SoftBank-Aktie steigt 13 %: 4 Gründe für den unaufhaltsamen Lauf

SoftBank-Aktie steigt 13 %: 4 Gründe für den unaufhaltsamen Lauf
Devesh Kumar
15. Juni 2026, 05:34 AM

Unterstützt von

Invezz
SoftBank Group (9984.T) kaufen

SoftBank Group kaufen. Es ist ein hochvolatiler, börsennaher Proxy für KI‑Infrastruktur: eine rund 90%ige Beteiligung an Arm bedeutet, dass Kursgewinne von Arm direkt in den Nettovermögenswert (NAV) von SoftBank fließen, und OpenAI‑Gewinne zeigen sich bereits in den ausgewiesenen Gewinnen. Die Aktie erhält zudem einen sentimentbasierten Rückenwind durch starke Ergebniszahlen und steigende Analystenziele, sodass das Momentum anhalten kann, solange die Capex‑Erwartungen für KI erhöht bleiben.

Kernrisiko: Die Bewertung von Arm könnte nach unten korrigiert werden (oder SoftBanks Arm‑Beteiligung könnte mit einem Abschlag gehandelt werden), falls die Nachfrage nach KI‑Chips oder die Lizenzierungsökonomie enttäuscht.

Arm Holdings (ARM) kaufen

Arm Holdings kaufen. Die Rallye von SoftBank wird fundamental von Arm getrieben, dem „AI‑Chip‑Motor“ (deren Architektur wird in Smartphones, Servern und KI‑Systemen verwendet). Beschleunigen die Investitionen in KI‑Infrastruktur weiter, sollte Arms Hebelwirkung aus Lizenzgebühren/Architektur weiterhin zunehmen und zugleich SoftBank nach oben ziehen.

Kernrisiko: Ein großer Kunde oder eine Plattform weicht von Arm‑basierten Designs ab oder verhandelt Bedingungen neu, was das Wachstum bei Lizenzgebühren/Lizenzierungen reduziert.

  • SoftBank stieg in Tokio zeitweise um bis zu 13 %, als der KI‑Optimismus zunahm.
  • Die Rallye von Arm steigert direkt SoftBanks Bewertung und Attraktivität für Anleger.
  • Gewinne aus OpenAI haben die Stimmung gegenüber dem Konzern verändert.

Die SoftBank Group‑Aktie stieg am Montag im Handel in Tokio um fast 13 % und setzte damit eine der am intensivsten beobachteten KI‑Rallyes auf den globalen Märkten fort.

Die Bewegung spiegelt eine tiefere Neubewertung von Masayoshi Sons weit verzweigtem Investmentkonzern wider, dessen größte KI‑Wetten – darunter Arm, OpenAI, Rechenzentren und Robotik – sich nun in dieselbe Richtung bewegen.

Für Anleger ist SoftBank zu einem der klarsten börslichen Stellvertreter für den künstlichen Intelligenz‑Boom geworden.

Wenn das Vertrauen in die KI‑Infrastruktur steigt, bewegt sich SoftBank zunehmend mit.

Arm Holdings: AI‑Chip‑Motor treibt SoftBanks Rallye an

Der erste Grund ist Arm Holdings: SoftBank besitzt nahezu 90 % des britischen Chipdesigners, sodass jede Rallye bei Arm einen direkten Schub für den Nettovermögenswert von SoftBank bedeutet.

ARM stellt selbst keine Chips her. Seine Architektur bildet jedoch das Kernstück von Prozessoren, die in Smartphones, Servern und zunehmend in KI‑verknüpften Rechensystemen eingesetzt werden.

Das macht es zu einem wesentlichen Nutznießer der Investitionswelle in Infrastruktur, die durch die Nachfrage nach generativer KI ausgelöst wurde.

Vey Sern Ling, Senior Equity Adviser bei UBP, sagte gegenüber CNBC: „Der Aktienkurs von SoftBank spiegelt schlicht die Entwicklungen seiner Beteiligungen wider, darunter Arm, dessen Kurs stark gestiegen ist.“

OpenAI‑Jackpot: $45 billion Buchgewinn

Der zweite Treiber ist OpenAI. SoftBank hat sich verpflichtet, stark in den ChatGPT‑Hersteller zu investieren, wobei sich die kumulative Investition nach den geplanten Folgetranchen voraussichtlich auf 64,6 Milliarden USD (ca. 56,4 Milliarden €) belaufen wird.

Diese Wette spiegelt sich bereits in den Büchern von SoftBank wider: Das Unternehmen hat etwa 45 Milliarden USD (ca. 39,3 Milliarden €) an Gewinnen im Zusammenhang mit seinen OpenAI‑Investitionen verbucht.

Die vertrauliche Einreichung von OpenAI für einen US‑Börsengang am 8. Juni hat die Aufmerksamkeit der Investoren zusätzlich geschärft.

Rolf Bulk von der Futurum Group, zitiert von TIKR, beschrieb SoftBank als Möglichkeit, „frühzeitig an dem OpenAI‑IPO teilzuhaben“ und Zugang zum „am schnellsten wachsenden Segment im Bereich KI‑Halbleiter“ zu erhalten.

Gewinnexplosion: Wenn ein Gewinnsprung Aufmerksamkeit erzwingt

Hinter der Rallye von SoftBank steht zudem eine klare Ergebnisstory.

Das Unternehmen meldete für das zum März 2026 endende Geschäftsjahr einen Rekordjahresgewinn von etwa 5 Billionen Yen, gestützt durch Gewinne aus OpenAI und anderen KI‑gebundenen Beteiligungen.

Der Umsatz stieg auf rund 7,8 Billionen Yen, während der Vision Fund im Märzquartal einen großen, von OpenAI getriebenen Gewinn verbuchte.

Das Ergebnis trug auch zur Verschiebung der Analystenstimmung bei. SMBC Nikko erhöhte sein Kursziel für SoftBank von 5.200 auf 8.500 Yen und verwies auf die verbesserte Exposure gegenüber Arm.

Sons große Vision

Die Rallye hat Masayoshi Son wieder als einen der großen Risikofreudigen des Marktes erscheinen lassen.

Am 1. Juni überholte SoftBank kurzzeitig Toyota als Japans wertvollstes börsennotiertes Unternehmen – ein symbolischer Moment sowohl für den Konzern als auch für den heimischen Aktienmarkt.

Son treibt zudem die Aktivitäten über die reine finanzielle Beteiligung hinaus voran.

SoftBank hat mehrere zehn Milliarden Euro für KI‑Infrastruktur zugesagt in Frankreich und bleibt ein zentraler Förderer von Stargate, dem 500 Milliarden USD (ca. 436,2 Milliarden €) US‑KI‑Infrastrukturprojekt, an dem OpenAI und Oracle beteiligt sind.

In einem CNBC‑Interview sagte Son, die KI‑Revolution könne weit größer sein als der Dot‑com‑Boom, und er argumentierte, dass physische KI und Robotik zur nächsten Billionen‑Dollar‑Chance werden könnten.