USD/JPY-Signal: Prognose, nachdem der japanische Yen auf 162 gefallen ist
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Kaufen Sie JPY-Exposure mithilfe eines JPY-Long-Baskets (z. B. Long USD/JPY abgesichert in JPY via JPY-Futures oder Long JPY gegenüber EUR/GBP). Begründung: Treibende Kraft ist die Zinsdifferenz zwischen den USA und Japan, aber der Artikel hebt die Interventionskapazität und das keilartige technische Risiko beim USD/JPY hervor – daher könnte Yen-Stärke, falls die BoJ handelt, auf Kreuzkurse übergreifen.
Kernrisiko: US-Renditen fallen oder Japan signalisiert weitere Zinserhöhungen ohne Intervention, wodurch die Zinslücke groß genug bleibt, dass der JPY in den Kreuzkursen weiter schwächt.
Verkaufen Sie USD/JPY (Ziel 160, dann 158), da das Paar gerade 162 durchbrochen hat und sich in einem Rising-Wedge befindet, der häufig zu einem bärischen Ausbruch führt. Der Artikel weist zudem auf eine mögliche Reaktion/Intervention der BoJ hin, und die Schwäche des Yen ist bereits extrem (40-Jahres-Tief), was eine ausgeprägte Reversion zum Mittelwert begünstigt.
Kernrisiko: Die BoJ bleibt passiv und die Fed erhält eine starke NFP-/CPI-Erzählung, die USD/JPY durch 162 und in Richtung neuer Höchststände treibt.
- Das Paar USD/JPY stieg auf den höchsten Stand seit über 40 Jahren.
- Die Bank of Japan (BoJ) prüft Maßnahmen zur Reaktion und zur Stärkung der Währung.
- Das Paar hat ein steigendes Keilmuster gebildet, das auf eine Umkehr hindeutet.
Der japanische Yen setzte diese Woche seinen starken Abwärtstrend fort und erreichte den tiefsten Stand seit über 40 Jahren. Das USD/JPY überschritt den wichtigen Widerstand bei 162 und brachte damit seine 12-Monats-Gewinne auf 12,3%.
BoJ bereitet Antwort auf den schwächeren Yen vor
Das Paar USD/JPY setzte seinen jüngsten Abwärtstrend diese Woche fort, während der US Dollar Index (DXY) moderat anstieg. Nach drei aufeinanderfolgenden Verlusttagen erholte sich der Index auf 101,31.
Der japanische Yen ist hauptsächlich wegen der anhaltenden Zinsdifferenzen zwischen den USA und Japan eingebrochen. Die Federal Reserve hat die Zinsen auf 3,50% bis 3,75% angehoben, und Funktionäre deuteten an, dass sie in diesem Jahr weitere Erhöhungen vornehmen könnten, falls die Inflation hartnäckig hoch bleibt.
Aktuelle Daten zeigten, dass der Headline-CPI in den vergangenen fünf Jahren über dem 2%-Ziel der Fed geblieben ist, was den Druck auf Kevin Warsh erhöht.
Die Bank of Japan (BoJ) hingegen erhöhte die Zinsen in der letzten Sitzung auf 1%, um die Inflation einzudämmen. Trotz dieser Anhebung bleibt die Zinsdifferenz zwischen den USA und Japan deutlich hoch, was den US-Dollar attraktiver macht.
Händler warten nun auf eine mögliche Reaktion der BoJ. In einer Erklärung sagte Satsuki Katayama, die Finanzministerin des Landes, dass eine angemessene Entscheidung getroffen werde.
Es ist unklar, welche Optionen die BoJ hat, um den Wert des japanischen Yen zu stützen. Sie hat in diesem Jahr bereits über 73 Mrd. USD eingesetzt, um die Währung zu kaufen. Obwohl die Intervention im April wirkungsvoll war, schwächte sich der japanische Yen danach wieder.
Die Notenbank könnte weitere Zinserhöhungen beschließen, um den Yen attraktiver zu machen. Ein solcher Schritt würde jedoch die Zinszahlungen der Regierung deutlich erhöhen, da Japan eine der höchsten Staatsverschuldungen der Welt hat.
Wichtige japanische und US-Daten stehen an
Es stehen einige wichtige Katalysatoren an. Japan veröffentlicht am Mittwoch die vierteljährliche Tankan-Umfrage, die mehr Aufschluss über den Zustand der Wirtschaft geben wird.
Weitere wichtige Daten kommen aus den USA: Das Bureau of Labor Statistics (BLS) wird den neuesten Bericht zu den non-farm payrolls (NFP) veröffentlichen. Ökonomen erwarten, dass die Daten zeigen, dass im letzten Monat über 114.000 Stellen geschaffen wurden, während die Arbeitslosenquote bei 4,3% blieb.
Ein starker Arbeitsmarktbericht würde der Fed eine Begründung für Zinserhöhungen später im Jahr liefern, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärken würde.
Weitere wichtige USD/JPY-Nachrichten kommen aus Portugal, wo die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Jahreskonferenz ausrichtet. Kevin Warsh (Fed) und Kazuo Ueda (BoJ) werden einen Ausblick darauf geben, was zu erwarten ist.
USD/JPY technische Analyse
USDJPY-Chart | Quelle: TradingView
Das Tageschart zeigt, dass das Paar USD/JPY in den letzten Monaten in einem starken Aufwärtstrend war und nun auf dem höchsten Stand seit über 40 Jahren handelt. Es liegt über allen gleitenden Durchschnitten, die ihm erheblichen Halt gegeben haben.
Andererseits hat das Paar ein steigendes Keilmuster (rising wedge) ausgebildet, das aus zwei ansteigenden und sich konvergierenden Trends besteht. Dieses Muster führt normalerweise über die Zeit zu einem bärischen Ausbruch. Daher besteht die Möglichkeit, dass das Paar in den kommenden Tagen stark fällt, wenn Verkäufer das wichtige Unterstützungsniveau bei 160 anvisieren. Dies würde insbesondere eintreten, falls die BoJ interveniert.
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