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Gold droht $3,800-Einbruch, Deutsche Bank warnt vor Fed‑Zinsrisiko

Gold droht $3,800-Einbruch, Deutsche Bank warnt vor Fed‑Zinsrisiko
Sayantan Sarkar
23. Juni 2026, 08:13 AM

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COMEX-Gold (sell)

Verkaufen Sie COMEX‑Gold‑Futures (oder XAUUSD), da die von der Deutschen Bank aufgezeigte Fed‑Zinsgefahr zusammen mit robusten US‑Daten der dominierende Treiber ist; die Bank weist explizit auf einen Weg zu rund $3,800 hin, falls die Fed 3–4 Mal anhebt. Schwache ETF‑Nachfrage entzieht die übliche Kursstütze, sodass Aufschwünge voraussichtlich verkauft werden.

Kernrisiko: Die Fed wird eindeutig dovish (oder die Inflation bricht schnell ein), wodurch die Realrenditen stark sinken und erneute ETF‑Zuflüsse ausgelöst werden, die Gold über $4,800 heben.

Goldminenwerte (sell)

Verkaufen Sie Goldminenwerte (z. B. GDX oder einzelne Produzenten), da sie typischerweise hinterherhinken, wenn Gold fällt und die Risikoaversion zunimmt. Angesichts des Abwärtspfads für Gold und der schwachen Investitionsnachfrage fallen die Margen der Minen und ihre Bewertungsmultiples schneller als das Edelmetall zusammen.

Kernrisiko: Gold stabilisiert sich und erholt sich rasch (Nachfrage nach sicheren Häfen oder eine dovishe Fed), sodass Minen aufholen und besser abschneiden, wenn Anleger wieder in den Sektor rotieren.

  • Deutsche Bank senkt Goldprognose auf $4,300 im Q3, $4,800 im Q4.
  • Analyst warnt, dass Fed‑Zinserhöhungen das Edelmetall näher an $3,800 bringen könnten.
  • ETF‑Abflüsse und schwache Importe aus China schwächen die Investitionsnachfrage nach Gold.

Die Deutsche Bank hat ihre Goldpreisprognosen um bis zu 22 % gekürzt und nennt robuste US‑Konjunkturdaten, eine hawkische Haltung der Federal Reserve und eine schwache Investitionsnachfrage als Gründe. 

Die Bank sieht das Edelmetall nun bei $4,300 pro Unze im dritten Quartal dieses Jahres und bei $4,800 im vierten Quartal – deutlich niedriger als zuvor prognostiziert.

Zum Zeitpunkt der Niederschrift lag der COMEX-Goldkontrakt bei $4,145.76 pro Unze, ein Rückgang von 1,4 % gegenüber dem Schlusskurs des Vortags. 

Herabstufung durch Deutsche Bank

Bloomberg berichtete, dass die Deutsche Bank AG ihre Goldpreisaussicht um bis zu 22 % reduziert hat, da Anleger ihre bullische Einschätzung zurücknehmen.

Michael Hsueh, Research‑Analyst der Bank, schrieb in einer Notiz: „Die Neubewertung der Fed zusammen mit robusten US‑Makrodaten hat die Hauptrolle dabei gespielt, Gold nach unten zu drücken.“

Die neuen Prognosen sehen Gold im dritten Quartal bei $4,300 pro Unze und im Schlussquartal 2026 bei $4,800, verglichen mit früheren Zielen, die mehr als ein Fünftel höher lagen. 

Obwohl beide Niveaus gegenüber den aktuellen Spotpreisen nahe $4,140 Gewinne implizieren, markieren sie einen deutlichen Rückzug von früheren optimistischen Erwartungen. 

Fed‑Politik dämpft die Stimmung

Gold ist in diesem Quartal bereits um mehr als 11 % gefallen. Der Krieg im Nahen Osten trieb zunächst die Energiepreise nach oben, was Inflationssorgen und Erwartungen an eine straffere Geldpolitik schürte. 

Auf ihrer jüngsten Sitzung beließ die Federal Reserve die Zinsen unverändert, signalisierte jedoch eine wachsende Neigung zu Leitzinsanhebungen.

Der neue Vorsitzende Kevin Warsh gelobte, die Preisstabilität wiederherzustellen, was den restriktiven Ton verstärkte.

Hsueh warnte, dass Gold bei drei bis vier Zinserhöhungen der Fed weiter auf etwa $3,800 pro Unze fallen könnte.

Die Aussicht auf höhere Renditen verringert die Attraktivität nicht verzinslicher Anlagen wie Gold, wodurch die Nachfrage nach ETFs entscheidend für die Aufrechterhaltung der Preise wird. 

Schwache Investitionsnachfrage

Die Deutsche Bank hob hervor, dass anhaltende Abflüsse aus goldgedeckten Exchange‑Traded Funds eine wichtige Stütze entzogen haben. 

„Die übliche Stütze für das Edelmetall fehlt auffällig“, sagte Hsueh.

In China deutet der Onshore‑Abschlag gegenüber den Comex‑Preisen darauf hin, dass Importe ebenfalls keine Entlastung bringen werden und die Nachfrage weiter schwächen.

Dies spiegelt die breitere Vorsicht der Anleger wider. Goldman Sachs hat letzte Woche seine Jahresendprognose um $500 auf $4,900 gesenkt und nannte die Erwartung, dass die Fed die Zinsen in diesem Jahr nicht senken werde. 

Notenbanken bleiben Käufer

Trotz der bärischen Anpassungen vermerkte die Deutsche Bank einen Lichtblick: die Nachfrage des offiziellen Sektors. 

„Die einzige Säule, die stark bleibt, ist die Nachfrage der Zentralbanken, und wir erwarten, dass dies noch geraume Zeit so bleiben wird“, schrieb Hsueh. 

Zentralbanken diversifizieren ihre Reserven weg vom Dollar, was eine kontinuierliche Unterstützungsquelle für das Edelmetall darstellt, selbst wenn die Investitionszuflüsse schwächer werden.

Ausblick

Die Herabstufung unterstreicht, wie schnell sich die Stimmung am Goldmarkt gedreht hat. Bei robusten US‑Daten, hawkischen Fed‑Signalen und schwachen ETF‑Zuflüssen, 

erwartet die Deutsche Bank, dass die Preise kurzfristig unter Druck bleiben. Zwar bietet das Kaufverhalten der Zentralbanken etwas Stabilität, aber die Risikobilanz spricht für weitere Volatilität.

Wenn sich die Fed‑Straffung beschleunigt, könnte Gold Niveaus näher an $3,800 testen. Umgekehrt könnte bei nachlassender Inflation oder wieder aufflackernden geopolitischen Risiken die Nachfrage nach sicheren Häfen vorübergehend Entlastung bringen. 

Vorerst spiegeln die revidierten Ziele der Bank eine vorsichtigere Haltung wider und stehen im Einklang mit anderen Instituten, die ihre bullische Prognose abgeschwächt haben.