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Top‑DAX‑Aktien im Juli: Volkswagen, Rheinmetall, Deutsche Bank, Zalando

Top‑DAX‑Aktien im Juli: Volkswagen, Rheinmetall, Deutsche Bank, Zalando
Crispus Nyaga
01. Juli 2026, 11:54 AM

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Rheinmetall

Rheinmetall (RHM.DE) kaufen. Die Stornierung der F126‑Fregatten ist nach dem starken Rückgang im Juni bereits eingepreist, doch der eigentliche Katalysator ist die Prognose am 8. August: Das Management kann nach dem Kostenschock die Auftragslage und die Margen neu verankern. Die geopolitische Nachfrage stützt weiterhin die Verteidigungsausgaben, sodass jede „stabilisierende“ Prognose eine schnelle Neuberechnung der Bewertung auslösen sollte.

Kernrisiko: Die Prognose bestätigt einen länger anhaltenden Einbruch beim Auftragsbestand und den Margen ohne klare Ersatzaufträge.

Deutsche Bank

Deutsche Bank (DBK.DE) kaufen. Die Juli‑Zahlen sind der klarste Weg für anhaltende Dynamik: Die Aktie hat sich bereits erholt, und es wird erwartet, dass die Ergebnisse Stärke im Investmentbanking sowie anhaltende Ausschüttungen an Aktionäre zeigen. Sollten sie die Pläne zur Kapitalrückgabe bekräftigen, wird der Markt für die Nachhaltigkeit der Erträge einen Aufpreis zahlen.

Kernrisiko: Die Ergebnisse zeigen Schwäche im Investmentbanking oder die Pläne zur Kapitalrückgabe werden wegen gestiegener Risikokosten gekürzt.

  • Der DAX‑Index hielt sich im Juni dieses Jahres stabil und entwickelte sich schwächer als andere globale Indizes.
  • Die Volkswagen Group steht im Fokus, während das Management einen Turnaround umsetzt.
  • Zalando steht im Rampenlicht, nachdem BaFIN eine Untersuchung eingeleitet hat.

Der DAX‑Index zeigte sich in den letzten Monaten robust und versucht schrittweise, sein Allzeithoch von 25.510 erneut zu testen. Er ist seit seinem Jahrestief um fast 15 % gestiegen. Diese Konsolidierungsphase könnte den Weg für weitere Gewinne ebnen, da der Index eine umgekehrte Schulter‑Kopf‑Schulter‑Formation ausgebildet hat – ein bullisches technisches Signal. Dieser Artikel stellt einige der wichtigsten DAX‑Unternehmen vor, auf die man diesen Monat achten sollte.

Volkswagen und andere Autobauer

Die Aktie der Volkswagen Group befindet sich in den vergangenen Monaten in einem ausgeprägten Abwärtstrend und notiert nun auf dem niedrigsten Stand seit 2010. Das Unternehmen steht vor einer Vielzahl von Herausforderungen, darunter die wachsende Konkurrenz durch chinesische Marken wie Xpeng, Li Auto, BYD und Xiaomi. 

Im Juni berichteten Medien, dass ein massiver Stellenabbau und Werksschließungen geprüft würden. Das wird wegen der Gewerkschaften in Sachsen nicht einfach sein. Es heißt außerdem, dass die Einheit für autonomes Fahren geschlossen werden soll, in die Milliarden Euro investiert wurden. 

Daher werden die am 24. Juli anstehenden Ergebniszahlen wichtig sein, da das Management die Gelegenheit erhält, seine Sanierungsmaßnahmen zu erläutern. Zudem werden sie zu einem Zeitpunkt veröffentlicht, an dem viele Leerverkäufer das Papier ins Visier genommen haben.

Rheinmetall nach Stornierung der F126‑Fregatte im Fokus

Die Rheinmetall‑Aktie brach im Juni deutlich ein. Sie fiel auf 897 Euro, den niedrigsten Stand seit Februar letzten Jahres, und liegt damit 55 % unter dem Allzeithoch. 

Die Bundesregierung nannte die eskalierenden Kosten als Grund für die Beendigung des Auftrags – ein Schritt, der die Prognose von Rheinmetall beeinflussen wird, wenn das Unternehmen am 8. August seine Zahlen veröffentlicht. 

Händler werden weiterhin beobachten, wie sich das Geschäft angesichts der anhaltenden geopolitischen Spannungen in Europa und anderen Regionen entwickelt.

Deutsche Bank vor Zahlen im Fokus

Die Deutsche Bank, das größte Bankhaus Deutschlands, hat sich in den vergangenen Monaten zurückgekämpft und ist seit ihrem Tiefpunkt im März dieses Jahres um mehr als 25 % gestiegen. 

Im Juli steht sie im Rampenlicht, wenn das Unternehmen seine Finanzzahlen veröffentlicht, die Aufschluss über das Geschäft geben sollen. Es wird erwartet, dass die Zahlen ein Wachstum des Geschäfts im letzten Quartal zeigen, gestützt durch das Investmentbanking. 

Die jüngsten Ergebnisse zeigten, dass das Ergebnis vor Steuern im ersten Quartal um 7 % auf 3 Milliarden Euro gestiegen ist, das Ergebnis nach Steuern erreichte 2,2 Milliarden Euro. Zudem kündigte die Bank an, den Fokus auf Aktionärsrenditen fortzusetzen.

Zalando im Fokus wegen Bilanzuntersuchung

Zalando, ein führender Akteur im E‑Commerce, befindet sich in den vergangenen Monaten in einem langsamen Aufwärtstrend: Von seinem Jahrestief bei 18,65 Euro stieg der Kurs bis auf 26,93 Euro im Juni. In der vergangenen Woche zog der Kurs nach einer Meldung etwas zurück, wonach die deutsche Finanzaufsicht seinen Jahresabschluss 2025 untersucht. 

BaFin erklärte, es lägen Hinweise darauf vor, dass Zalando gegen Bilanzvorschriften verstoßen haben könnte. Im Fokus steht unter anderem die Übernahme von About You, bei der Angaben weggelassen worden sein sollen. Zalando veröffentlicht seine Zahlen am 4. August.

Weitere DAX‑Unternehmen, die im Juli zu beobachten sind, sind: Siemens Energy, Bayer, Commerzbank und BMW.