Aluminium verzeichnet stärksten Monatsverlust seit 2008
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Verkaufen Sie LME‑Dreimonats‑Aluminium‑Futures (oder einen Aluminium‑ETF, der den LME abbildet). Die Nachrichten drehen den Markt von Versorgungsängsten zur Angebotsnormalisierung: Wiedereröffnung von Hormuz + chinesische Exporte + Contango = kurzfristiges Angebot ist reichlich vorhanden, und Anleger bauen Long‑/spekulative Positionen ab. Erwartet wird weiteres Abwärtspotenzial oder zumindest schwache Erholungen, da die Panikverkäufe abklingen und Contango Rallyes begrenzt.
Kernrisiko: Eine erneute Angebotsstörung (neue Störung im Nahen Osten oder Sanktionen), die die physische Verfügbarkeit verknappt und eine schnelle Rückdeckung von Short‑Positionen sowie eine rasche Rally erzwingt.
Reduzieren Sie Engagements in chinesischen Aluminiumproduzenten (z. B. an China gelistete Aluminiumwerte oder einen Basket chinesischer Industrie‑/Metallproduzenten). Der Artikel weist auf rekordhohe chinesische Exporte und fallende Ex‑China‑Prämien hin – negativ für realisierte Preise und Margen. Zweitens: günstigeres Aluminiumoxid und erhöhte Frachverfügbarkeit können auch den inländischen Prämiendruck erhöhen und weitere Produktion/Exporte auslösen, wodurch sich der Überangebotzyklus vertieft.
Kernrisiko: Regierungseingriffe oder Produktionskürzungen, die die Produktion schnell reduzieren und den exportgetriebenen Preisrückgang stoppen.
- Aluminiumpreise fallen im Juni um 15% – stärkster Rückgang seit 2008.
- Lieferungen aus dem Nahen Osten kehren zurück und dämpfen Engpassängste.
- Stärkerer Dollar und die restriktive Haltung der Fed belasten Industriemetalle.
Aluminium steht vor seinem stärksten Monatsverlust seit 2008 und fiel im Juni um mehr als 15%, da die Hoffnung auf eine Rückkehr mittelöstlicher Lieferungen den durch kriegsbedingte Störungen zu Jahresbeginn ausgelösten Rallye wieder ausgleicht.
Die Korrektur spiegelt sowohl die abklingenden Versorgungsängste als auch breitere makroökonomische Gegenwinde wider, darunter einen stärkeren US-Dollar und eine restriktive Geldpolitik der Federal Reserve.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notierte der Dreimonatskontrakt für Aluminium an der London Metal Exchange bei $3,091 pro Tonne, 0.1% über dem Schlusskurs des Vortages.
Versorgungsaussichten prägen das Marktgeschehen
Der starke Preisrückgang bei Aluminium wurde durch die Erwartung getrieben, dass Lieferungen aus dem Nahen Osten nach dem vorläufigen US–Iran-Friedensabkommen wieder aufgenommen werden.
Die Wiedereröffnung der Straße von Hormuz hat den Frachtverkehr erleichtert und damit den Lieferschock rückgängig gemacht, der die Preise im März und April angetrieben hatte.
Die Region macht fast 10% der weltweiten Aluminiumproduktion aus; ihre Rückkehr ist daher entscheidend für die Marktbalance.
Rekordexporte aus China haben den Abwärtsdruck zusätzlich verstärkt.
Chinesische Produzenten haben ihre Lieferungen erhöht, während riskante Fahrten durch den Hormuz die Aluminiumoxidvorräte aufgefüllt haben und damit die Befürchtungen über Engpässe weiter verringern.
Der Markt hat sich in eine Contango-Struktur gedreht, in der kurzfristige Kontrakte günstiger sind als längerfristige, ein Signal dafür, dass die Versorgungsängste nachgelassen haben.
Anlegerstimmung und Panikverkäufe
Die Geschwindigkeit des Rückgangs hat viele Investoren überrascht. „Die Ex‑China‑Prämien fielen nach den Nachrichten über Waffenstillstandsabkommen rasch, was signalisiert, dass die Lieferungen nicht mehr so knapp sind“, wurde Peng Dinggui, Analyst bei Zhongtai Futures, in einem Bloomberg-Bericht zitiert.
„Der rasche Einbruch der Aluminiumpreise hat viele Investoren überrascht. Er verursacht etwas Panik am Markt. Einige chinesische Anleger erwarten weitere Preisrückgänge.“
Diese Panikverkäufe haben die Korrektur verstärkt, da spekulative Positionen schnell aufgelöst wurden.
Händler, die auf anhaltende Knappheiten gesetzt hatten, steigen nun aus und tragen so zum starken Monatsverlust bei.
Makroökonomische Gegenwinde belasten die Nachfrage
Neben den Angebotsdynamiken wurde Aluminium zudem von makroökonomischen Faktoren getroffen.
Der US‑Dollar hat seit Mitte Mai zugelegt, wodurch in Dollar bepreiste Rohstoffe für ausländische Käufer teurer werden.
Die Erwartungen, dass die Federal Reserve die Zinsen länger auf einem höheren Niveau halten oder sogar weiter anheben wird, belasten die Nachfrageaussichten bei Industriemetallen.
Kupfer, Zink und Eisenerz haben ebenfalls nachgegeben, was den breiteren Druck durch Geldpolitik und Währungsstärke widerspiegelt.
Der Rückgang beim Aluminium war allerdings am deutlichsten und unterstreicht dessen Sensitivität gegenüber sowohl Angebotsschocks als auch der Anlegerstimmung.
Zum 30. Juni lag Aluminium an der London Metal Exchange für den Monat 15.4% im Minus, der stärkste Rückgang seit Oktober 2008.
Kupfer fiel im Juni um 2.2%, während Eisenerz in Singapur leicht auf $98.75 pro Tonne nachgab.
Zink erzielte leichte Gewinne, gestützt von Erwartungen eines reduzierten Einsatzes von Konzentrat durch chinesische Hüttenwerke, wobei Analysten jedoch warnen, dass Überschüsse bestehen bleiben.
Ausblick für die kommenden Monate
Analysten erwarten, dass Aluminiumpreise kurzfristig unter Druck bleiben, da sich das Angebot normalisiert und starke chinesische Exporte die Stimmung belasten.
Strukturelle Nachfragetreiber wie Elektrifizierung, erneuerbare Energien und Leichtbau bleiben jedoch intakt, was darauf hindeutet, dass sich der langfristige Trend stabilisieren könnte, sobald die unmittelbare Korrektur ausgeklungen ist.
Vorerst passt sich der Markt an eine neue Realität an: Die kriegsbedingt ausgelöste Rallye wurde zurückgedreht, Versorgungsängste haben nachgelassen und makroökonomische Gegenwinde bestimmen die Kursentwicklung.
Der starke Monatsverlust erinnert an die Volatilität von Aluminium und seine Verwundbarkeit gegenüber geopolitischen Schocks und geldpolitischer Straffung.
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