel um 1.6% auf $73.44 pro Unze.

Platin fiel um 0.8% auf $1,902.66, während Palladium um 1% auf $1,376.66 nachgab.