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Warum Gold fällt, obwohl US‑Iran-Angriffe die Ölpreise belasten

Warum Gold fällt, obwohl US‑Iran-Angriffe die Ölpreise belasten
Devesh Kumar
29. Juni 2026, 06:43 AM

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Long-Position in US-Realzinsen als Absicherung (TIPS)

Kaufen Sie US-TIPS (z. B. iShares TIPS ETF, TIP) als Absicherung gegen das Szenario „Ölschock → Inflationssorgen“, das sich in Wachstumssorgen verwandelt. Sollte der Konflikt ausreichend eskalieren, um die Wirtschaft abzubremsen, könnten die Inflationserwartungen zurückgehen, während die Fed restriktiv bleibt — das würde reale-zins-empfindliche Anlagen wie TIPS stützen.

Kernrisiko: Die Inflation bleibt heiß und die Fed erhöht weiter, was reale Renditen nach oben treibt und die TIPS-Preise unter Druck setzt.

Short-Position auf Gold (XAU/USD)

Verkaufen Sie XAU/USD (oder Gold-Futures). Der Kerntreiber des Artikels ist nicht „Angst“, sondern „höheres Öl → hartnäckigere Inflation → Fed-Erhöhungen“. Gold bringt keine Rendite, und der Markt preist mindestens eine weitere Erhöhung ein (80% Dez). Da Gold auf dem Weg zu einem vierten Monatsverlust ist und der Dollar Gegenwind bietet, dürften Rallys verkauft werden.

Kernrisiko: Eine deutliche Wende hin zu Zinssenkungen (abkühlende Inflation/Arbeitsmarktdaten), die den Markt zwingt, weniger Fed-Erhöhungen zu preisen, wodurch Gold als echte Krisenabsicherung wieder höher bewertet werden könnte.

  • Gold rutscht ab, da Ölrally und Fed-Erwartungen das Edelmetall unter Druck halten.
  • Frische Angriffe im Golf schüren Inflationssorgen, während US‑Iran‑Gespräche wieder aufgenommen werden.
  • Arbeitsmarktdaten stehen an — Händler prüfen, ob Gold diese Woche $4000 verteidigen kann.

Gold steckt erneut zwischen Angst und Rendite fest. Neue US‑Iran-Angriffe im Golf haben den Ölpreis nach oben gedrückt und die Sorge erneuert, dass Energiepreise die Inflation hartnäckig halten könnten.

Doch das Gold erhält kaum Unterstützung als sicherer Hafen. Stattdessen konzentrieren sich Händler darauf, was ein höherer Rohölpreis für die Federal Reserve bedeuten könnte.

Spot-Gold fiel 0.7% auf $4061.35 pro Unze im frühen Handel am Montag, während die August-Futures um 0.5% auf $4076.40 nachgaben.

Das Edelmetall steuert nun auf den vierten monatlichen Rückgang zu, mit Verlusten von mehr als 10% im Juni.

Ölschock schürt Inflationssorgen

Der jüngste Druck entstand nach erneuten militärischen Gefechten zwischen Washington und Teheran am Wochenende.

Iran startete Raketen und Drohnen gegen US-Militärstandorte in Kuwait und Bahrain, nachdem frische amerikanische Schläge im Golf Zweifel am fragilen Waffenstillstand aufkommen ließen.

Der Ölpreis stieg, als Händler das Risiko rund um die Straße von Hormus neu bewerteten, eine Wasserstraße, die einen großen Anteil der weltweiten Rohöl- und LNG-Lieferungen trägt.

Brent und WTI waren in den vergangenen Wochen stark gefallen, als sich der Tankerverkehr verbesserte, doch die Eskalation am Wochenende zeigte, wie schnell die Risikoaufschläge zurückkehren können.

Für Gold ist die Ölbewegung unangenehm. Höhere Rohölpreise können die Inflationserwartungen ansteigen lassen, was normalerweise das Gold stützen würde.

Dieses Mal behandelt der Markt die Energieinflation jedoch als Argument für eine straffere Geldpolitik.

Fed-Erwartungen halten Gold unter Druck

Händler rechnen jetzt mit mindestens einer Fed-Zinserhöhung in diesem Jahr und sehen laut CME FedWatch eine Wahrscheinlichkeit von rund 80% für eine Erhöhung im Dezember.

Das ist der Hauptgrund, warum Gold sich trotz geopolitischer Ängste schwer tut.

Das Metall zahlt keine Zinsen, daher verliert es tendenziell an Attraktivität, wenn Bargeld und Anleihen höhere Renditen bieten.

Ein stärkerer Dollar hat einen weiteren Gegenwind geschaffen, da in Dollar bepreistes Gold für Käufer mit anderen Währungen teurer wird.

Analysten sagen, der Markt handele Gold nicht mehr ausschließlich als Krisenabsicherung. Getrieben wird es von der Wechselwirkung zwischen Öl, Inflationserwartungen und der Reaktionsfunktion der Fed.

Das macht die nächsten US-Daten zur Schlüsselprüfung.

Arbeitsmarktdaten werden zum nächsten Test

Investoren werden sich diese Woche den ADP-Beschäftigungsdaten für Juni und dem Nonfarm-Payrolls-Bericht zuwenden, um Hinweise darauf zu bekommen, ob der Arbeitsmarkt noch stark genug ist, um höhere Zinsen zu verkraften.

Ein schwächeres Zahlenwerk könnte dem Gold helfen, sich zu stabilisieren, indem es den Dollar abkühlt und die Zinserwartungen dämpft.

Ein robuster Arbeitsmarkt hingegen würde das Argument für weitere Straffungen stärken und Rallys unter Druck halten.

Diplomatie bleibt ein weiterer ausschlaggebender Faktor.

Washington und Teheran haben Berichten zufolge zugestimmt, die jüngsten Feindseligkeiten zu stoppen und die Gespräche über die Straße von Hormus wiederaufzunehmen, doch die Schläge am Wochenende zeigten, wie fragil dieser Prozess bleibt.

Silber fiel 1.1% auf $58.51 pro Unze. Platin legte 1% zu auf $1630.13, während Palladium um 0.8% auf $1218.92 stieg.