Britische Aufsicht schärft Fokus auf Apple- und Google-App-Store-Ökosystem
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Kaufen AAPL. Britische Regeln drücken die App-Store-Gebühren nach unten und schwächen Apples Kontrolle über Zahlungen und NFC-Zugang, aber der größere Vorteil bleibt, dass Apple nicht vollständig von der iOS-Distribution »entbündelt« werden kann — Entwickler werden weiterhin die iPhone-Reichweite benötigen. Fällt die Take-Rate von Apple, könnte das Wachstum der Services langsamer werden, doch die iPhone-Installationsbasis und die Größe des App Store halten die Monetarisierung gegenüber einer vollständigen Aufspaltung der Plattform resilient.
Kernrisiko: Apple reagiert, indem es andere Monetarisierungswege strafft (höhere iOS-Gebühren, strengere App-Regeln oder verminderte Sichtbarkeit im App Store), wodurch niedrigere Zahlungsprovisionen ausgeglichen werden.
Kaufen GOOGL. Der Druck der CMA kombiniert mit den bereits aktualisierten Play-Richtlinien von Google bedeutet weniger regulatorische Überraschungen und eine schnellere Normalisierung von außerhalb der Plattform abgewickelten Zahlungen. Das unterstützt die Akzeptanz bei Entwicklern und reduziert das Abwanderungsrisiko, während Google seinen Android-Distributionshebel behält und über Suche/Anzeigen sowie Play-Ökosystemdienste monetarisieren kann, selbst wenn die Kommissionen schrumpfen.
Kernrisiko: Die Änderungen von Google bei außerhalb-der-Plattform-Zahlungen könnten eine Entwicklergegenreaktion oder Nutzereinschränkungen auslösen, die das Engagement bei Play verringern und die Monetarisierung über Anzeigen/Suche beeinträchtigen.
- Britische Aufsichtsbehörde schlägt vor, Zahlungsbeschränkungen in App-Stores für Entwickler zu lockern.
- Apple und Google könnten bei externen Zahlungsoptionen mit niedrigeren Gebühren konfrontiert werden.
- Google erklärt, dass jüngste Richtlinienänderungen bereits mehrere der vorgeschlagenen Maßnahmen abdecken.
Die britische Wettbewerbaufsicht schlug am Dienstag Maßnahmen vor, die App-Entwicklern erlauben würden, Nutzer auf alternative Zahlungsoptionen außerhalb der App-Stores von Apple und Google zu leiten.
Ziel der Maßnahme ist es, Gebühren für Entwickler zu senken und den Wettbewerb im digitalen Markt zu stärken.
CMA will Zahlungsbeschränkungen entfernen
Die britische Competition and Markets Authority (CMA) sagte, ihre Vorschläge würden bestehende Hürden entfernen, die Entwickler daran hindern, Nutzer auf außerhalb der Plattform liegende Zahlungsmethoden zu leiten.
Der Aufsicht zufolge untersagt Apple derzeit Entwicklern, Nutzer auf externe Zahlungsoptionen zu verweisen.
Google erlaubt dies nur unter eingeschränkten Bedingungen.
Die CMA erklärte, die Aufhebung dieser Beschränkungen würde Entwicklern größere Flexibilität bei der Zahlungsabwicklung geben und den Wettbewerb innerhalb des App-Ökosystems steigern können.
Für externe Zahlungen werden niedrigere Gebühren vorgeschlagen
Die Aufsicht skizzierte auch ihre Erwartungen für den Fall, dass Apple oder Google Entwicklern Gebühren dafür berechnet, Links zu alternativen Zahlungsplattformen zu ermöglichen.
Nach Ansicht der CMA sollten solche Gebühren angemessen und deutlich niedriger sein als die derzeit über ihre jeweiligen App-Stores erhobenen Provisionen.
Die Aufsicht fügte hinzu, diese Abgaben sollten letztlich den Verbrauchern zugutekommen oder weitere Innovationen in der App-Ökonomie fördern.
Der Vorschlag soll sicherstellen, dass Entwickler wegen hoher Kosten nicht davon abgeschreckt werden, alternative Zahlungsoptionen anzubieten.
NFC-Zugang wird geprüft
Zusätzlich zu den zahlungsbezogenen Änderungen prüft die CMA einen Vorschlag, der Apple verpflichten würde, einen breiteren Zugang zu seiner Near-Field-Communication-(NFC)-Technologie zu gewähren.
Falls umgesetzt, würde die Maßnahme Entwicklern erlauben, kontaktlose Zahlungsfunktionen direkt in ihre eigenen iOS-Anwendungen zu integrieren.
Der Vorschlag könnte die Abhängigkeit der Entwickler vom bestehenden Zahlungssystem Apples verringern, indem er ihnen ermöglicht, eigene kontaktlose Zahlungsdienste anzubieten.
Google sagt, jüngste Richtlinienänderungen gehen auf Vorschläge ein
In einer per E-Mail an Reuters erklärte Google, viele der von der Aufsicht vorgeschlagenen Änderungen bereits umgesetzt zu haben.
Das Unternehmen sagte, überarbeitete Google-Play-Store-Richtlinien, die Anfang dieses Monats eingeführt wurden, erlauben Entwicklern jetzt, Nutzer zu Käufen außerhalb der Plattform zu führen, obwohl weiterhin bestimmte Bedingungen gelten.
Google erklärte außerdem, im Zuge dieser Richtlinienänderungen auch seine Gebührenstruktur des App-Stores aktualisiert zu haben.
Anfang dieses Jahres sicherte die britische Competition and Markets Authority (CMA) Zusagen von Apple und Google, ihre mobilen App-Stores für Entwickler fairer und transparenter zu machen als Teil der verstärkten Aufsicht des Vereinigten Königreichs über dominante digitale Plattformen.
Unter der Vereinbarung verpflichteten sich Apple und Google, App-Prüfprozesse fair, objektiv und transparent zu gestalten und Entwicklern klarere Leitlinien zu Zulassungsentscheidungen sowie verbesserte Kanäle zur Meldung von Bedenken zu bieten.
Die CMA erklärte, die Maßnahmen zielen darauf ab, die Unsicherheit für Entwickler zu reduzieren und den Wettbewerb in einem Markt zu fördern, in dem Apples iOS- und Googles Android-Betriebssysteme die App-Verteilung und das mobile Browsing dominieren.
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