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Silberpreise fallen, da erwartete höhere Zinsen die Nachfrage dämpfen

Silberpreise fallen, da erwartete höhere Zinsen die Nachfrage dämpfen
Rivanshi Rakhrai
19. Juni 2026, 08:16 AM

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USOIL Long‑Position (WTI)

Kaufen Sie WTI‑Exponierung (USOIL‑ETF oder WTI‑Futures), da das vorläufige US‑Iran‑Abkommen die geopolitische Ölprämie abbaut. Niedrigere Ölpreise stützen die Risikoappetit und dämpfen Inflationsängste, was die Fed davon abhalten könnte, dauerhaft aggressiv straff zu bleiben — unterstützend für Rohöl nach dem jüngsten Ausverkauf.

Kernrisiko: Das Iran‑Abkommen stockt oder Störungen im Schiffsverkehr/der Straße von Hormus kehren zurück, was die geopolitische Prämie wieder aufleben lässt und Long‑Positionen stark belastet.

XAG/USD Short‑Position

Verkaufen Sie XAG/USD (oder kaufen Sie einen Silber‑CFD/Put‑Optionen), da die restriktive Neigung der Fed die Erwartungen an die Realzinsen weiter anhebt und Silber als nicht verzinsliche Anlage unter steigenden Kreditkosten leidet. Der Artikel zeigt restriktive Signale von Warsh und eine nennenswerte Chance für mindestens eine weitere Zinserhöhung in diesem Jahr – klassischer Gegenwind für die Silbernachfrage.

Kernrisiko: Die Fed schwenkt klar auf eine lockerere Geldpolitik um (die Inflation fällt schneller als erwartet), wodurch die Wahrscheinlichkeit von Zinssenkungen steigt und Silber stark zurückschnellen könnte.

  • Silber fällt am dritten Tag in Folge aufgrund des restriktiven Fed‑Ausblicks.
  • Märkte wägen Zinserhöhungsrisiken gegen nachlassende Spannungen im Nahen Osten ab.
  • Ölpreise sinken, nachdem das vorläufige US‑Iran‑Abkommen in Kraft getreten ist.

Die Silberpreise setzten ihren Rückgang am Freitag zum dritten Handelstag in Folge fort; das XAG/USD-Paar notierte während der asiatischen Handelszeiten bei rund 64,40 $ pro Feinunze.

Der Rückgang erfolgte, während Marktteilnehmer den geldpolitischen Ausblick der Federal Reserve bewerteten, der trotz nachlassender geopolitischer Spannungen im Nahen Osten weiterhin in Richtung strafferer Geldpolitik tendiert.

Höhere Zinsen erhöhen in der Regel die Opportunitätskosten für das Halten von nicht verzinslichen Anlagen wie Silber und machen diese für Investoren unattraktiver.

Infolgedessen rechneten Händler weiterhin mit den Folgen einer restriktiven Haltung der Fed.

Fed-Signale erhöhen Druck auf Edelmetalle

Bei seiner ersten Pressekonferenz bekräftigte der neu ernannte Vorsitzende der Federal Reserve, Kevin Warsh, das Ziel der Zentralbank, die Inflation zu kontrollieren.

Warsh erklärte, dass „Preisniveaustabilität“ weiterhin das oberste Leitprinzip der Fed bleibe.

Die Äußerungen folgten auf die Entscheidung des Federal Open Market Committee am Mittwoch, den Leitzins unverändert in einer Spanne von 3,5 % bis 3,75 % zu belassen.

Während die Zinsentscheidung selbst weitgehend erwartet wurde, wurde die Gesamtbotschaft der politischen Entscheidungsträger als restriktiv bewertet.

Fast die Hälfte der Mitglieder deutete an, dass vor Jahresende mindestens eine Zinserhöhung nötig sein könnte.

Die Aussicht auf zusätzliche geldpolitische Straffung belastete die Silberpreise, da Anleger die Attraktivität von Edelmetallen in einem Umfeld potenziell höherer Kreditkosten neu bewerteten.

US‑Iran‑Entwicklungen dämpfen Inflationssorgen

Der Druck aus dem Fed-Ausblick überwog die Unterstützung, die ansonsten aus nachlassenden geopolitischen Spannungen hätte kommen können.

Die Marktstimmung wurde durch Entwicklungen im Zusammenhang mit dem US‑Iran‑Friedensprozess beeinflusst.

Die Vereinigten Staaten und Iran unterzeichneten eine vorläufige Vereinbarung, die eine 60‑tägige Verhandlungsfrist einleitete mit dem Ziel, eine endgültige Vereinbarung zur Beendigung des Konflikts zu erzielen.

Als weiteres Zeichen der Deeskalation bestätigte das US‑Militär, dass es seine Blockade iranischer Häfen in der Nähe der Straße von Hormus beendet habe.

Behörden gaben an, dass Millionen Barrel Öl wieder durch die strategisch wichtige Wasserstraße fließen.

Diese Entwicklungen trugen zu niedrigeren Ölpreisen bei und halfen, inflationsbezogene Sorgen aus dem Energiesektor zu reduzieren.

Ölpreise geben nach, geopolitische Prämie schwindet

Die Ölpreise fielen am Freitag erneut, da Händler zunehmend den Wiederbeginn der Rohölexporte durch die Straße von Hormus nach Inkrafttreten des vorläufigen US‑Iran‑Abkommens einpreisten.

Während der asiatischen Handelszeiten handelte der US‑Benchmark West Texas Intermediate im Bereich von rund 75 bis 76 US‑Dollar und damit nahe seinem schwächsten Stand seit der Zeit vor der Zuspitzung des Konflikts.

Der Rückgang spiegelte nach Ansicht von Marktteilnehmern eine rasche Auflösung der geopolitischen Risiko‑Prämie wider, die zuvor die Ölpreise gestützt hatte.

Trotz des Fortschritts in den diplomatischen Verhandlungen blieben Investoren vorsichtig.

Marktteilnehmer beobachteten weiterhin mehrere ungeklärte Fragen, darunter das Vertrauen im Schiffsverkehr, Irans Einhaltung der Vereinbarung und die künftige Governance der Straße von Hormus.

Obwohl die Entspannung die Risiko‑Stimmung verbessert und akute Inflationssorgen mindert, erwarten Händler größtenteils, dass es mehrere Monate dauern könnte, bis sich der globale Schiffsverkehr und die Energieflüsse vollständig auf das Niveau vor dem Konflikt erholen.