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Hang Seng bildet Death Cross, während Kospi und Nikkei 225 steigen – warum

Hang Seng bildet Death Cross, während Kospi und Nikkei 225 steigen – warum
Crispus Nyaga
22. Juni 2026, 06:46 AM

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Short‑Position auf Hang Seng (H‑Shares)

Verkauf von Hang Seng‑Exposure (z. B. Hang Seng‑Futures leer verkaufen oder ein inverses ETF auf den HSI kaufen). Der Index hat soeben ein Todeskreuz gedruckt und den Ausbruch der Kopf‑Schulter‑Formation bestätigt (Ziel ~22,300 vs ~23,445). Ein steigender ADX und ein Kurs unter Ichimoku/Supertrend deuten darauf hin, dass sich der Abwärtstrend verstärkt und nicht abschwächt.

Kernrisiko: China kündigt ein umfangreiches, sofortiges marktstabilisierendes Stimuluspaket an, das den technischen Ausbruch umkehrt und eine anhaltende Rally erzwingt.

Short auf chinesische Nachfrage‑KI (Alibaba/Tencent/Xiaomi)

Verkauf von Alibaba (BABA) und Tencent (TCEHY) (und/oder Xiaomi (XIACY)), da die Nachrichtenlage von Ergebnisdruck durch KI‑Ausgaben und höheren Inputkosten geprägt ist. Während die globalen KI‑Gewinner überwiegend Chip‑/Zuliefererfirmen sind, sind die KI‑Führer im Hang Seng nachfrageseitig und zeigen bereits Gewinnschäden (Alibabas Gewinne im letzten Quartal >80% gesunken; Xiaomi durch stark gestiegene Speicherpreise belastet).

Kernrisiko: KI‑Capex führt zu schnellerer Monetarisierung (deutliche Margenerholung und positive Guidance) und der Markt bewertet diese Aktien trotz höherer Kosten aufwärts neu.

  • Der Hang Seng Index hat soeben ein Todeskreuz gebildet.
  • Im Tageschart bildete er zudem eine Kopf‑Schulter‑Formation.
  • Südkoreas Kospi und Japans Nikkei 225 stehen auf Rekordständen.

Der Hang Seng Index wich heute, am 22. Juni, weiterhin von seinen globalen Pendants ab und bildete zwei ausgeprägte, stark bärische Muster, die auf weiteres Abwärtspotenzial in der nahen Zukunft hindeuten. 

Der Index, der die führenden chinesischen Unternehmen abbildet, fiel am Montag auf 23,445, sein niedrigster Stand seit Juni letzten Jahres und 16% unter dem Allzeithoch. Im Gegensatz dazu stiegen Spitzenindizes wie der südkoreanische Kospi, der japanische Nikkei 225 und der US-amerikanische Nasdaq 100 im Zuge des KI‑Superzyklus auf Rekordstände.

Hang Seng Index bildete ein Todeskreuz und eine Kopf‑Schulter‑Formation

Der Hang Seng Index hat in den vergangenen Monaten zahlreiche bärische Formationen ausgebildet. Eine zentrale davon ist die Kopf‑Schulter‑Formation, ein häufiges Zeichen bärischer Divergenz in der technischen Analyse. Er ist nun unter die Nackenlinie von $25,158 gefallen, was den Ausbruch bestätigt.

Der Abstand zwischen dem Kopf und der Nackenlinie beträgt etwa 2,858 Punkte. Subtrahiert man diesen Wert von der Nackenlinie, ergibt sich ein Ziel von 22,300, das damit noch unter dem aktuellen Stand von 23,445 liegt.

Gleichzeitig hat der Index soeben ein Todeskreuz ausgebildet, nachdem sich der 50‑Tage‑ und der 200‑Tage‑Gleitende Durchschnitt gekreuzt haben. Dieses Muster führt häufig im Laufe der Zeit zu weiteren Abwärtsbewegungen. 

Der Index liegt außerdem weiterhin unter den Ichimoku‑ und Supertrend‑Indikatoren, ein Zeichen dafür, dass die Bären vorerst die Kontrolle behalten. Zudem steigt der Average Directional Index (ADX) weiter, was darauf hindeutet, dass sich der Abwärtstrend verstärkt.

Hang Seng index

Chart des Hang Seng Index | Quelle: TradingView

Chinesische Tech‑Aktien bleiben im KI‑Superzyklus zurück

Der aktuelle Einbruch des Hang Seng Index erfolgt, während führende chinesische Technologieunternehmen weiterhin hinter ihren globalen Pendants in der KI‑Branche zurückbleiben.

Ein genauerer Blick auf die Spitzengewinner in den USA, Südkorea und Japan zeigt, dass es sich durchweg um große Namen der KI‑Industrie handelt. In Südkorea werden die Kursgewinne im Kospi von SK Hynix und Samsung angetrieben

Ähnlich sind in Japan die Haupttreiber von Topix und Nikkei 225 Softbank, Kioxia, Furukawa Electric und Taiyo Yuden. Kioxia ist in diesem Jahr um über 850% gestiegen und in den letzten 12 Monaten um 5,147%.

Der gleiche Trend zeigt sich in den USA, wo Unternehmen wie Micron, Sandisk und Western Digital die Spitze bilden. Alle diese Unternehmen profitieren als Zulieferer von der KI‑Branche.

Auf der anderen Seite befinden sich die wichtigsten KI‑Unternehmen im Hang Seng Index überwiegend auf der Nachfrageseite. Dazu gehören Unternehmen wie Alibaba, Tencent, Xiaomi und Kuaishou Technology.

Diese Unternehmen kämpfen mit steigenden Kosten für Halbleiter und andere Komponenten, während sie ihre KI‑Ausgaben erhöhen. Zum Beispiel sind Alibabas Gewinne im letzten Quartal um über 80% eingebrochen, während Xiaomi unter stark gestiegenen Speicherpreisen gelitten hat.

Lenovo, ein Unternehmen, das Server und Storage‑Lösungen herstellt, ist mit einem Plus von 153% in diesem Jahr der größte Gewinner im Hang Seng Index geworden. 

Der Hang Seng Index dagegen ist eingebrochen, da andere wichtige chinesische Unternehmen gefallen sind. Ein gutes Beispiel dafür ist die Branche für Elektrofahrzeuge, in der Titel wie BYD und Li Auto um jeweils 30% bzw. 23% zurückgegangen sind. Dieser Rückzug erfolgt, nachdem China einige Subventionen für die Branche gestrichen hat.