Gold-Revival bevorstehend? Barclays sieht Kurse bis $4.900 steigen
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Kaufen XAU/USD. Barclays sagt, der jüngste Rückgang um 26% sei größtenteils vorübergehend gewesen: stärkerer USD, höhere Realrenditen, Aktienrally und Auflösung gehebelter Positionen. Mit nachlassenden Iran-Spannungen sollten Dollar-Schwäche und Käufe der Zentralbanken zurückkehren, und die Effekte von Inflation/Energie-Schock halten dem Gold eine Untergrenze. Ziel: $4,791 Ende 2026 und $4,900 in 2027.
Kernrisiko: Die Fed schiebt Zinssenkungen weiter hinaus (höhere Realrenditen bleiben), sodass Gold nicht wieder anziehen kann, selbst wenn sich der Iran beruhigt.
Kaufen Newmont (NEM) und Agnico Eagle (AEM). Barclays empfiehlt ausdrücklich Goldminenaktien als nächsten Rebound-Abschnitt. Sollte Gold wieder zum Mittelwert nach oben tendieren, dürften Minen besser abschneiden, da die Margen mit höheren realisierten Goldpreisen ausweiten und der operative Hebel greift.
Kernrisiko: Gold steigt, bleibt aber begrenzt; oder Kosten/Hedging und Risikoaversion am Aktienmarkt drücken die Multiples der Minen und verhindern eine Outperformance.
- Barclays erwartet, dass Gold $4,791 in 2026 und $4,900 in 2027 erreicht.
- Die Bank sagt, der jüngste Rückgang um 26% sei durch vorübergehende Gegenwinde ausgelöst worden.
- Strukturelle Stützen bleiben durch Inflation, politische Risiken und Zentralbanken erhalten.
Barclays hat seine bullische langfristige Einschätzung für Gold beibehalten und prognostiziert, dass das Metall bis Ende 2026 $4,791 pro Unze und 2027 $4,900 erreichen werde, selbst nach einer deutlichen Korrektur im Verlauf des Iran-Konflikts.
In einer diese Woche veröffentlichten Research-Notiz schrieb das Cross-Asset-Research-Team der britischen Bank unter der Leitung von Lefteris Farmakis und Themistoklis Fiotakis, dass der jüngste Rückgang von Gold um 26% durch vorübergehende Faktoren getrieben worden sei, die seine Funktion als sicherer Hafen überwogen, so ein Kitco-Bericht.
Dazu gehörten ein stärkerer US-Dollar, steigende Renditen, ein stark anziehender Aktienmarkt und das Auflösen gehebelter Positionen sowie Verkäufe der Zentralbanken Russlands und der Türkei.
Vorübergehende Faktoren führten zur jüngsten Schwäche
Die Analysten stellten fest, dass der Rückgang von Gold vom Januar-Hoch bis zum Juni-Tief eine Normalisierung der Realzinsen, das Auspreisen von Fed-Zinssenkungen in diesem Jahr und die kurzfristige Attraktivität steigender Aktien widerspiegelte.
Sie errechneten, dass der Anstieg des Dollarindex und die 10%-Rally des S&P 500 etwa 10% des Goldpreisrückgangs ausmachten; der Rest sei auf das Auflösen von Positionen zurückzuführen.
Barclays ist jedoch der Ansicht, dass diese Belastungen vorübergehend sind.
Die Bank schätzt den aktuellen fairen Wert von Gold auf rund $4,150 pro Unze und erwartet eine Erholung, sobald die Iran-bedingten geopolitischen Spannungen nachlassen.
Strukturelle Treiber bleiben stark
Das Barclays-Team betonte, dass die zentralen strukturellen Stützen – anhaltende Inflation, politische Unsicherheit und die fortgesetzte Diversifizierung der Reserven durch Zentralbanken – weiterhin voll intakt seien.
Sie beschrieben diese als „langsam wirkende Variablen, deren Einfluss sich über die Zeit anreichert“, wodurch sie bei kurzfristigen Schocks wie der Iran-Krise weniger wirksam, mittelfristig jedoch kraftvoll seien.
Die Bank hob zudem die inflationsfördernde Wirkung des iranischen Energie-Schocks hervor und wies darauf hin, dass jeder Prozentpunkt Anstieg der Inflation Gold einen ungefähren 5%-Auftrieb verschaffe.
Mit der Erwartung einer Wiederaufnahme des Abwärtstrends des Dollars, einer Rückkehr zu konsistenten Käufen der Zentralbanken und anhaltendem Aufwärtsdruck auf die Inflation durch höhere Energiepreise sieht Barclays, dass Gold wieder an Schwung gewinnt.
Empfohlene Minenaktien
Barclays bestätigte seine Kursziele für 2026 und 2027 bei $4,791 bzw. $4,900 pro Unze.
Die Analysten warnten, dass es weiterhin kurzfristige mark-to-market-Abschläge geben könne, empfahlen jedoch ein Engagement in Goldminenaktien, darunter Endeavour, Hochschild, Fresnillo, Newmont und Agnico Eagle.
„Ungeachtet der jüngsten Preisschwankungen – wenn es eine Phase gibt, in der Gold mit Prämie gehandelt sein sollte, dann ist es jetzt“, so das Barclays-Team.
Ausblick bleibt konstruktiv
Die optimistische Haltung der Bank kommt zu einer Zeit, in der Gold infolge des Konflikts im Nahen Osten deutlich von früheren Höchstständen korrigiert hat.
Mit dem Anschein, dass der Konflikt abklingt und strukturelle Treiber wieder in den Vordergrund treten, erwartet Barclays, dass das Edelmetall Gold seinen Aufwärtstrend wieder aufnehmen wird.
Die Prognose unterstreicht die verbreitete Ansicht großer Banken, dass der langfristige Bullenmarkt bei Gold intakt bleibt, gestützt von geopolitischen Risiken, Unsicherheit in der Geldpolitik und fortgesetzten Entdollarisierungsbemühungen der Zentralbanken weltweit.
Für Anleger könne das aktuelle Umfeld laut Barclays einen attraktiven Einstiegszeitpunkt bieten, da vorübergehende Gegenwinde abklingen und fundamentale Stärken sich im Rest des Jahres 2026 und bis 2027 wieder durchsetzen.
Als zinsloses Anlagegut profitiert Gold von dieser Neubewertung, nachdem es zuvor unter Druck geraten war, weil Zinserhöhungen eingepreist wurden.
„Sollte der neue Fed-Vorsitzende, Warsh, auf seiner ersten Pressekonferenz am Mittwoch die Zinserwartungen weiter dämpfen, dürfte sich die Erholung des Goldpreises voraussichtlich fortsetzen“, sagte Carsten Fritsch, Rohstoffanalyst bei der Commerzbank AG, in einem Bericht.
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