SpaceX-IPO jetzt überzeichnet: Zeit zum Investieren?

SpaceX-IPO jetzt überzeichnet: Zeit zum Investieren?
Utkarsh Roshan
09. Juni 2026, 12:18 PM

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Invezz
SpaceX (IPO‑Aktien)

SpaceX‑IPO‑Aktien bei bzw. nahe $135 nur kaufen, wenn die endgültige Zuteilung echte langfristige Nachfrage bestätigt (nicht nur Überzeichnung). Das Setup: dominante Startposition + Starlink als Cash‑Motor, mit Upside‑Optionalität durch den Aufbau von KI‑Rechenkapazitäten/ Rechenzentren. Die Überzeichnung deutet darauf hin, dass Institutionen Exponierung wollen, und die Zuteilung an Privatanleger kann die Anlegerbasis verbreitern und die Liquidität nach dem IPO stützen. Thesis‑Killer: Die Aktie preist eine KI‑im‑All/ Rechenzentrums‑Zukunft ein, die sich nicht schnell genug in Umsatz verwandelt – was zu einer Neubewertung unter $135 führen würde.

Kernrisiko: Wachstum und Monetarisierung der KI‑Infrastruktur bleiben der Bewertung hinterher, was zu einer scharfen Neubewertung nach dem IPO führen würde.

SpaceX (Momentum nach dem IPO)

Verkaufen/vermeiden, wenn die Preisfestsetzung am oberen Ende der Spanne erfolgt und der Handel am ersten Tag/erste Woche einen „IPO‑Pop“ ohne Anschluss zeigt (schnelles Abflauen). Das Setup: Die Überzeichnung im Orderbuch kann durch Zuteilungsmechaniken aufgebläht sein (Institutionen überbestellen, weil sie wissen, dass ihre Zuteilung reduziert wird), daher ist der wahre Test, ob die Nachfrage nach der Preisfestsetzung anhält. Wenn sie nachlässt, signalisiert das, dass die $1.8T‑Bewertung eher Handelsinteresse als Fundamentaldaten widerspiegelt. Thesis‑Killer: anhaltende institutionelle Käufe und verbesserte Prognosen, die die $1.8T‑Bewertung rechtfertigen.

Kernrisiko: Die Nachfrage nach dem IPO hält an und Fundamentaldaten/prognosen bestätigen die $1.8T‑Bewertung, wodurch das Risiko eines Abflauens entfällt.

  • Der SpaceX‑IPO ist überzeichnet, die Nachfrage übersteigt bereits die verfügbaren Aktien.
  • Analysten sind uneinig, ob die Bewertung von rund $1.8 trillion gerechtfertigt ist.
  • Die endgültige Orderbuchnachfrage und die Preisfestsetzung am June 11 sind die nächsten wichtigen Katalysatoren.

Der Blockbuster‑IPO von SpaceX zieht genau die Art von Nachfrage an, die viele für Elon Musks ehrgeizigstes Unternehmen erwartet hatten.

Das Angebot ist Berichten zufolge vor der Preisfestsetzung am June 11 nun überzeichnet, wobei die institutionelle Nachfrage bereits die verfügbaren Aktien übersteigt.

Das starke Interesse unterstreicht die Anlegerbegeisterung für ein Unternehmen, das Raketen, Satelliteninternet und Künstliche Intelligenz abdeckt, wirft aber auch eine wichtige Frage auf: Macht hohe Nachfrage SpaceX automatisch zu einer guten Investition?

Die Antwort ist weniger eindeutig als die Schlagzeilen suggerieren.

Die Nachfrage ist stark, aber nicht unbedingt außergewöhnlich

Laut Bloomberg hat das Orderbuch des SpaceX‑IPOs mehrere institutionelle Investoren angezogen, die rund $10 billion an Aktien kaufen wollen, während die Nachfrage vor der Preisfestsetzung steigt.

Das Unternehmen plant, 555.6 million shares zu je $135 zu verkaufen, wodurch etwa $75 billion eingenommen würden und das Unternehmen mit rund $1.8 trillion bewertet würde.

Reuters berichtete, dass Orders für das $75 billion-Angebot sich auf etwa $150 billion belaufen haben, was bedeutet, dass das Geschäft derzeit etwa zweifach überzeichnet ist.

Auf den ersten Blick klingt das beeindruckend. Einige Marktbeobachter weisen jedoch darauf hin, dass stark nachgefragte IPOs vor der Preisfestsetzung oft vier- bis fünfmal überzeichnet sind.

Während SpaceX die Mindestanforderung für einen erfolgreichen Deal deutlich übertroffen hat, werden Investoren genau beobachten, ob die Nachfrage vor dem endgültigen Schließen der Bücher weiter wächst.

Es wird außerdem erwartet, dass das Unternehmen einen erheblichen Teil der Aktien an Privatanleger zuteilt, was es für Einzelanleger möglicherweise leichter macht, als bei vielen früheren Blockbuster‑IPOs zu partizipieren.

Argumente für eine Investition in SpaceX

Das bullische Argument basiert weiterhin auf Wachstum.

SpaceX dominiert derzeit kommerzielle Raketenstarts und betreibt Starlink, eines der weltweit größten Satelliteninternet‑Netzwerke.

Viel der Begeisterung rund um den IPO rührt jedoch von den KI‑Ambitionen des Unternehmens her.

Anleger bewerten SpaceX zunehmend nicht mehr als traditionelles Luft‑ und Raumfahrtunternehmen, sondern als potenziellen Riesen für KI‑Infrastruktur.

Das Prospekt des Unternehmens skizziert Pläne, die von der Ausweitung der KI‑Rechenkraft bis hin zur möglichen späteren Bereitstellung von Recheninfrastruktur im All reichen.

Bei Erfolg könnten diese Projekte völlig neue Umsatzquellen erschließen.

Die Anlegerbegeisterung um Musk bleibt ebenfalls ein wesentlicher Faktor. Viele Anleger sehen SpaceX als weiteres Beispiel für Musks Fähigkeit, Unternehmen aufzubauen, die zunächst unrealistisch erschienen, später jedoch ganze Branchen transformierten.

Dieser Glaube hat eine der größten jemals angestrebten IPO‑Bewertungen gestützt.

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Warum einige Analysten vorsichtig bleiben

Trotz der Begeisterung sind Bewertungsbedenken nicht verschwunden.

Morningstar schätzte jüngst den fairen Wert von SpaceX auf etwa $63 je Aktie, also weniger als die Hälfte des IPO‑Preises von $135.

Das Unternehmen erklärte, seine Analyse habe mehrere Zukunftsszenarien berücksichtigt, darunter sehr optimistische Annahmen zu wiederverwendbaren Starship‑Raketen und kommerziell erfolgreichen orbitalen Rechenzentren.

Selbst im optimistischsten Szenario von Morningstar, das SpaceX mit $154 je Aktie bewertete, schrieb die Research‑Firma diesem Ergebnis nur eine 7%ige Wahrscheinlichkeit zu.

Bewertungsbedenken beschränken sich nicht auf Morningstar.

Der Finanzprofessor der New York University, Aswath Damodaran, oft als „Dean of Valuation“ bezeichnet, schätzte nach Prüfung des IPO‑Prospekts von SpaceX den Unternehmenswert auf zwischen $1.25 trillion und $1.35 trillion.

Obwohl das weiterhin eine enorme Zahl ist, liegt sie dennoch unter dem von dem Unternehmen angepeilten Bewertungsniveau von rund $1.8 trillion.

Sein Fazit war eindeutig: das Unternehmen scheint auf Basis traditioneller Bewertungsmethoden zu hoch bewertet.

Die Debatte veranschaulicht die zentrale Frage für Anleger: SpaceX mag ein bemerkenswertes Unternehmen sein, doch das macht die Aktie nicht automatisch attraktiv bewertet.

Reicht die Nachfrage, um die Bewertung zu rechtfertigen?

Ein häufiger Fehler bei stark erwarteten IPOs ist die Annahme, starke Nachfrage rechtfertige automatisch die Bewertung des Unternehmens.

In Wirklichkeit spiegelt die Nachfrage bei IPOs oft eine Mischung aus langfristiger Überzeugung, kurzfristigem Handelsinteresse und Erwartungen an Kursgewinne am ersten Handelstag wider.

Anleger platzieren häufig größere Orders, als sie tatsächlich erhalten erwarten, da Zuteilungen in überzeichneten Deals typischerweise reduziert werden.

Folglich können Orderbuchzahlen manchmal die echte langfristige Nachfrage überzeichnen.

Die aktuelle Überzeichnung signalisiert daher zwar starkes Interesse, beantwortet aber nicht zwangsläufig die Frage, ob die Unternehmensbewertung gerechtfertigt ist.

Bei $135 je Aktie würde SpaceX mit einer Marktkapitalisierung nahe $1.8 trillion debütieren, obwohl im Vorjahr $18.7 billion Umsatz erzielt wurden und erhebliche Verluste ausgewiesen sind, da intensiv in KI‑Infrastruktur investiert wird.

Befürworter argumentieren, Anleger zahlten für zukünftige Chancen. Kritiker sagen, sie zahlten für Möglichkeiten, die sich möglicherweise nie vollständig realisieren.

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Sollten Anleger kaufen?

Für langfristige Anleger ist die entscheidende Frage nicht, ob SpaceX erfolgreich sein wird.

Die meisten Analysten sind sich einig, dass das Unternehmen bereits dominante Positionen in mehreren wichtigen Branchen innehat.

Wichtiger ist, ob das künftige Wachstum ausreicht, um den heutigen Preis zu rechtfertigen.

Anleger, die daran glauben, dass Musk SpaceX in ein führendes Unternehmen für KI‑Infrastruktur verwandeln kann, könnten die aktuelle Bewertung als vertretbar ansehen.

Wer traditionelle Bewertungskennzahlen bevorzugt, könnte zu dem Schluss kommen, dass die Aktie bereits Jahre künftigen Erfolgs vorwegnimmt.

Der nächste Katalysator steht am June 11 an, wenn das Unternehmen voraussichtlich die Preisfestsetzung finalisiert.

Investoren werden nicht nur die endgültigen Zuteilungszahlen beobachten, sondern auch, ob die Nachfrage in den letzten Tagen der Roadshow weiter zunimmt.

Diese Zahlen könnten den bislang klarsten Hinweis darauf liefern, wie viel Vertrauen der Markt tatsächlich in SpaceXs $1.8 trillion‑Vision hat.

Für weiterführende Einblicke lesen Sie unseren umfassenden Leitfaden dazu, wie man vor dem IPO in SpaceX investiert.