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Silber fällt, da starker Dollar und Fed‑Unsicherheit die Metalle belasten

Silber fällt, da starker Dollar und Fed‑Unsicherheit die Metalle belasten
Rivanshi Rakhrai
24. Juni 2026, 08:39 AM

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XAG/USD: Short

Short XAG/USD (oder Kauf von XAG-Puts), da der Artikel einen breit angelegten Abbau von Edelmetallpositionen infolge eines stärkeren Dollars und einer deutlichen Neupreisung in Richtung höherer US-Zinsen (FedWatch ~86%) darstellt. Silber ist zudem technisch schwach — unter dem 20-Tage-EMA (≈ $68) bei weiterhin bärischem Momentum — sodass Aufwärtsrücksetzer wahrscheinlich verkauft werden, bis es dieses Niveau zurückerobert.

Kernrisiko: Die Kern-PCE fällt kühler als erwartet aus und die Neupreisung der Fed kehrt sich schnell um, was eine kräftige Short-Covering-Rally bei Silber auslösen würde.

GLD: Short

Short GLD (oder Kauf von Gold-Puts) als zweites, liquideres Ausdrucksmittel desselben makroökonomischen Schocks. Auch Gold liegt im Minus (Spot etwa 1% im Artikel; Futures etwa 1,6%), und die Bewegung wird als sektorweit beschrieben, nicht nur bei Silber. Wenn der Markt aufgrund restriktiver Politikerwartungen aus nicht verzinslichen Anlagen rotiert, dürfte Gold bei jeder schwachen Erholung unterdurchschnittlich abschneiden.

Kernrisiko: Ein Anstieg geopolitischer Risiken oder ein rascher Rückgang der US-Renditen, durch den Gold wieder über die jüngsten Tiefstände zurückkehrt und den Trade auf Basis restriktiver Zinserwartungen entkräftet.

  • Edelmetalle fielen, als Händler einen restriktiveren Fed-Kurs einpreisten.
  • Silber erreichte ein neues Mehrmonatstief, während Gold jüngste Verluste ausweitete.
  • Ein stärkerer Dollar und steigende Zinserwartungen setzten das Edelmetallsegment unter Druck.

Die Edelmetalle gerieten am Mittwoch im asiatischen Handel unter Druck, da ein stärkerer US-Dollar und wachsende Erwartungen an höhere US-Zinsen Anleger von Barren und anderen nicht verzinslichen Anlagen abdrängten.

Silber führte den Rückgang an und fiel auf ein neues Tief, das seit mehr als sechs Monaten nicht erreicht worden war, während auch Gold seine Verluste ausweitete.

Platin und Palladium gaben ebenfalls nach und signalisierten eine breit angelegte Schwäche im gesamten Edelmetallsektor, statt eines nur auf ein Metall beschränkten Drucks.

Silber fiel während der asiatischen Sitzung intraday auf $60.74, wobei XAG/USD zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts bei rund $61.00 handelte.

Auch Gold schwächte sich; Spot-Gold lag 1% tiefer bei $4,067.51 pro Unze im frühen Handel, nachdem es sein niedrigstes Niveau seit dem 11. Juni berührt hatte.

August-Gold-Futures fielen um 1,6% auf $4,083.90.

Fed-Zinsausblick ändert sich deutlich

Der Rückgang bei den Edelmetallen erfolgte, während Anleger den Ausblick für die US-Geldpolitik neu bewerteten.

Laut dem CME FedWatch-Tool ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Federal Reserve die Zinsen in diesem Jahr anhebt, auf fast 86% gestiegen.

Das stellt eine deutliche Umkehr gegenüber früheren Erwartungen von zwei Zinssenkungen vor Ausbruch des Nahostkriegs dar, der laut dem Entwurf zu stärkeren inflationären Druck beigetragen habe.

Höhere Zinssätze belasten tendenziell Edelmetalle, da diese keine Rendite abwerfen.

Infolgedessen können steigende Finanzierungskosten und festere Erwartungen für Treasury-Renditen die Attraktivität von Vermögenswerten wie Gold und Silber verringern.

Der jüngste Ausverkauf deutet darauf hin, dass sich der Markt nicht nur auf geopolitische Unsicherheit konzentriert, sondern verstärkt auf die Folgen eines restriktiveren Fed-Kurses.

Obwohl Gold weiterhin etwas Unterstützung durch die Unsicherheit rund um den US‑Iran-Friedensprozess fand, reichte diese nicht aus, um die Auswirkungen eines stärkeren Dollars und die Neupreisung des Politikrisikos auszugleichen.

Dollarstärke erhöht den Druck

Der Anstieg des US-Dollars fügte dem Metallmarkt eine weitere Druckschicht hinzu.

Zum Zeitpunkt der Niederschrift notierte der US Dollar Index, der den Greenback gegenüber sechs wichtigen Währungen misst, rund 0,1% höher bei etwa 101,50 – dem höchsten Stand seit mehr als einem Jahr.

Ein stärkerer Dollar macht Edelmetalle für Inhaber anderer Währungen teurer, was die Nachfrage dämpfen und die Preise schwächen kann.

Gerade für Silber schuf die Kombination aus restriktiven Fed-Erwartungen und Dollarstärke ein schwieriges Umfeld.

Das bereits unter Druck stehende Metall setzte seinen Abwärtstrend fort, als Anleger das kurzfristige Risiko-Rendite-Verhältnis neu bewerteten.

PCE-Inflationsdaten im Fokus

Anleger blicken nun auf die Veröffentlichung des US-PCE-Preisindex für Mai, die am Donnerstag erwartet wird, um neue Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der Fed zu erhalten.

Die Kern-PCE-Inflationsrate der USA, die das bevorzugte Inflationsmaß der Fed ist, wird voraussichtlich von 3,3% im April auf 3,4% im Jahresvergleich steigen.

Ein stärker als erwarteter Wert könnte die Erwartung untermauern, dass die Zentralbank die Geldpolitik länger straff hält, und damit den Druck auf Edelmetalle aufrechterhalten.

Silber bleibt technisch schwach

Das technische Bild von Silber deutet ebenfalls auf anhaltende Schwäche in der näheren Zukunft hin.

XAG/USD liegt weiterhin deutlich unter seinem 20-Tage-EMA von $68.09, was die vorherrschende bärische Tendenz unterstreicht.

Momentum-Indikatoren zeigen ebenfalls anhaltenden Abwärtsdruck.

Ein weiterer Fall unter dieses Niveau würde das Metall dem psychologischen Unterstützungsbereich bei $50.00 aussetzen.

Auf der Oberseite bleibt der 20-Tage-EMA bei $68.09 der erste wichtige Widerstand.