Silberpreis erholt sich nahe $69, doch das Chartbild sendet Warnsignale
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Der zweite Trade ist Relative-Value: Gehen Sie long auf XAU/USD und short auf XAG/USD. Dieselbe Fed-/Zinsgeschichte belastet beide, doch die technischen Daten von Silber sind schwächer (weiterhin unter dem 100-Tage-Durchschnitt; RSI ~45), während Gold sich bereits nach dem Fed-getriebenen Einbruch erholt. These: Bleiben die Zinsen hartnäckig, fällt Silber gegenüber Gold zurück, da es empfindlicher auf Schwankungen der industriellen Nachfrage reagiert und das Momentum fragil ist. Wichtiges Risiko: Silber erhält ein stärkeres als erwartet Kaufinteresse (bricht $70,00) und schließt die Performance-Lücke gegenüber Gold.
Kernrisiko: Das Momentum von Silber dreht auf bullisch und übertrifft Gold, wenn $70,00 bricht.
Handeln Sie Silber als Range-Fade: Verkaufen Sie XAG/USD nahe $69–$70 und achten Sie genau auf den Widerstand bei $70,00. Der Artikel weist auf schwaches Momentum hin (unter dem 100-Tage-Durchschnitt) und einen RSI unter der Mittellinie (~45), sodass die Erholung wie eine vorsichtige Aufwärtsbewegung aussieht, nicht wie eine Trendumkehr. These: Die Fed-Projektionen halten das Risiko „höhere Zinsen für länger" lebendig und begrenzen das Aufwärtspotenzial selbst bei Öl-Entlastung. Haupt-Risiko: Silber bricht und hält sich über $70,00, setzt dann Kurs auf $71,45 und den 100-Tage-Durchschnitt (~$77,62), was beweist, dass die Erholung ein echter Trendwechsel ist.
Kernrisiko: Ein anhaltender Ausbruch über $70,00, der das Chartbild von einer 'holprigen Erholung' in einen neuen Aufwärtstrend verwandelt.
- Silber erholt sich nahe $69, da niedrigere Ölpreise den Inflationsdruck verringern.
- Risiken weiterer Fed-Zinserhöhungen dämpfen die Erholung des Metalls.
- Die Defizitprognose des Silver Institute bietet längerfristige Unterstützung.
Silber stieg am Donnerstag im asiatischen Handel, die Bewegung wirkte jedoch eher wie eine vorsichtige Erholung als der Beginn eines klaren Ausbruchs. XAG/USD notierte nahe $69,15 je Unze, da niedrigere Ölpreise die Inflationssorgen nach dem US-Iran-Zwischenabkommen dämpften.
Das Metall erhielt Unterstützung von der breiteren Erholung bei den Edelmetallen, wobei auch Gold sich nach dem Fed-getriebenen Einbruch am Mittwoch wieder erholte.
Dennoch bleibt das Aufwärtspotenzial begrenzt, da die Federal Reserve die Zinsen unverändert ließ, ihre Projektionen aber die Möglichkeit einer weiteren Anhebung später in diesem Jahr wieder aufleben ließen.
Entlastung beim Öl stützt die Erholung
Der unmittelbare Schub kam vom abgeschwächten Energiemarkt.
Das US-Iran-Memorandum hat die Hoffnung geweckt, dass die Ölströme durch die Straße von Hormuz sich normalisieren und damit die Befürchtung dämpfen, dass Treibstoffkosten die Inflation hartnäckig hochhalten.
Das half den Edelmetallen, sich nach einer volatilen Sitzung zu erholen.
Analysten erklärten, dass der Rückgang der Ölpreise einigen Aufwärtsdruck auf die Zinsen gemildert und die Erwartungen an Zinserhöhungen abgekühlt habe.
Diese Logik stützte sowohl Silber als auch Gold, da niedrigere erwartete Renditen die Opportunitätskosten für das Halten von Metallen verringern.
Die Entlastung ist jedoch nicht absolut, da das Abkommen einen Waffenstillstand um 60 Tage verlängert und wichtige Fragen für künftige Gespräche offenlässt.
Das hält eine kleine geopolitische Prämie im Markt, reicht aber nicht aus, um die Zinsgeschichte zu überlagern.
Das technische Bild begünstigt weiterhin Verkäufer
Das Silber-Chart bleibt trotz des jüngsten Rückpralls fragil. Die Preise liegen weiterhin unter dem 100-Tage-Durchschnitt (einfacher gleitender Durchschnitt), während der Relative-Stärke-Index unterhalb der Mittellinie bei rund 45 verharrt.
Das deutet auf eine Verbesserung der Momentumlage hin, jedoch nicht stark genug, um eine bullische Trendumkehr zu bestätigen.
Der erste Widerstand liegt bei $70,00, einer psychologischen Marke, die Händler genau beobachten werden.
Ein Ausbruch über diese Marke könnte eine Bewegung in Richtung des mittleren Bollinger-Bandes bei etwa $71,45 eröffnen. Darüber hinaus bleibt der 100-Tage-Durchschnitt um $77,62 das größere technische Hindernis.
Auf der Unterseite ist das Tief vom 17. Juni in der Nähe von $66,81 die erste Unterstützungszone. Sollte dieses nachgeben, könnte die Aufmerksamkeit auf das untere Bollinger-Band um $63,15 wandern.
Solange Silber zwischen $66,81 und $70,00 handelt, könnte der Markt in einer holprigen Erholungsphase gefangen bleiben.
Quelle: TradingView
Defizit-Szenario bietet längerfristige Unterstützung
Das kurzfristige Bild wird von den Marktpreisen für Fed-Entscheidungen dominiert, dennoch hat Silber immer noch eine robustere strukturelle Basis als viele andere Metalle.
Das Silver Institute erwartet, dass der Markt im sechsten Jahr in Folge ein Defizit aufweist, gestützt durch kräftige Investmentnachfrage, obwohl hohe Preise die Nachfrage nach Schmuck und Silberwaren belasten.
Diese Aufspaltung erklärt die derzeitige Spannung. Finanzinvestoren sind bereit, Rücksetzer zu kaufen, wenn die Inflationssorgen nachlassen, während Industrieabnehmer preissensibler sind.
Vorerst braucht die Silberrally Bestätigung von beiden Seiten: einen Ausbruch über $70,00 im Chart und ein beruhigteres Zinsumfeld seitens der Fed.
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